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Geben die Mercenaries den Spielverderber?

German Football League Geben die Mercenaries den Spielverderber?

Für die Marburg Mercenaries ist die Saison gelaufen. Für den Gegner geht es noch um die Chance auf die Playoffs. Die Vorzeichen sprechen also für die Stuttgart Scorpions.

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Holt Claiborne (Mitte) hat selten so viel Zeit zum Werfen wie in dieser Szene.Foto: Michael Hoffsteter

Quelle: Michael Hoffsteter

Marburg. Vor heimischer Kulisse dürfte es den Stuttgartern am Samstag (18 Uhr) an Motivation nicht mangeln. Die Scorpions haben sechs Siege und sieben Niederlagen auf dem Konto und bestreiten gegen die „Mercs“ ihr letztes Saisonspiel. Wenn die Hausherren ihre Hoffnungen auf eine Playoff-Teilnahme aufrecht erhalten wollen, dann müssen sie die Marburger schlagen und hoffen, dass ihr direkter Konkurrent im Kampf um den letzten Playoff-Platz, die Saarland Hurricanes, einen Tag darauf bei den Allgäu Comets verliert.

Die Marburger bekommen es bei ihrem letzten Auswärtsspiel der Saison also mit einem Team unter Zugzwang zu tun, und Motivation ist anscheinend eher bei den „Söldnern“ ein Problem.

Davon kann Defensive Coordinator Sam Weiss ein Lied singen. „Wir können nicht mehr auf den letzten Platz abrutschen und nach oben geht auch nichts mehr“, erklärt der tonangebende Mann in der Verteidigung den mangelnden Einsatz bei manchen Spielern. Unterm Strich stehen zwei Siege und der siebte Tabellenplatz.

Hungrig waren die Marburger im Hinspiel gegen die Stuttgarter. Die Erinnerungen an das Spiel sollten Zuversicht im „Söldnerlager“ verbreiten, auch wenn es eine Niederlage setzte. Stuttgart war den Mercenaries in fast allen Belangen unterlegen. Dennoch gewannen die Gäste das Spiel 30:14. Es waren haarsträubende Fehler in Offensive und Defensive der „Mercs“, die den „Skorpionen“ den Weg zum Triumph ebneten. Der Stachel sollte bei Marburg aber nicht mehr tief sitzen, das Spiel ist mehr als zwei Monate her.

Mängel sind noch nicht behoben

Die damaligen Mängel haben die „Söldner“ bisher aber noch nicht beheben können. Das beginnt bei Quarterback Holt Claiborne, der auch auf der Zielgeraden der Saison seine Receiver zu selten mit Bällen füttert. Er hat das Feld nicht gut im Blick und aufgrund der unerfahrenen und daher porösen Offensive Line nur wenig Zeit zum Werfen.

Vor einer Woche ließ Head Coach Matthias Dalwig durchblicken, Running Back Silas Nacita auf die Quarterback-Position zu stellen und Claiborne als Receiver aufzustellen. Das wäre eine mögliche Option für Samstag.

Fakt ist jedenfalls, dass die Marburger gerade gegen die Stuttgarter Defensive einen passablen Luftangriff brauchen. Denn mit 4,1 Yards pro gegnerischem Lauf rangiert die Laufverteidigung der „Skorpione“ im oberen Drittel der GFL.

Aufseiten der Stuttgarter ist die Passoffensive das Prunkstück. Rund zehn Punkte und 100 Yards erzielt Stuttgarts Angriff pro Spiel mehr als Marburgs Offensivabteilung. „Der Quarterback und die Wide Receiver sind gut eingespielt“, informiert Sam Weiss. Eine Stärke, von denen die Scorpions Gebrauch machen. Mit 409 Pässen in 13 Spielen hat Shane Carden bisher die zweitmeisten Würfe in der GFL versucht und zeichnet pro Spiel für rund 240 Yards verantwortlich - ebenfalls der drittbeste Ligawert. Auf Marburgs Passverteidigung kommt also viel Arbeit zu.

von Benjamin Kaiser

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