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Gutes Spitzenspiel findet keinen Sieger

Fußball-Verbandsliga Gutes Spitzenspiel findet keinen Sieger

Mit einem leistungsgerechten 1:1 trennten sich die Sportfreunde Blau-Gelb Marburg und der SV Zeilsheim am Sonntag vor 220 Zuschauern im Verbandsliga-Spitzenspiel.

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Marburgs Maximilian Wiessner (rechts) wird vom Zeilsheimer Tetsu Horiuchi am Arm festgehalten. Der Blau-Gelb-Stürmer erzielte die 1:0-Führung für seine Mannschaft.

Quelle: Miriam Prüßner

Marburg. Als der gut leitende Unparteiische Pascal Loschke (Kassel) gestern am Zwetschenweg abpfiff, konnte man so manchem Marburger die Enttäuschung über die letztlich verdiente Punkteteilung im Gesicht ablesen. „Ich finde es schön, dass die Jungs mit dem Unentschieden nicht zufrieden sind. Ich allerdings bin zufrieden, weil die Zeilsheimer phasenweise einfach auch sehr gut gespielt haben“, erkannte SF-BG-Interimstrainer Mirko Gut an.

„Mir hat es Spaß gemacht, solch ein Spiel als Trainer begleiten zu dürfen“, sah Zeilsheims Coach Sascha Amstätter „ein Spiel auf sehr hohem Niveau“. Und der Ex-Profi hatte Recht. Denn mit dem Anpfiff zeigten beide Teams sehr ansehnlichen Fußball. Taktisch äußerst diszipliniert gingen die Kontrahenten zu Werke, weshalb Torchancen im ersten Durchgang zunächst Mangelware blieben.

Die beste Möglichkeit bot sich Christoph Weidenhausen: Der Interimstrainerkollege von Mirko Gut, der in einer diszipliniert verteidigenden SF-BG-Mannschaft in der Innenverteidigung neben Jonas Herberg einen sehr ordentlichen Job verrichtete, köpfte den Ball nach einem Eckball an die Latte (30.). Erfolgreicher war Maximilian Wiessner, der nach einer Freistoßflanke von Keeper Dusan Olujic und von Sturmpartner Jan Löwer bedient aus halbrechter Position aus zehn Metern halbrechter Position mit einem trockenen Flachschuss zur Marburger Führung traf (36.).

Haberzettl fordert mehr Engagement

„Gerade in der zweiten Halbzeit ließen wir den Ball gut laufen“, stellte Amstätter fest. Hatte sich seine im ersten Abschnitt nur optisch überlegene Elf noch dem ein oder anderen unsauber ausgespielten Konter der Gastgeber erwehren müssen, so nahm der SV mit dem Wiederanpfiff merklich das Heft in die Hand. „Wir brauchen wieder ein bisschen mehr“, forderte Marburgs Clemens Haberzettl seine Mitspieler in der 56. Minute zu mehr Engagement auf.

„Zeilsheim hat eine riesige Qualität, das haben wir gerade in der zweiten Halbzeit spüren dürfen. Die haben auch von der Bank super nachlegen können“, hatte Gut nicht nur Lob für den Gegner, sondern auch für seine eigene Elf übrig: „Wir haben alles reingeschmissen, gut verteidigt und hatten auch ganz gefährliche Aktionen, die wir leider nicht konsequent ausgespielt haben.“ Konsequent ging Raffael Grigorian beim Ausgleichstreffer zu Werke.

Kokolo Baku ließ Jean Michel Kleemann, der ab der 36. Minute den am Oberschenkel verletzten Leon Sinkel ersetzte, an der Eckfahne ins Leere laufen, und bediente Grigorian, der etwa aus gleicher Position wie zuvor Wiessner zum 1:1 abschloss (65.). In der Folge scheiterten Löwer (70.) und Weidenhausen (78.) mit sehr guten Torchancen an SV-Keeper Dominik Reining, - auf der Gegenseite war Olujic gegen Ahmet Gök in höchster Not zur Stelle (74.).

Zwar warfen die Platzherren noch mal alles in die Waagschale, nachdem Zeilsheims Michael Seidelmann binnen weniger Sekunden wegen Meckerns die Gelb-Rote Karte gezeigt bekam (85.) - wenngleich dieser am Seitenrand gegenüber seinem Coach beteuerte: „Ich schwöre, dass ich nichts gesagt habe!“ Zählbares kam für die Blau-Gelben aber nicht mehr heraus.

von Marcello Di Cicco

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