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„Harte Arbeit“ ist das Ziel

Basketball-Saisonvorschau „Harte Arbeit“ ist das Ziel

Platz drei dürfte für den BC Pharmaserv Marburg schwer zu toppen sein. Oder? Die Neuzugänge machen Mut.

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Der BC Pharmaserv Marburg startet am Samstag in die neue Bundesliga-Saison.

Quelle: Thorsten Richter

Marburg. Es gibt sehr viele unbekannte Größen in dieser Saison. Nachdem die Deutschen-Regelung in der Damen Basketball-Bundesliga (DBBL) komplett gekippt ist, werden die Karten neu gemischt. Abonnementmeister Wasserburg geht zwar wieder als Favorit in die Saison - ganz so klar dürfte die Dominanz der Süddeutschen allerdings nicht ausfallen.

Patrick Unger sieht einige Teams, „die oben mitspielen und Wasserburg angreifen können“. Seine eigene Mannschaft nennt der Trainer der Blue Dolphins nicht, wie immer wird kein klares Ziel formuliert. Dafür zählt der 33-Jährige andere Mitfavoriten auf: „Keltern wird eine gute Rolle spielen, Herne wird auch wieder oben dabei sein. Halle ist gut besetzt. Hannover hat sich gut verstärkt.“ Beim Aufsteiger, der mit dem Gewinn des hochkarätigen „Champions Cups“ gegen Wasserburg ein Ausrufezeichen setzte, spielt inzwischen auch Ex-BC-Kapitänin Birte Thimm.

Doch auch Marburg hat auf die Abgänge von Thimm, den Aufbauspielerinnen Julia Gaudermann und Patricia Benet sowie von Centerspielerin Stephanie Lee reagiert. Vor allem von der Bulgarin Diana Voynova und der Amerikanerin Paige Bradley erwartet sich der BC einiges.

Die 28-jährige Voynova soll unter den Körben aufräumen. Mit ihrer Einstellung in der Defensive und der Reboundarbeit passt die 1,90 Meter große Bulgarin zu Ungers Spielphilosophie. „Aber in den vergangenen Saisons war ich auch immer unter den Top-Scorerinnen meiner Teams“, sagt Voynova, die über reichlich internationale Erfahrung verfügt. In ihrer Heimat hat sie mit dem Klub Dunav Rose national alles gewonnen, was es zu gewinnen gibt. Auch in der zweiten italienischen Liga, in der höchsten amerikanischen College-Liga und zuletzt beim englischen Team Northumbria war die 28-jährige Weltenbummlerin aktiv. Als Kapitänin durfte sie in der britischen Profiliga die Meistertrophäe in die Höhe recken.

Unsere Grafikerinnen Julia Brinkmann und Nikola Ohlen haben virtuelle Sammelkarten der neu formierten Bundesliga-Mannschaft des BC Pharmaserv Marburg erstellt.

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Das Sieger-Gen bringt Voynova also mit nach Marburg. „Das ist eine neue Herausforderung in meiner Karriere“, sagt sie. Nach ein paar Gesprächen stand ihre Entscheidung fest: „Ich will einfach nur dazu beitragen, dass wir an den Erfolg des vergangenen Jahres anknüpfen und uns vielleicht sogar noch verbessern.“

Der Kontakt zu Paige Bradley kam über eine Ex-Spielerin zustande. Emiko Smith, die in der Saison 2013/14 das Spiel der Dolphins geschickt lenkte, legte Patrick Unger ihre Landsfrau wärmstens ans Herz: Bradley spiele im Prinzip wie sie - nur sei sie noch athletischer und mit einem besseren Wurf ausgestattet.

Mit Vorschusslorbeeren hält sich Unger etwas zurück. Aber immerhin: „Sie ist der Point Guard, den wir gesucht haben. Sie erfüllt bislang das, was wir von ihr erwarten.“

Wilke kann echte Alternative werden

Beim Kaphingst-Cup, den die Marburgerinnen zu Monatsbeginn mit Siegen über Grünberg, Nördlingen und Halle gewannen, wurde allerdings deutlich: An der Abstimmung muss noch gearbeitet werden.

Dafür glänzte Alexandra Wilke ( Foto: Thorsten Richter) schon mit mutigen Aktionen. Es scheint, als könnte der 19-jährige Neuzugang vom Kooperationspartner Grünberg schneller eine echte Alternative auf der Aufbauposition werden, als es zu erwarten war. Auch die 18-jährige Maria-Angelina Sola („Mali“ gerufen), vom Herner TC gekommen, dürfte einige Einsatzzeit bekommen und soll so für Entlastung sorgen.

Ungers Ambitionen sind international

Ehrgeizige Ziele gibt Unger aus, wenn es um langfristige Ambitionen geht. „Ich hoffe, dass die Strukturen in der Liga professioneller werden“, sagt der Trainer. Und auch sein Verein müsse sich „mit verschiedenen Sachen“ auseinandersetzen. „Wir stoßen an unsere Grenzen, auch was den Nachwuchs angeht.“ International würde Unger gerne spielen - so wie es in dieser Saison Wasserburg, Keltern und der Liga-Neunte Freiburg tun, weil alle anderen Teams auf einen Startplatz verzichtet haben.

„International ist schön, dafür muss aber auch irgendjemand zahlen“, sagt der BC-Vorsitzende Jürgen Hertlein. „Das erfordert ein anderes Budget.“ Auch wenn die großen Sponsoren dem Verein die Treue gehalten hätten und es damit keinen Rückschritt gebe: „Ich würde mir wünschen, dass es nach vorne geht.“

Nach vorne gehen soll es zunächst einmal in der Bundesliga. „Hart arbeiten“ lautet die Devise für Tonisha Baker und Co. Wie das in dieser Saison aussehen wird, dürfte im ersten Spiel erkennbar sein. Am Samstag (19 Uhr) gastieren die Chemcats Chemnitz zum Auftakt in der Gaßmann-Halle.

von Holger Schmidt

 
DIE BC-SPIELE DER SAISON
  • Sa., 24. September, 19 Uhr: ChemCats Chemnitz (H)
  • Sa., 1. Oktober, 18 Uhr: TK Hannover (A)
  • Mo., 3. Oktober, 16 Uhr: Rutronik Stars Keltern (H)
  • So., 9. Oktober, 16.30 Uhr: Eisvögel USC Freiburg (A)
  • Sa., 15. Oktober, 19 Uhr: Bad Aibling Fireballs (H)
  • So., 23. Oktober, 16 Uhr: TH Wohnbau Angels Nördlingen (A)
  • Sa., 29. Oktober, 19 Uhr: Avides Hurricanes Rotenburg/Sch. (H)
  • Sa., 5. November, 18 Uhr: Herner TC (A)
  • Sa., 12. November, 19 Uhr: TV Saarlouis Royals (H)
  • So., 27. November, 16 Uhr: TSV Wasserburg (A)
  • S a., 3. Dezember, 19 Uhr: SV Halle Lions (H)
  • Fr., 16. Dezember, 20 Uhr: ChemCats Chemnitz (A)
  • So., 15. Januar, 16 Uhr: TK Hannover (H)
  • So., 22. Januar, 17.30 Uhr: Rutronik Stars Keltern (A)
  • Sa., 28. Januar, 19 Uhr: Eisvögel USC Freiburg (H)
  • So., 5. Februar, 16 Uhr: Bad Aibling Fireballs (A)
  • Sa., 11. Februar, 19 Uhr: TH Wohnbau Angels Nördlingen (H)
  • Sa., 18. Februar, 18.30 Uhr: Avides Hurricanes Rotenburg/Sch. (A)
  • Sa., 25. Februar, 19 Uhr: Herner TC (H)
  • So., 5. März, 15 Uhr: TV Saarlouis Royals (A)
  • Sa., 11. März, 19 Uhr: TSV Wasserburg (H)
  • Sa., 18. März, 18 Uhr: SV Halle Lions (A)
 
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