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Glück ist KTV Obere Lahn nicht hold

Kunstturn-Bundesliga Glück ist KTV Obere Lahn nicht hold

Mit einer 31:45-Niederlage beim MTV Stuttgart ist die Kunstturnvereinigung (KTV) Obere Lahn in die neue Saison der Bundesliga gestartet.

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Artur Davtyan von der KTV Obere Lahn – hier bei einer Übung an den Ringen – bot in Stuttgart eine solide Leistung.

Quelle: Michael Hoffsteter

Stuttgart. Knapp verloren ist auch verloren! Dennoch ist die Niederlage der KTV Obere Lahn, die in Stuttgart vor 250 Zuschauern ohne ihren Olympiasieger Fabian Hambüchen angetreten war, kein Beinbruch. Mit ein wenig Glück wäre gar ein Sieg möglich gewesen.

„Wir haben schwach begonnen, und sind dann der Führung der Gastgeber hinterher gelaufen. Das macht es natürlich nicht einfach für den weiteren Verlauf des Wettkampfes“, sagt KTV-Trainer Albert Wiemers. Am Boden und Seitpferd lief es nicht wie erhofft. Nick Klessing hatte eine Bahn nicht sauber in den Stand geturnt. Ähnlich erging es Ruben Lopez. Andererseits hatte Routinier Waldemar Schiller seine Übung aus strategischen Gründen clever umgestellt und so dazu beigetragen, dass das Ergebnis am Boden mit 7:8 (52,90:53,60) aus Sicht der Gäste nur so knapp verloren ging.

„Am Seitpferd haben wir uns eigentlich ganz ordentlich verkauft, aber aus dem erhofften Sieg an diesem Gerät wurde nichts“, sagt Wiemers, „wir haben uns selbst im Weg gestanden.“ Der sonst so sichere Fabian Lotz habe absteigen müssen, und auch bei Sebastian Quensell sei es nicht so recht gelaufen. Der Rückstand wuchs nach dem 0:14 deutlich an.

Moritz Müller reißt das Handschutzleder

„Erst an den Ringen haben wir haben wir zu unserer normalen Wettkampfstärke zurückgefunden“, betont der Coach. Allerdings war auch diesmal das Glück den Gästen nicht hold. Der 17-jährige Moritz Müller hatte zwei Elemente seiner Übung geturnt, als ihm das Handschutzleder riss. Er musste das Gerät verlassen, um sich Ersatz zu beschaffen. Immerhin brachte er mit den nicht eingeturnten Riemchen seine Übung zu Ende, um das Mannschaftsergebnis nicht zu gefährden. Ein großes Kompliment verdiente sich Jugend-Europameister Nick Klessing, der 14,95 Punkte erturnte und vier Scorer-Punkte verbuchte. Schließlich gewann die KTV die Ringe mit 9:5.

Der Sprung ging mit 5:7 verloren. „Es ging sehr eng zu“, sagt Wiemers, „die höchste Wertung erhielt Artur Davtyan mit 15,25 Punkten.“ Auch am Barren kämpfte die KTV vorbildlich, unterlag jedoch 3:4 (55,45:55,70). Ruben Lopez hatte beim Abgang seiner spektakulären Übung auf den Boden greifen müssen. Sonst wäre der Gerätegewinn möglich gewesen.

Am Reck hatten die Gäste die Hoffnung, die Nase vorn zu haben. Es sollte ihnen nicht vergönnt sein. Immerhin reichte es zu einem 7:7.  „Ruben Lopez hätte aus meiner Sicht im Kampf gegen Felix Pohl etwas mehr für seinen Sieg verdient gehabt“, sagt Wiemers.

Am Samstag präsentiert sich die KTV in eigener Halle in Biedenkopf (18 Uhr, Einturnen ab 17 Uhr) gegen Mohnheim.

von Bodo Ganswindt

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