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Großer Klub ist zu Gast im kleinen Dorf

Fußball, Verbandsliga Nord Großer Klub ist zu Gast im kleinen Dorf

Zweimal wurde die Partie schon verschoben. Am Mittwoch um 18.30 Uhr ist es endlich so weit: In Borussia Fulda gibt die Übermannschaft der Verbandsliga Nord ihr Gastspiel beim TSV Mengsberg.

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Auf Maximilian Krähling (oben, hier gegen Bad Hersfelds Fabian Kallée) und die Mengsberger Abwehr dürfte morgen gegen Borussia Fulda viel Arbeit zukommen.

Quelle: Nadine Weigel

Mengsberg. „Wir fahren sicher nicht dorthin, um unentschieden zu spielen.“ Wirklich verwundern mag diese Aussage von Fuldas Sportmanager Sebastian Möller nicht. Schließlich ist die Ausgangslage vor dem Aufeinandertreffen des Tabellenführers und des Liga-15. so, „als würde der FC Bayern nach Paderborn fahren“, vergleicht es Mengsbergs Coach Mario Selzer.

22 Siege, vier Unentschieden, eine Niederlage, beste Offensive, beste Defensive - angesichts dieser beeindruckenden Bilanz warten Beobachter nur darauf, dass der ehemalige Regionalligist aus Osthessen die Meisterschaft perfekt macht. Bereits morgen Abend könnte es in Mengsberg so weit sein.

Denn gewänne der finanziell potente Klub aus der Domstadt im kleinen Dorf des Marburger Ostkreises, stünde das Team um Trainer und Ex-Eintracht-Frankfurt-Profi Oliver Bunzenthal als Meister der Nord-Staffel fest.

Selzer sieht diesen Umstand für seine Elf allerdings keineswegs als Nachteil. „Die Fuldaer haben den Druck, schließlich wollen die alles klar machen. Das kann schon mal in die Hose gehen“, weiß der Übungsleiter aus eigener Erfahrung. „Wir sollten dieses Spiel von der ersten bis zur letzten Sekunde genießen. Schließlich wird es in den nächsten 20 Jahren wohl nicht mehr zu diesem Spiel kommen“, weiß der TSV-Übungsleiter, dass es die Borussen wieder in höhere Spielklassen zieht.

"Wir haben keinen Druck, zu siegen"

„Wir haben in den vergangenen Spielen schon etwas experimentiert. Es wird sicher kein langweiliges Spiel. Auswärts treffen wir meist auf engagierte Gegner, und die Zuschauer bringen oft zusätzlich Hitze in die Partien“, erwartet Möller keinen Selbstläufer. Fehlen wird dem Liga-Primus wohl der beruflich verhinderte Keeper Tobias Wolf, für den Daniel Freidhof zwischen die Pfosten rücken würde. „Unsere Bank ist durchweg gut besetzt“, ist dem SC-Sportmanager keineswegs Bange, sollte es weitere Ausfälle geben.

„Wir müssen uns einfach so verkaufen, wie wir uns die vergangenen zwei Wochen verkauft haben. Wir haben keinen Druck, zu siegen“, meint Selzer - trotz der sportlich prekären Lage im Tabellenkeller.

Apropos prekäre Lage: Sorgen bereitet dem TSV-Coach die zuletzt so starke Innenverteidigung. Daniel Hainmüller fällt wegen eines Hexenschusses aus; hinter dem Einsatz des zweiten Innenverteidigers, David Fitzke (Prüfung), steht ein großes Fragezeichen. Da auch der noch verletzte Mike Kleinmann und der rot-gesperrte Dardan Rama keine Optionen sind, dürfte Maximilian Krähling ins Abwehrzentrum rücken. Aufgrund von Leistenbeschwerden ist auch der Einsatz von Mengsbergs Offensivkraft Philipp Kloske mehr als fraglich.

von Marcello Di Cicco

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