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Hessenliga: Stadtallendorf verliert gegen Wiesbaden

Gäste verwandeln zwei Elfer Hessenliga: Stadtallendorf verliert gegen Wiesbaden

Die Eintracht tritt weiter auf der Stelle. Nach einer unglücklichen Niederlage gegen den abstiegsbedrohten SV Wiesbaden rutschen die Herrenwälder auf den zehnten Tabellenplatz ab.

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Stadtallendorfs Manuel Rasiejewski (links) spielt den Ball am langen Bein des Wiesbadeners Younes Bahssou vorbei.

Quelle: Thorsten Richter

Stadtallendorf. Dass der Unparteiische Janek Steitz (Bad Homburg) in der Schlussphase den gelben Karton gegen den auf der Ersatzbank hadernden TSV-Ersatzkeeper Thomas Halbrucker zückte, war irgendwie bezeichnend für ein Spiel, das zwar fair, aber keineswegs emotionslos über die Bühne ging.

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Ein Pfiff des Referees in der 79. Minute erhitzte die Gemüter im Herrenwaldstadion aber besonders: Nach einem Gerangel im Strafraum war es wohl ein Trikotzupfer von Manuel Rasiejewski, der den Schiedsrichter zum Pfiff bewog und den zweiten Foulelfmeter innerhalb einer knappen Stunde für den Gast zur Folge hatte, den Christopher Hübner dankend zum 1:2 annahm. Während die Elfmeter-Entscheidung selbst den ein oder anderen auf der Ersatzbank der Landeshauptstädter zu überraschen schien, konnten es die Platzherren schlichtweg nicht fassen.

„Ich stand direkt dabei und habe nichts gesehen“, rätselte TSV-Spieler Fejz Hodaj - genau wie Torwart Dusan Olujic: „Ich habe dem Schiedsrichter gesagt: ‚Wenn es in einem solchen Spiel kurz vor Schluss 1:1 steht, kann man da nicht pfeifen.‘ Zumal der Schiedsrichter vorher schon einen Elfmeter gegen uns gegeben hatte - auch wenn der berechtigt war.“

Und auch sein Coach Dragan Sicaja haderte mit der Entscheidung: „Alle entscheidenden Situationen wurden gegen uns gepfiffen. Der Ball kommt in den 16er und alle stehen mit dem Rücken zum Tor. Da kann man nicht pfeifen. Das war der Gipfel“, ärgerte sich Sicaja, der seiner auf mehreren Positionen ersatzgeschwächten Elf „keinen Vorwurf“ machen wollte: „Die Jungs haben alles probiert.“

Allerdings vergebens, denn: „Nach vorne waren wir zu harmlos, einfach nicht zwingend genug“, monierte Torwart Olujic, der zweimal im Duell der Spielführer vom Punkt das Nachsehen gegen Christopher Hübner hatte.

Als Kevin Schudy zu ungestüm agierte und den eingewechselten Sebastian Gurok von den Füßen holte, sorgte Hübner mit Elfer Nummer eins für die Führung der Gäste (20.), die im ersten Durchgang optische Vorteile hatten. Das lag auch daran, dass der SV im Mittelfeld den Gegner früh attackierte und so einen geordneten Spielaufbau der nach vorne wenig durchschlagskräftigen Eintracht verhinderte.

„Wir haben für das Spiel etwas mehr getan, waren etwas ruhiger nach vorne. Man hat uns aber auch die Nervosität angesehen, weil einige Offensivspieler lange gefehlt hatten. Für uns hat dieser Sieg sicher etwas mehr Bedeutung, als er es für Stadtallendorf gehabt hätte“, freute sich SV-Übungsleiter Djuradj Vasic, dessen Team sich mit dem „Dreier“ etwas Luft im Abstiegskampf verschaffte, im Torabschluss aber zu oft harmlos agierte und deshalb lange zittern musste.

Denn nur zwei Minuten nach der Führung setzte Ahmet Marankoz einem abgefälschten Schuss von Kevin Bartheld in Torjäger-Manier nach und sorgte mit einem Schuss in den Winkel aus kurzer Distanz für den Ausgleich (22.).

In der Folge mühten sich die Gastgeber in einer Partie mit wenigen Höhepunkten zwar redlich, nach vorne fehlten allerdings die Impulse - wenngleich die Heimelf nach der Pause das spielerische Übergewicht hatte. Eine gute Konterchance in Überzahl schloss der eingewechselte Sercan Atas in einer torchancenarmen Partie zu eigensinnig und schwach ab (63.). „Man hat gemerkt, dass uns einige wichtige Spieler gefehlt haben“, meinte Fejz Hodaj.

von Marcello Di Cicco

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