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Hambüchen kehrt zur KTV Obere Lahn zurück

Kunstturn-Bundesliga Hambüchen kehrt zur KTV Obere Lahn zurück

Vorweihnachtliche Bescherung für die KTV Obere Lahn: Der Kunstturn-Bundesligist kann sich auf Rückkehrer Fabian Hambüchen freuen.

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Fabian Hambüchen (rechts) kehrt nach nur einem Jahr zurück und will wieder mit seinen Freunden von der KTV Obere Lahn, hier Fabian Lotz, jubeln.

Quelle: Benedikt Bernshausen

Biedenkopf. Nach der Vizemeisterschaft im Jahr 2013 und Platz drei im Jahr darauf stand die gerade zu Ende gegangene Saison für die KTV Obere Lahn im Zeichen des Abstiegskampfs. „Ich hoffe, dass wir nichts mit dem Abstieg zu tun haben werden“, sagte Cheftrainer Albert Wiemers. „Das macht keinen Spaß.“

Vieles deutet darauf hin, dass sich die Hinterländer wieder weiter nach oben orientieren können. Denn mit Fabian Hambüchen kehrt der Garant für die erfolgreichen Bundesliga-Jahre zurück. „Fabian würde lieber wieder hier turnen. Er hat erklärt, dass er in erster Linie aufgrund der emotionalen Bindung an die Gruppe zur KTV wechseln will“, sagte Wiemers am Donnerstagabend der OP. „Für uns ist das ein schönes Weihnachtsgeschenk. Es ist das Beste, was uns passieren kann.“

Unstimmigkeiten mit dem Ex-Verein

Für Hambüchen sind die Sommerspiele in Rio de Janeiro selbstverständlich der Höhepunkt des Jahres 2016. „Fabian ist immer noch ein Publikumsmagnet“, sagt Albert Wiemers. „Nach den Olympischen Spielen hoffentlich noch mehr als vorher.“ Die Kunstturn-Bundesliga startet wegen des Großereignisses erst am 1. Oktober. Pikanterweise müssen die Hinterländer dann zum Auftakt auswärts bei Hambüchens Ex-Verein MTV Stuttgart antreten, bevor eine Woche später der erste Heimwettkampf gegen Siegen ausgetragen wird.

Laut „Stuttgarter Zeitung“ scheidet der Turnstar nicht nur im Frieden. Auch Unstimmigkeiten mit MTV-Geschäftsführer Karsten Ewald sollen eine Rolle gespielt haben bei der Entscheidung. Ewald habe offenbar nicht gepasst, dass der 28-Jährige seine Trainings- und Wettkampfpläne individuell gestaltet und somit nicht bei jedem Bundesliga-Wettkampf zur Verfügung steht. „Das war kein ausschlaggebender Punkt, das war nur ein Aspekt, der mich vielleicht ein bisschen zum Umdenken bewegt hat“, sagte Hambüchen gegenüber der „Stuttgarter Zeitung“.

Größeren Anteil haben wohl die freundschaftlichen Verbindungen. So trainiert Hambüchen immer noch regelmäßig mit seinem Kumpel Fabian Lotz, mit Moritz Müller und auch mit Philipp Wiemers in Wetzlar. Der Reck-Weltmeister von 2007 kennt viele KTV-Turner schon seit mehr als 20 Jahren.

Zusammen mit Andrey Likhovitskiy soll Hambüchen wieder ein starkes Duo bilden, so dass die Hinterländer ambitioniertere Ziele als den Klassenerhalt ausgeben können. „So wie 2015 gelaufen ist, war es nicht schön“, sagt Trainer Albert Wiemers. „Wir möchten anders aussehen.“ Mehr lässt sich der gewiefte Taktiker nicht entlocken. Wobei die KTV Obere Lahn insgeheim sicher mit der Qualifikation für das Turnfinale liebäugelt.

von Holger Schmidt

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