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Härtetest zum Saisonauftakt

Kunstturn-Bundesliga Härtetest zum Saisonauftakt

Auf die KTV Obere Lahn wartet gleich beim ersten Wettkampf der neuen Saison in der Kunstturn-Bundesliga am Samstag (18 Uhr) in der TG Saar ein echter Prüfstein.

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Die Kulisse in Biedenkopf wird – wie hier bei Thore Gauchs Reckübung zu sehen – wieder beeindruckend sein. Foto: Benedikt Bernshausen

Quelle: Benedikt Bernshausen

Biedenkopf. Für die Stars um Fabian Hambüchen geht es mit einem Heimwettkampf in der Sporthalle der Lahntalschule los. Und es wird sogleich ein Fingerzeig, ob es etwas werden kann mit dem Einzug zumindest ins kleine Finale der Deutschen Turnliga (DTL). „Wir sind kein Abstiegskandidat, werden aber wahrscheinlich auch nicht um die Meisterschaft turnen“, schätzt der KTV-Vorsitzende Philipp Wiemers die Chancen ein. Er findet: Das kleine Finale wäre super, der fünfte Platz gut, ab dem sechsten hätte sich die Mannschaft unter Wert verkauft. Gegner TG Saar, Meister von 2012, dürfte einer der Hauptkonkurrenten um die Plätze drei bis fünf sein.

Der eigene Anspruch sei nicht, jeden Wettkampf zu gewinnen, sondern stets das Beste zu geben. „Und wenn es dann nicht reicht, gehen wir eben als strahlende Verlierer aus der Halle“, betont Wiemers und erinnert an das Finale in Karlsruhe, wo Mannschaft und Fans die Silbermedaille wie einen Sieg gefeiert hatten.

In dieser Saison haben sich die gegnerischen Teams zum Teil stark verändert - was auch an der Auflösung der Turnabteilung des FC Bayern München liegt. Straubenhardt und Stuttgart haben aufgerüstet. Auch die TG Saar hat personell nachjustiert. Im Team um Eugen Spiridonov und Waldemar Eichorn ist der Ukrainer Oleg Wernjajew der neue Star. „Er hat nicht umsonst zwei Weltcup-Turnieregewonnen“, sagt KTV-Trainer Albert Wiemers.

Allerdings hatte es mächtig Wirbel um Wernjajew gegeben. Der ukrainische Star hatte zunächst einen Zweijahresvertrag bei der TG Saar unterschrieben. Kurze Zeit später war er aber von Straubenhardt als Neuzugang vorgestellt worden. Für die Startberechtigung hatten die Baden-Württemberger kurzerhand das Datum der Wernajew-Unterschrift vordatiert.

Die DTL hatte deshalb auch Wernjajews Rolle überprüft. Ergebnis: „Wir haben den Sportler von jeder Schuld freigesprochen“, sagte der DTL-Vorstandsvorsitzende Ralf Neumann gestern auf OP-Nachfrage. Wernjajew habe zweifelsfrei darlegen können, dass die Behauptung Straubenhardts, er habe schon 2013 seine Zusage gegeben, nicht zutreffend sei. „Es ist daher unsere Pflicht, den Turner vor dem Ligastart zu entlasten“, sagte Neumann. Es kann also zum Duell des Weltcup-Zweiten gegen Hambüchen kommen.

Die Saarländer gaben sich schon im Vorfeld der Entscheidung selbstbewusst. „Wir sind stärker als in der vergangenen Saison. Der Einzug ins Endturnier ist das Ziel“, wird Trainer Viktor Schweizer von der „Saarbrücker Zeitung“ zitiert.

Auch die Biedenkopfer werden morgen wohl mit einem Ukrainer turnen. Yevgen Yudenkov, der den vom spanischen Verband nicht freigegebenen Fabian Gonzalez ersetzen soll, wird Andrey Likhovitskiy auf der Ausländerposition unterstützen. Jakob Paulicks, Neuzugang vom FC Bayern, wird sein Debüt geben und den wegen seiner Ski-Freestyle-Aktivitäten verhinderten Felix Wiemers vor 1500 Zuschauern vertreten.

von Benedikt Bernshausen und Holger Schmidt

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