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Heimische Wakeboarder dominieren

Hessenmeisterschaft Heimische Wakeboarder dominieren

Im Seepark Niederweimar boten sich 77 Sportler beim Wakeboarden die Stirn - sogar Weltmeister waren bei den Hessenmeisterschaften.

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Vanessa Weinhauer, Vize-Weltmeisterin aus Niederweimar, verteidigte ihren Hessenmeister-Titel.

Quelle: Miriam Prüßner

Niederweimar. Elegant gleiten die Wakeboard-Fahrer über das Wasser. Am Steg von fast hundert Zuschauern angefeuert, zeigen sie ihre coolsten Tricks. Die Trendsportler heben einige Meter von der Wasseroberfläche ab, scheinen für einen kurzen Moment zu fliegen, schlagen dabei sogar noch spektakuläre Salti und spielen mit verschiedenen Hindernissen. Hin und wieder landen sie dabei auch mal im Wasser - klar, kann ja nicht alles klappen. Was für den Laien so einfach und anmutend aussieht, ist für den Fahrer harte Arbeit. Körperbeherrschung, Kraft und Balance sind die Grundvoraussetzungen. Während des Laufs beobachten drei Kampfrichter die Bewegungen ganz genau - Details fließen in die Wertung ein. Ambitionierte Wakeboarder trainieren daher nahezu täglich.






 
 
 
 
 
 
 
 
 


So wie zum Beispiel Moritz Petri, der am Samstag zum siebten Mal seinen Hessenmeistertitel in der Klasse „Open Men“ verteidigte. „Es beansprucht alle Muskelgruppen und ist gleichzeitig ein total entspannter Sport, weil jeder seinen Spaß beim Fahren hat“, sagte Petri, der für das heimische Team Marburg/Niederweimar unterwegs ist. Zwar schaffte er in der offenen Wertung nicht den Sprung auf Rang eins, weil aber wieder einmal kein anderer Hesse vor ihm landete, holte sich der Niederweimarer erneut den Titel.

Das gelang auch seiner Vereinskameradin Vanessa Weinhauer. Die amtierende Europa- und Vize-Weltmeisterin hatte bei den „Open Ladies“ als Favoritin gegolten - und hielt der Erwartungshaltung schließlich stand. Besonders stolz war die 16-Jährige auf ihren „Raley Backside 360“, den sie als einzige aus dem Starterfeld eindrucksvoll präsentiert hatte. Vor dem heimischen Publikum in Niederweimar war das natürlich etwas Außergewöhnliches: „Man hat immer Selbstzweifel und ist nervös, wenn man an den Start geht. Aber ich habe heute schon gemerkt, dass ich etwas entspannter war“, sagte Weinhauer zu ihrem Heimspiel.

Im Seepark Niederweimar fanden heute die Wakeboard Hessenmeisterschaften statt. 77 Sportler nahmen daran teil - darunter auch Weltmeister.

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Den erfolgreichen Tag für das Team Marburg/Niederweimar setzte Marco Schmidt fort. Der 18-Jährige sicherte sich bei den „Junior Men“ die Hessenmeisterschaft. „Ich habe meinen risikoreichen Lauf super gefahren und bin deshalb überglücklich“, erklärte Schmidt. Erst vor vier Jahren hatte er durch einen Wasserski-Schnupperkurs zum Wakeboarden gefunden. Der Sport ließ ihn nicht mehr los. „Es ist einfach das Gefühl. Man ist frei in dem, was man auf dem Wasser machen will.“

Extra aus München war sogar eine Weltmeisterin angereist. Isabella Tremmel hatte deswegen zwar keine Chance auf den Hessenmeistertitel, ergatterte aber Punkte für die nationale Rangliste. „Ich war im letzten Jahr schon mal hier. Es ist ein richtig schöner Contest.“ Aus dem Munde einer Weltmeisterin soll das schon etwas heißen.

von Yanik Schick

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