Volltextsuche über das Angebot:

15 ° / 13 ° Regen

Navigation:
Geht Armin Veh jetzt zu Schalke?

Fußball, Eintracht Frankfurt Geht Armin Veh jetzt zu Schalke?

Armin Veh verlängert seinen Vertrag, der am Saisonende ausläuft, nicht. Die oberhessische Presse befragte Marburger Passanten und ausgewiesene Eintracht-Frankfurt-Fans zu ihrer Sicht der Dinge

Voriger Artikel
Stadtallendorf macht aus 0:2 noch ein 4:2
Nächster Artikel
Schlussviertel gibt den Ausschlag

Werner Fleckna vom Eintracht-Frankfurt-Fanclubs „Adlerhorst“ hat die Entscheidung von Armin Veh erwartet.

Quelle: Archivfoto

Marburg. ,,Für die Eintracht aus Frankfurt ist es schade, dass Armin Veh sie verlässt. Aber ich finde es gut, dass es zu diesem Zeitpunkt bekanntgegeben worden ist“, sagt Ralf Sperling aus Michelbach, der gebürtig aus dem Ruhrpott stammt, und fügt hinzu: ,,Es könnte gut sein, dass er jetzt zu Schalke geht, da Jens Keller dort wohl doch nicht der Richtige ist.“

Für Thomas Ester war die gestrige Meldung keine Überraschung: ,,Das war doch vorhersehbar. Aus dieser Mannschaft ist nicht mehr herauszuholen. Armin Veh würde immer an den Erfolgen der letzten Bundesligarunde gemessen werden.“

Eintracht-Fan Helmut Wenzel bedauert die Entscheidung Vehs, den auslaufenden Vertrag nicht verlängern zu wollen: ,,Meiner Meinung nach war Armin Veh ein guter Trainer, und ich hätte es gut gefunden, wenn er geblieben wäre. Auch wenn es im Moment nicht so gut läuft wie vielleicht im vergangenen Jahr, wird es auch wieder aufwärts gehen, denn Pechsträhnen gibt es immer mal wieder. Zumal für mich Tore immer noch auf dem Feld geschossen werden. Da können wir wirklich froh sein, dass die Eintracht vorne einen Alexander Meier hat. Aber wie man weiß, werden Trainer immer noch an Erfolgen gemessen. Deshalb hoffe ich, dass wir wieder eine kleine Serie starten können.“ Einen Wunschtrainer für die Eintracht gebe es für ihn im Moment nicht.

Werner Fleckna vom Vorstand des Eintrach Frankfurt Fanclubs „Adlerhorst“ Stadtallendorf zeigt sich von der Entscheidung Vehs keineswegs überrascht: ,,Ich habe damit gerechnet. Veh wollte sich immer frühzeitig auf eine weitere Verlängerung des Vertrags festlegen, und diese wurde nun kommentarlos verschoben. Der Zeitpunkt der Bekanntgabe ist für alle Seiten fair. Eintracht Frankfurt hat nun genug Zeit, sich nach einem anderen Trainer umzuschauen.“ Die Meldung, er habe der Mannschaft seine Entscheidung vor dem wichtigen Spiel gegen Stuttgart mitgeteilt, treffe nicht zu. ,,Das hätte auch nicht zu ihm gepasst“, sagt Fleckna. ,,Zu Beginn seiner Zeit in Frankfurt war ich ein wenig skeptisch, doch das war nur der erste Eindruck. Er ist ein Typ, der immer locker herüberkommt und für ein Scherz offen ist. Als Trainer bei Eintracht Frankfurt hat er das Beste aus den gegebenen Möglichkeiten gemacht, wobei ihm auch alle Wunschspieler, die in den Budgetrahmen passten, präsentiert wurden. Den derzeitigen Tabellenplatz macht Fleckna nicht am Trainer fest. „Dafür gibt es andere Gründe, unter anderem dauerverletzte Spieler.“ Als zukünftigen Trainer könne er sich Sascha Lewandowski gut vorstellen, der momentan im Jugendbereich von Bayer Leverkusen tätig ist.

Benno Moderer hingegen findet es traurig, dass Veh die Mannschaft verlässt: ,,Er ist ein Trainer, der immer seine eigene Meinung hat und auf dem Boden der Tatsachen bleibt.“

Auch Heinrich Fink findet es schade, doch meint er: ,,Da kann man wohl nichts dagegen tun.“

von Till Strohriegel

Ein Kommentar von Frank Steinhoff-Wolfart zu Vehs Abgang:

Unprofessionell
Nur intern war bislang bekannt, was (noch) nicht bekannt werden sollte: Armin Veh verlässt die Frankfurter Eintracht im Sommer. Das bestätigten der 53-Jährige und die Vereinsverantwortlichen am Montag auf einer eilig einberufenen Pressekonferenz. Zu einem Zeitpunkt, der mindestens genauso ungünstig war, wie er es vor zwei Monaten gewesen wäre, als noch niemand an die Öffentlichkeit ging. Schließlich steckt die Eintracht auch nach dem Zittersieg gegen den VfB Stuttgart noch mitten im Kampf um den Klassenerhalt. Veh hat sich in den drei Jahren bei der Eintracht mit dem Wiederaufstieg und dem Einzug in die Europa League unbestreitbar Meriten erworben. Der Augsburger sieht aber auch, was durch die Rahmenbedingungen in Frankfurt möglich ist und was nicht. Nun ist es sein gutes Recht, die Fühler nach einem Verein auszustrecken, mit dem er höhere Ziele erreichen kann. Das ist professionell. Anders als die Begleitumstände am Montag.     

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
Fußball
Trainer Armin Veh (l) erklärt, dass er die Eintracht verlässt.

Trainer Armin Veh wird Eintracht Frankfurt am Saisonende aufgrund der seiner Meinung nach fehlenden sportlichen Perspektiven verlassen. "Sie versuchen hier alles und machen auch alles, um die Eintracht in der Liga zu etablieren.

  • Kommentare
mehr
../dpa-ServiceLine-images/large/urn-newsml-dpa-com-20090101-170707-99-155169_large_4_3.jpg
Fotostrecke: Wie werde ich Sounddesigner/in?