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Lokalsport Fußball-Programm am Marathon-Mittwoch
Sport Lokalsport Fußball-Programm am Marathon-Mittwoch
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09:11 16.05.2018
Miro Maier (links, im Spiel gegen die SG Niederweimar/Haddamshausen) will mit dem FC Ober­walgern Tabellenführer Elnhausen ärgern. Quelle: Thorsten Richter
Landkreis

Der SV Bauerbach hat diesen Mittwoch im Nachholspiel ­gegen den FC Burgsolms die Chance, in der Gruppenliga Gießen/Marburg Meister zu werden. In Weidenhausen empfängt der heimische VfL den SC Gladenbach zum Hinterländer Krombacher Kreispokal des Kreises Biedenkopf.

  • Gruppenliga

SV Bauerbach – FC Burgsolms (19.30 Uhr). Mit 1:0 führte der SV Bauerbach, als die Partie am vergangenen Sonntag in der 33. Minuten wegen eines Gewitters abgebrochen wurde. Die Ausgangslage hat sich innerhalb der letzten Tage nicht verändert: Bauerbach steht als Aufsteiger fest und kann mit einem Sieg die Meisterschaft unter Dach und Fach bringen. Burgsolms hat nur noch rein theoretischen Chancen auf Relegationsplatz drei.

  • Kreisliga A Marburg

TSV Speckswinkel – FSV Cappel (19 Uhr). Bei beiden Mannschaften sind die Würfel am vergangenen Spieltag gefallen. Speckswinkel sicherte sich mit einem überraschenden 3:1-Sieg gegen Wehrda den Klassenerhalt, Cappel mit dem späten 2:1-Erfolg gegen die FSG Südkreis vorzeitig die Meisterschaft. Speckswinkels Trainer Pedro Lopez hofft deshalb auf ein „gutes, lockeres Spiel“. In Cappel wurde im Vereinsheim kräftig gefeiert. Trotzdem, so gibt der Sportliche Leiter Mario Lefebre zu verstehen, sollen die restlichen drei Spiele noch ernsthaft angegangen werden.

  • Kreisliga B Marburg I

SV Erfurtshausen – FV Bürgeln (19 Uhr). „Wir haben das Hinspiel deutlich gewonnen. Ich denke, dass es diesmal enger wird“, sieht Erfurtshausens Fußball-Abteilungsleiter Eckhardt Schraub die Ausgangsposition und wäre deshalb mit einem knappen Sieg zufrieden. Bürgelns Trainer Volker Scheldt war selbst überrascht, dass sich seine Rumpftruppe bei der Emsdorfer „Zweiten“ so gut verkaufte. „Am Mittwoch sieht es personell wieder besser aus“, teilt er mit.

  • Kreisliga B Marburg II

Auf der Zielgeraden der Saison dürfen sich die drei Teams, die noch Chancen auf den Aufstieg haben, keinen Ausrutscher mehr erlauben. Die besten Aussichten hat derzeit der TSV Elnhausen, der drei Punkte vor dem FV Bracht liegt und sogar ein Spiel weniger bestritten hat. Jetzt ist der Tabellenprimus beim FC Oberwalgern gefordert. FCO-Coach Matthias Gölz hat einige Ausfälle zu verkraften und möchte daher „keine Kampfansage abgeben“. Die Bedeutung der Partie für den Gegner kennt er genau: „Wenn sie bei uns gewinnen, sind sie wohl so gut wie durch. Wir werden mit unseren Mitteln dagegenhalten.“

Der FV Bracht erwartet in der zweiten Mannschaft des TSV Michelbach eine „Wundertüte“, wie es Brachts Sprecher Thorsten Bauer formuliert: „Trotz ihrer letzten Ergebnisse waren sie im Hinspiel effektiver als wir und haben deshalb gewonnen“, blickt er zurück. Ein Sieg ist für ihn Pflicht, trotz einiger personeller Ausfälle: „Das ist ein richtungweisendes Spiel, wir dürfen auch nicht vergessen, dass Rosphe meiner Meinung nach das etwas leichtere Restprogramm hat.“

Der Tabellendritte sitzt den Brachtern im Nacken und will in Unterrosphe gegen die SG Ebsdorfergrund ebenfalls die Scharte der Hinspiel-Niederlage auswetzen. Die Vorgabe von Tobias Kunz ist klar: „Wir müssen jetzt alles gewinnen und darauf hoffen, dass Bracht noch Punkte liegenlässt“, sagt der Vorsitzende des VfL Oberrosphe.

Cölbe II - Moischt,
Bracht - Michelbach II,
Oberwalgern - Elnhausen,
Hassen-/Bellnhausen - Schönstadt,
Rosphe - Ebsdorfergrund (alle 19 Uhr).

  • Kreisliga B Biedenkopf

VfL Biedenkopf II – SG Friedensdorf/Allendorf (18.30 Uhr). Der Gast hat die Chance, mit einem Sieg im Aufstiegsrennen vorzulegen und seinen Abstand auf den Tabellendritten auf vier Zähler auszubauen. Im Hinspiel gab es aber eine 2:3-Niederlage für die Mannschaft von Christian Ruppert. „Wir haben damals verdient verloren“, erinnert sich der Trainer des Tabellenzweiten. Für die kommenden zwei Spiele zählen für Ruppert nur zwei Siege: „Wir müssen alle sechs Punkte mitnehmen.“ Bei den Gästen fallen wohl Kapitän Michael Schmidt und Jannik Stubenrauch für den Rest der Runde aus. Der VfL Biedenkopf II ist zudem gut in Form und möchte laut Trainer Aksöz Ersen das Bestmögliche aus den letzten Partien herausholen. „Uns muss man zu Hause erst mal schlagen“, erklärt Ersen.

Endstation Sehnsucht in Weidenhausen

Diesen Mittwochabend (Anpfiff 19 Uhr) erwartet der Kreisoberligaanwärter VfL Weidenhausen den Kreisoberligisten SC Gladenbach zum Endspiel um den Hinterländer Krombacher Kreispokal der Saison 2017/2018.

Der Gladenbacher Sportclub, Liga-Sechster in der Kreisoberliga Nord, kegelte den Rekordgewinner FV Breidenbach im Halbfinale mit einem 1:0-Sieg aus dem laufenden Wettbewerb. Alles oder nichts, Sekt oder Selters, und Tränen so oder so. Fakt ist auch: Mehr Vorfreude, mehr Spannung und mehr Lokal-Kolorit geht nicht, wenn sich um 19 Uhr in Weidenhausen die ewigen Gladenbacher Stadtrivalen VfL Weidenhausen und der (noch) einen Rang höher angesiedelte Sportclub Gladenbach gegenüberstehen.

„Ich bin erst seit Oktober 2017 Trainer in Gladenbach. Das ist für mich also das erste Endspiel als Coach mit dem GSC, wobei mein Vorgänger Peter Starostzik mit dem 1:0-Sieg gegen den FV Breidenbach die größte Hürde genommen hatte. Dadurch bin ich quasi nur Nutznießer dieses Finals als Trainer“, weiß Andreas Sinkel.

Jan Niklas Becker: Wir sind krasser Außenseiter

„Die Mannschaft hat sich das Endspiel erarbeitet, und ich freue mich für die Jungs, dass sie am Abend vor hoffentlich toller Kulisse dieses Spiel bestreiten können. Wir bereiten uns akribisch auf das Endspiel vor. Wir haben einen Lauf. Meine Mannschaft hat sich weiterentwickelt, und das Endspiel ist noch einmal so ein kleines Highlight als Schmankerl obendrauf“, ergänzt der Polizeibeamte aus Hüttenberg. Der VfL Weidenhausen werde topmotiviert und engagiert sein. „Es ist ein Derby und wir werden mit Sicherheit den Gegner, der noch um den Aufstieg in die Kreisoberliga Nord mitspielt, nicht unterschätzen. Wir müssen alles auf den Platz 
bringen“, so Sinkel weiter.

„Wir sind krasser Außenseiter, und uns steht eine schwierige Aufgabe bevor. Nach den letzten „englischen Wochen“ haben wir einige Körner gelassen“, weiß VfL-Spieler- und Co-Trainer Jan Niklas Becker um die (nicht ungeliebte) Außenseiterrolle. „Bei einigen Spielern hängen auch die Köpfe nach nur einem von neun möglichen Punkten etwas runter. Doch im Heimspiel und Endspiel gegen den SC Gladenbach werden alle motiviert genug sein“, ergänzt Becker, der auf Dominik Jung, Aydin Demiralp und Vitali Michajlow (Muskelfaserriss) verzichten muss und den GSC mit seinen vielen guten Einzelspielern hoch einschätzt.

Den Weg ins Finale hatten sich die Schützlinge von GSC-Coach Andreas Sinkel durch einen 5:0-Sieg beim Kreisliga-B-Tabellenführer SSV Hörlen, einen 2:1-Erfolg beim A-Ligisten FV Wallau und den „1:0-Coup“ im Halbfinale gegen den Verbandsligisten FV Breidenbach geebnet.
Der gastgebende A-Liga-Vierte gewann mit 3:2 beim B-Ligisten SSV Allna-Ohetal, mit 3:0 beim FC Kombach, mit 3:2 beim B-Ligisten SG Holzhausen/Steinperf und entschied im Halbfinale den „Krimi“ gegen den Gruppenligisten VfL Biedenkopf nach Verlängerung mit 3:2 für sich.     

von Thomas Engelmann,
Kurt Arke, Holger Schmidt, Jonathan Gölz und von Herbert Lenz