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„Hatten ein schlechtes Wochenende“

Top-Four-Turnier „Hatten ein schlechtes Wochenende“

Bei der fünften Teilnahme kehrt der BC Pharmaserv Marburg erstmals ohne Medaille vom Pokal-Top-Four zurück. Im Spiel um Platz drei behielten die Baskets Nördlingen mit 77:65 die Oberhand.

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Auch Teamgeist konnte nicht zum Sieg verhelfen.

Quelle: Melanie Schneider

Saarlouis.  Ein Wechselbad der Gefühle – wieder einmal.  Fast aussichtslos lagen die Marburgerinnen schon im Hintertreffen,  dann kämpften sie sich zurück. Und standen schließlich doch mit leeren Händen da.
„Manchmal hat man einen schlechten Tag, wir hatten ein schlechtes Wochenende.“ So fasste Patrick Unger die zwei Tage in der Stadtgartenhalle von Saarlouis zusammen.
Die Partie begann gut für das Pharmaserv-Team. Zumindest, was die Verteidigungsarbeit betraf. Hier konnte man den BC-Frauen keinen Vorwurf machen. Allein die Belohnung fehlte. Nördlingen traf einfach alles. Auf der anderen Seite wollte der Ball nicht so recht durch die Reuse.

Ernüchterung unter den Marburger Anhängern

Der Vorteil bei den Rebounds nutzte dem BC nichts, auch weil von außen der Erfolg ausblieb (0 von 7 zur Halbzeit). Beim 8:20 aus Marburger Sicht machte sich bei den BC-Anhängern bereits Ernüchterung breit. Zwei Minuten später war die erhoffte Medaille beim 8:27 in weite Ferne gerückt. Lange Gesichter auf der Tribüne und auf dem Feld gleichermaßen. Bei den Spielerinnen sank das Selbstvertrauen von Minute zu Minute. Viele Fehlwürfe waren nicht mal knapp. Allein Kellindra Zackery sorgte mit zwölf Zählern vor dem Seitenwechsel dafür, dass wenigstens hin und wieder Bewegung auf der Marburger Seite der Anzeigetafel zu verzeichnen war. Ein Mini-Fünkchen Hoffnung auf Besserung wurde mit der Pausensirene jäh zerstört. Kathrin Gut versenkte mit Foul einen Dreier und auch noch den Bonusfreiwurf: 39:22 für die Mannschaft aus dem Donau-Ries. Zu Wiederbeginn blieben einige Plätze im Marburger Block leer.

„Ich kann euch aufs Taktik-Board malen, was ich will, wenn ihr nicht an euch glaubt“, hatte Patrick Unger seinen Schützlingen in der Kabine eingebläut. Der Effekt blieb zunächst aus. Nördlingen zog bis zur 25. Minute auf 49:27 davon. Es folgten einige gute Aktionen der Dolphins, schöne Kombinationen und endlich auch sichere Abschlüsse. Doch zu Begeisterungsstürmen ließen sich die meisten der BC-Fans nicht hinreißen. Zu groß war der Rückstand. Lediglich die zehnköpfige Trommlergruppe nahm sich keine Auszeit. Das nötigte selbst dem gegnerischen Trainer Respekt ab. Tomas Holesovsky trat nach Spielende vor den Marburger Fanblock und klatschte ehrlichen Beifall. Nach 30 Minuten lagen die Lahnstädterinnen aber immer noch mit 39:57 zurück.

Für die Wende reichte es nicht mehr

Dann ordnete Patrick Unger eine Pressverteidigung an. Die zeigte Wirkung: Ein Dreier von Finja Schaake gab das Signal. 18:3 Zähler erzielte der BC von der 31. bis zur 36. Minute, kam auf 57:63 heran. Und während die Marburgerinnen in den ersten 30 Minuten bei Auszeiten mit hängenden Köpfen wieder aufs Feld gingen, kehrte das Lächeln zurück.
Für die Wende reichte es nicht mehr. Aber Patrick Unger betonte: „Wichtig war, dass wir uns zurückgekämpft haben. So können wir die ersten drei Viertel abhaken und doch noch mit einem guten Gefühl aus dem Wochenende gehen. Vor allem im Hinblick auf die Playoffs.“

von Marcus Richter

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