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Guter Start, gutes Ende, aber nur Remis

Fußball-Hessenliga Guter Start, gutes Ende, aber nur Remis

Stadtallendorf muss weiter auf den ersten Auswärtssieg warten. Im Frankfurter Stadtteil Oberrad kam die Elf von Trainer Dragan Sicaja nicht über ein 1:1 hinaus.

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Stadtallendorfs Felix Erben (rechts) im Kopfballduell mit Oberrads Ömer Dursun. Foto: Marcello Di Cicco

Stadtallendorf. Mit einem Remis trennten sich am Samstag nicht nur die Mannschaften der SpVgg Oberrad und der Stadtallendorfer Eintracht. Auch zwischen den Trainern der beiden Klubs stand es nach dem unterhaltsamen und kampfbetonten Aufeinandertreffen unentschieden - zumindest in Sachen Emotionen.

Als die Eintracht nach einer schönen Hereingabe von Laurin Vogt durch Felix Erben, der das Leder am langen Pfosten im Tor unterbrachte, verdient in Führung ging (20.), war dies eine Phase, in der SpVgg-Trainer Mustafa Fil ein ums andere Mal der Kragen platzte. „Stadtallendorf war in den ersten 30 Minuten stark - sogar zu stark. Wir haben es nicht verstanden, die Passwege zuzustellen, haben im Mittelfeld keinen Zugriff bekommen und defensiv sehr schlecht gearbeitet“, monierte Fil, der bereits nach 35 Minuten mit einem Doppelwechsel reagierte, in der obligatorischen Pressekonferenz.

Spätestens mit der Auswechslung endete eine Phase, in der die Gäste nach einem hektischen Beginn dem Aufsteiger den Schneid abgekauft hatten, in dem sie schnörkellos nach vorne kombinierten und im Mittelfeld viele Ballgewinne für sich verzeichneten. „Die erste halbe Stunde ist vielleicht insofern zu gut gelaufen, als dass wir gedacht haben, es wird ein Selbstläufer“, mutmaßte Stadtallendorfs „Sechser“ Kevin Bartheld, warum sich sein Team fortan gegen kämpferisch alles aufbietende und in der Offensive immer brandgefährliche Platzherren schwertat.

„Oberrad hat gute Kopfballspieler. Da muss man solch dumme Fouls vermeiden. Da haben wir gepennt“, spielte Bartheld insbesondere auf die Szene an, die kurz vor der Pause zum inzwischen verdienten Ausgleich führte. Eine Freistoßflanke von der rechten Strafraumgrenze verlängerte Dennis Abendroth über TSV-Keeper Stephen Jäckel, der zuvor mit zwei Glanztaten einen Rückstand verhindert hatte (26., 37.).

„Wir haben in den ersten 30 Minuten überragend Fußball gespielt. Leider haben wir es verpasst, rechtzeitig das ein oder andere Tor zu schießen. Der Gegner blieb so immer im Spiel. Dann haben wir dem Gegner auf ganz naive Weise zwei Freistöße geschenkt, und in dieser einen Situation haben wir ganz schlecht verteidigt“, meinte Dragan Sicaja. Der Eintracht-Trainer hatte seine Elf vor dem Gegentor noch lautstark gestikulierend zur Konzentration ermahnt und sank direkt nach dem Gegentreffer zu Boden und entlud seinen Ärger, indem er mehrfach wutentbrannt mit der Hand auf den neuen Kunstrasen im Frankfurter Stadtwald schlug.

„Das 1:1 fiel zum ungünstigsten Zeitpunkt. Das war schon bitter“, ärgerte sich auch TSV-Torhüter Stephen Jäckel. Dem Wiederanpfiff folgte etwa zehn Minuten später aufgrund eines aufziehenden Gewitters mit Starkregen und Blitzschlägen der Wiederabpfiff des manchmal etwas kleinlich pfeifenden Simon Heß (Heppenheim). „Die Unterbrechung kam Oberrad gelegen, denn die waren konditionell tot. Dadurch haben sie wieder etwas Power gekriegt“, meinte Jäckel, dessen Teamkollegen nach einer knapp 20-minütigen Zwangspause dennoch zusehends das Kommando übernahmen.

SpVgg-Schlussmann Marc Peter rettete sein Team gegen den anstürmenden TSV mit zwei Glanzparaden. Er neutralisierte sowohl Ariel Szymanski Freistoßhammer (70.) als auch eine gut platzierte Bogenlampe von Dominik Völk in den Winkel (87.). „Am Ende hat Oberrads Torwart überragend gehalten“, zollte Jäckel seinem Gegenüber großen Respekt.

von Marcello Di Cicco

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