Menü
Oberhessische Presse | Ihre Zeitung aus Oberhessen
Anmelden
Lokalsport Top-Defensive trifft auf Top-Stürmer
Sport Lokalsport Top-Defensive trifft auf Top-Stürmer
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
13:46 11.03.2018
Felix Baum (Mitte) war von Lorenz Purbs (links) und dem VfB Marburg nicht in den Griff zu bekommen. Breidenbachs Torjäger traf beim 3:2-Sieg seines Teams zweimal. Quelle: Michael Hoffsteter
Marburg

Dass die Marburger mit Rang zwölf den letzten definitiven Nicht-Abstiegsplatz belegen, liegt sicher nicht an ihrer Defensive. Nach 19 Spielen hat der VfB lediglich 24 Tore kassiert – drittbester Ligawert. Diese Top-Defensive bekommt es nun zum zweiten Mal in dieser Saison mit einem Top-Stürmer zu tun.

Breidenbachs Felix Baum hatte mit zwei Treffern maßgeblichen Anteil am 3:2-Hinspielsieg. Einige Trainer haben ihn als „komplettesten Stürmer“ der Klasse bezeichnet. Diese Einschätzung weist der VfB-Coach Thomas Vollmer nicht von der Hand. „Das kann schon sein, weil er extrem torgefährlich ist. Er ist sehr kopfballstark, hat ein starkes Stellungsspiel und ist noch dazu beidfüßig“, bewertet Vollmer. Allerdings spielt Marburg gegen den FV Breidenbach, nicht gegen den „FV Baum“. „Die haben noch andere Spieler, wie Yanik Berberich, die Tore schießen können und sind vor allem bei Standardsituationen sehr gefährlich“, warnt Vollmer davor, sich auf Breidenbachs Torjäger zu versteifen.

Vollmer hofft auf schnelle Integration der Neuen

Sechs Punkte Vorsprung hat der VfB auf den 13. Platz, der erste potenzielle Abstiegsplatz, und visiert Heimsieg Nummer vier an. Dabei muss der Coach allerdings auf den verletzten Fabian Mendack verzichten. Mit Fabian Schmidt und Dominik Karge stehen zwei weitere defensive Mittelfeldspieler auf der Kippe. „Da müssen wir möglicherweise ein wenig improvisieren“, gesteht Vollmer. Dank der Verpflichtung von Andreas Schäfer und der Rückkehr des langzeitverletzten Ngolo Ouattara hat er jedoch im Gegensatz zur Hinrunde aber mehr Optionen im Mittelfeld.

Mit Neuzugang Jean-Claude Günther steht ihm außerdem zum ersten Mal seit dem Weggang von Ahmet Marankoz im Spätsommer letzten Jahres ein waschechter Stürmer zur Verfügung. Doch wie alle personellen Änderungen dürfte die Integration der neuen Spieler ein wenig Zeit benötigen. Laut Vollmer allerdings nicht allzu lange. „Es ist ja nicht so, als ob wir ein halbes Dutzend neuer Spieler haben. Das sind vielleicht zwei oder drei, die in die Startformation rücken“, erklärt er. Außerdem sei er mit den Vorbereitungsspielen unterm Strich sehr zufrieden gewesen. Der VfB scheint gewappnet.

Winkler: Erst einmal unser Tor absichern

„Marburg hat sich für die Restrunde enorm verstärkt und wird sich mit Sicherheit nicht mit dem elften Tabellenplatz zufrieden geben. Ich denke, dass der VfB als Favorit in diese Partie gehen wird, gerade wegen dieser Winterverstärkungen“, glaubt Breidenbachs scheidender Coach Frank Winkler vor dem Derby. „Zumal die Marburger in der Vorbereitung viel bessere Bedingungen hatten. Wir dagegen konnten kaum auf unserem Platz trainieren und haben viel die Umgebungen erkundet. Von daher freuen wir uns in erster Linie darauf, dass wir am Sonntag wieder auf dem Platz Fußball spielen können. Für mich ist es noch ein Vorbereitungsspiel“, ergänzt der Wetteraner.

Bis auf Philip Willershausen, der erst ab April wieder zur Verfügung stehen wird, und dem Langzeitverletzten Yannik Jung können die Perftaler personell aus dem Vollen schöpfen. „Wir müssen erst einmal schauen, dass wir unser Tor absichern, in unser Spiel reinfinden und dann nach vorne unsere Qualitäten, die wir mit Berberich und Baum durchaus haben, auf den Platz bringen und etwas Zählbares mit nach Hause nehmen“, fordert der frühere Vollblutstürmer beim VfB Wetter von seiner Offensivabteilung.

  • Verbandsliga Mitte: FV Biebrich - SG Kinzenbach, SSV Langenaubach - SV Zeilsheim, FC Waldbrunn - Germ. Schwanheim, SG Oberliederbach - FC Dorndorf, Viktoria Kelsterbach - SF BG Marburg, TSV Bicken - FSV Braunfels (alle So., 15 Uhr), FC Eddersheim - TuS Dietkirchen, VfB Marburg - FV Breidenbach (beide So., 15.30 Uhr).

von Benjamin Kaiser
 und Herbert Lenz