Volltextsuche über das Angebot:

11 ° / 6 ° Regenschauer

Navigation:
Hambüchen hadert mit der Jury

KTV Obere Lahn Hambüchen hadert mit der Jury

Fabian Hambüchen beschreibt den Wettkampfverlauf mit einem schlichten „schade“. Die KTV Obere Lahn hat das Duell gegen die KTV Straubenhardt mit 33:45 Scorepunkten verloren.

Voriger Artikel
Enttäuschung im Halbfinale: Dolphins unterliegen Saarlouis 64:69
Nächster Artikel
„Hatten ein schlechtes Wochenende“

Fabian Fabian Hambüchen war mit 19 Punkten der beste Turner des Wettkampfs in Straubenhardt.  Einige Wertungen für die Gastgeber waren dem Obere-Lahn-Star aber „suspekt“.war mit 19 Punkten der beste Turner des Wettkampfs in Straubenhardt.  Einige Wertungen für die Gastgeber waren dem Obere-Lahn-Star aber „suspekt“.

Quelle: Benedikt Bernshausen

Der Turnstar der Hinterländer ist unzufrieden mit dem Ergebnis des Bundesligawettkampfs an alter Wirkungsstätte: „Es war klar, dass es hier schwer wird“, sagt Hambüchen, den aber besonders „suspekte Wertungen am Sprung“ ärgern. Dort machten drei Straubenhardter einen Salto in die tiefe Hocke und berührten teilweise mit dem Po den Boden. „Das ist dann ein Sturz, dafür gibt es weniger Punkte“, erklärt Hambüchen.
Tatsächlich hatten die Fehler aber kaum Auswirkungen auf die Bewertung durch das Kampfgericht. Das empfindet auch Andrey Likhovitskiy als „verwunderlich“. Es sei klar gewesen, dass es ein enger Wettkampf werden würde und Obere Lahn auch auf Fehler von Straubenhardt habe hoffen müssen. „Und die haben sie auch gemacht, wurden dafür nicht bestraft“, bemerkt Likhovitskiy, der fair ergänzt: „Aber das kommt im Sport eben vor.“

Landung auf dem Rücken

Noch im Bus hatte Trainer Albert Wiemers die Devise formuliert: „Wichtig ist, dass wir sauber und sicher turnen.“ Doch am ersten Gerät passierten Fehler: Youngster Felix Weber verlor fünf Punkte gegen Nationalturner Thomas Taranu. Danach landete Andreas Bretschneider zwar auf dem Hosenboden und griff zum Abschluss der Übung in die Matte. Doch auch Fabian Lotz setzte sich hin und verstolperte den Abgang. Die ersten Zähler verbuchte Hambüchen, der bei seiner neuen Übung zwar einmal auf dem Rücken landete, doch gegen Lukas Dauser, der allein zweimal aus dem Karo sprang, drei Punkte einsammelte. Eine starke Leistung (14,4) zeigte Yevgen Yudenkov. Jedoch konnte Straubenhardts Dimitry Stolyarov (14,8) die Übung von Biedenkopfs Bestem am Boden noch toppen.
An Straubenhardts „Problemgerät“, dem Seitpferd, holten die Biedenkopfer drei Punkte auf. Wobei Hambüchen fünf Punkte gegen Taranu und Likhovitskiy mit der Bestmarke von 15,25 Punkten ebenso viele gegen Brian Gladow einstrich.

"Da haben wir uns selbst im Weg gestanden"

Ausgeglichen verlief der Wettkampf auch an den Ringen, wo Yudenkov Fokin und Hambüchen Dauser besiegten. Allerdings ärgerte sich Waldemar Schiller über Wackler und einen Absteiger. Fünf Punkte verlor er so er an Ringespezialist Taranu. Zur Pause lag die KTV Obere Lahn mit 19:24 in Rückstand.
In der Vorwoche konnten die Hinterländer beim Sieg über die TG Saar das Blatt in der zweiten Hälfte wenden. Doch diesmal verloren die Gäste am Sprung den Anschluss – was auch an den eingangs erwähnten zweifelhaften Wertungen lag. So gewann Hambüchen nur zwei Punkte gegen Taranu, obwohl dieser patzte. „Ärgerlich! Danach waren wir ziemlich abgeschlagen“, betonte Hambüchen.
Trotzdem gaben beide Riegen weiterhin Vollgas: An den Holmen hielt Hambüchen Dauser in Schach und Jakob Paulicks parierte mit einer lupenreinen Übung die von Taranu. Und während Likhovitskiy Bretschneider zwei Punkte abluchste, verlor Lotz vier Zähler an Fokin, dem Olympia-Dritten von 2008. Am Reck zauberten die „Titanen“ um Lotz, Likhovitskiy und Hambüchen, der gar mit der Tageshöchstschwierigkeit von 7,1 Punkten glänzte. Aber da war der Wettkampf schon entschieden.
Trotz der Niederlage stellte Hambüchen fest: „Es war ein starker Wettkampf. Und hätten wir ohne Fehler geturnt, wäre es auch enger geworden.“ Für einen Moment trauerte Albert Wiemers den verlorenen Punkten am Boden nach. „Da haben wir uns selbst im Weg gestanden“, resümierte der Trainer, der in die Zukunft blickte: „Es wird noch viele interessante Paarungen geben: Welche, die wir gewinnen und welche, die wir verlieren können. Der Zug ist noch nicht abgefahren.“

von Benedikt Bernshausen

Voriger Artikel
Nächster Artikel
De Höhner in der Stadthalle

Kultband „Höhner“ machte Marburg vor 470 begeisterten Fans im Erwin-Piscator-Haus zum Kölner Stadtteil