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Lokalsport Erfolgsdruck lastet auf den Mercenaries
Sport Lokalsport Erfolgsdruck lastet auf den Mercenaries
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00:16 28.08.2018
Sprung zum Gegner: Kristof Szakacs (Mitte, von den Mercenaries) gegen Philipp Vinzenz (Frankfurt Universe). Quelle: Thorsten Richter
Marburg

Mercenaries-Head-Coach Dale Heffron will nach Absprache mit seinem Trainerstab einen Schlussstrich unter das Marburger Quarterback-Dilemma ziehen: Er legt die Geschicke der Offensive in die Hände von Zac Cunha. „Wir werden am Sonntag Gewissheit darüber haben, wer in den restlichen Spielen unser Quarterback sein wird. Gegen Stuttgart muss ein Sieg her“, erklärt der Trainer.

Cunha erhält somit gegen die Stuttgart Scorpions den Vorzug vor Silas Nacita und Alexander Thury und kriegt das Vertrauen in einer Situation ausgesprochen, in der der Druck kaum größer sein könnte. „Die Position des Quarterbacks ist mit viel Druck verbunden. Dem muss man gewachsen sein“, sagt Heffron, der ehemalige Profi-Quarterback.

Patrick Griesheimer: „Wir müssen dieses Spiel gewinnen“

Seit vier Partien ist Marburg sieglos. Den letzten Erfolg gab es im Juni. Drei Spiele bleiben den „Söldnern“ noch. Sie belegen mit fünf Siegen und sechs Niederlagen Rang vier, der letzte Playoff-Rang, müssen die fünftplatzierten Munich Cowboys auf Distanz halten und wollen gleichzeitig den Allgäu Comets, die Platz drei innehaben, die Position streitig machen.

Die beiden Teams aus Bayern haben eine Niederlage beziehungsweise einen Sieg mehr auf dem Konto als die „Mercs“. Nun schlägt das Tabellenschlusslicht der Gruppe Süd in Marburg auf. „Wir müssen dieses Spiel gewinnen“, bläst Offensive Coordinator (OC) Patrick Griesheimer ins gleich Horn wie Heffron. Doch der Cheftrainer hebt mahnend den Finger.

Scorpions schlugen Marburg-Besieger

Die Stuttgart Scorpions auf die leichte Schulter zu nehmen, verbittet er sich. „Stuttgart hat mehrere Spiele mit nur einem Touchdown Unterschied verloren. Außerdem haben sie die Munich Cowboys geschlagen“, unterstreicht Heffron. Gegen die Cowboys unterlagen die „Mercs“ vergangenes Wochenende 17:45 (wir berichteten)! Zumal die Partie im Georg-Gaßmann-Stadion für die „Skorpione“ ein Showdown ist. Verlieren sie, können sie den letzten Platz nicht mehr verlassen.

Dementsprechend unnachgiebig dürften ihre Anstrengungen sein, mit einem Sieg heimzukehren. Griesheimer verrät indes, dass die Marburger Offensive primär im Passspiel Erfolg haben soll. „Stuttgarts Cornerbacks sind angreifbar. Aber natürlich müssen wir Zac auch die nötige Zeit zum Werfen verschaffen. Wir haben uns einiges ausgedacht“, vermeldet der OC.

Sam Weiss warnt vor Stuttgarts Richard Samuel

Doch auch das Stuttgarter Passspiel könnte einen Tag zum Wohlfühlen haben. Die Secondary der Hausherren geht nämlich am Stock, ist ein von mehreren verletzungsbedingten Ausfällen gezeichneter Flickenteppich. Der US-Amerikaner Neal Howey, eigentlich Linebacker, werde laut Heffron als Safety auflaufen, um tiefen Pässen der Scorpions den Garaus zu machen.

Dabei liegt der Fokus vor allem auf einem Wide Receiver, der die unerfahrenen Cornerbacks der „Söldner“ quälen will. „Wir müssen besonders auf Richard Samuel aufpassen. Er ist schnell, kann uns sehr wehtun“, sagt Defensive Coordinator Sam Weiss.

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von Benjamin Kaiser