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Lokalsport Eintracht empfängt Samstag den Meister
Sport Lokalsport Eintracht empfängt Samstag den Meister
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00:21 25.02.2019
Kapitän Kevin Vidakovics (im letzten Testspiel) trifft am Samstag mit Stadtallendorf zum Restrundenauftakt auf den 1. FC Saarbrücken. Quelle: Thorsten Richter
Stadtallendorf

Für beste Rahmenbedingungen für das Fußballfest dürfte gesorgt sein: Sonnenschein und milde Temperaturen sind für Samstag vorhergesagt. Dazu hofft Saarbrückens Sportlicher Leiter Marcus Mann im Gespräch mit der OP, dass „600 bis 700 Fans“ des FCS die Reise aus der saarländischen Hauptstadt nach Mittelhessen antreten, um den Tabellenzweiten bei der Wiederaufnahme im Kampf um den Aufstiegsplatz lautstark zu unterstützen.

„Wir hatten eine gute Vorbereitung mit guten Spielen“, sieht Stadtallendorfs Routinier Daniel Vier sein Team für den Neustart gewappnet – und hofft, „dass wir den Gegner vielleicht überraschen können“. Von der Papierform her ist der FCS angesichts des mit (ehemaligen) Profispielern gespickten Kaders und des größeren Etats klarer Favorit, aber: „Wenn man gegen solche Gegner etwas holen kann, dann am ersten Spieltag. Das weiß unsere Mannschaft auch“, verrät Vier.

Allzu viel Hoffnung, dass der ehemalige Bundesligist – ähnlich wie am ersten Spieltag gegen den FSV Frankfurt (0:3) – patzt, will Mann den Stadtallendorfern indes nicht machen, denn: „Uns ist bewusst, dass wir nicht viele Punkte liegenlassen dürfen, wenn wir oben noch rankommen wollen – egal, gegen welchen Gegner wir spielen“, sagt der Sportliche Leiter, der seinen Vertrag erst kürzlich bis 2023 verlängert hat.

Saarbrücken anfällig bei Standards

„Unser Ziel ist es, in die 3. Liga zu kommen“, redet Mann nicht um den heißen Brei herum. Einen Patzer zum Wiederauftakt können sich die Saarländer dabei kaum leisten, zumal in der direkten Folge die wegweisenden Partien gegen die direkten Aufstiegskonkurrenten TSV Steinbach Haiger und SV Waldhof Mannheim anstehen. Die Eintracht könnte sich derweil mit einem Überraschungserfolg Schwung für das darauf folgende, wichtige Heimspiel gegen Mit-Kellerkind VfB Stuttgart II holen.

„Wir werden alles versuchen, um ein positives Ergebnis zu erzielen“, verspricht Stadtallendorfs Trainer Dragan Sicaja, der weiß, dass sich die Saarbrücker mit einem guten Lauf vor der Winterpause stabilisiert haben. „Diese Mannschaft ist mit Spielern gespickt, die in der 2. oder 3. Liga gespielt haben. Und trotzdem kommt es darauf an, die Leistung auch auf den Platz zu bringen“, sagt Sicaja, dessen Trainerkollege Dirk Lottner wie Sicaja zuletzt auf eine Dreier-
Abwehrkette umgestellt hat, 
die bei Standardsituationen aber immer wieder zur Anfälligkeit neigte.

Nolte nach Knie-OP nicht nicht wieder fit

Verzichten muss der TSV-Trainer noch auf zwei Stürmer: 
Felix Nolte, für den ein Einsatz nach einer Meniskus-Operation noch zu früh kommt, und „Gui“ da Silva, den zuletzt Adduktoren- und Leistenprobleme plagten. Zwei weitere Offensivspieler sind künftig komplett außen vor: Mit dem ehemaligen Eintracht-Frankfurt-Profi Enis Bunjaki plant Sicaja nicht mehr. Der Kroate Mihovil Geljic ist zu NK Sesvete in die zweite kroatische Liga gewechselt. „Das ist die richtige Entscheidung für ihn“, meint Geljics Landsmann Sicaja. Der 26-Jährige hatte seinen letzten Einsatz für das Regionalliga-Team der Herrenwälder im September des vergangenen Jahres in Pirmasens.

FCS-Trainer Lottner fehlen am Samstag Mittelfeldspieler Martin Dausch (Erkältung) und Marco Kehl-Gómez (Gelb-Rot-Sperre). Wie bei der Eintracht gab es aufseiten der Saarbrücker in der Winterpause nur 
eine geringfügige personelle Fluktuation: Aus Braunschweig kam der 21-jährige Mittelfeldspieler Ivan Franjic, dafür ging Abwehrspieler Benjamin Kessel nach Braunschweig. Pierre Fassnacht schloss sich Drittligist FC Carl Zeiss Jena an.

Saarbrücken schon seit 7. Januar im Training

Geht es nach Eintracht-Mittelfeldspieler Damijan Heuser, kann der Tabellenletzte nur bestehen, „wenn wir an uns glauben und wenn wir als Team agieren, zusammenhalten und alles aus uns herausholen, was wir haben“. Zudem gelte es, „mutig zu sein“, fordert der Kirchhainer, der mit seinem Team bei der Generalprobe am vergangenen Wochenende etwas mit dem eigenen Rasenplatz fremdelte. Entsprechend ­intensivierte Sicaja die Einheiten auf dem natürlichen Geläuf.

Apropos Vorbereitung: Während die Eintracht ab dem 16. Januar ihre komplette Vorbereitung zu Hause absolvierte, bat Lottner seine Mannen am 7. Januar zur Wiederaufnahme des Trainings. Dabei zog es das Team auch in ein Trainingslager in die Türkei, und es bestritt „sehr gute Testspiele“, lobt Mann. Gleich zu Beginn gewann die Lottner-Elf mit 4:2 gegen den Drittligisten SV Wehen Wiesbaden, gegen Zweitligist SV Sandhausen gab es ein achtbares 0:0.

von Marcello Di Cicco