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Furiose Schluss-Sekunden im Endspiel

Stadtmeisterschaft Furiose Schluss-Sekunden im Endspiel

Was für ein Finale: Vor rund 400 Zuschauern gewinnen die SF BG Marburg im Neunmeterschießen gegen Bauerbach die Stadtmeisterschaft. Der SVB verfehlt damit den dritten Titelgewinn in Folge.

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Stadtmeister SF/BG Marburg mit (hinten von links): Trainer Armin Dahlhoff, Rick Winhauer, Kai Schnitzer, Daniel Hacker, Clemens Haberzettl und Maurice Jauernick sowie (vorne von links) Michel Kleemann, Timo Möller und Daniel Bepperling.

Quelle: Thorsten Richter

Marburg. Armin Dahlhoff war nicht mehr aufzuhalten. Der sonst so gelassene Trainer der Sportfreunde Blau-Gelb Marburg rannte über das ganze Feld, stürmte in die Jubeltraube seiner Mannschaft. „Unglaublich, überragend“, kommentierte er später den Titelgewinn seiner Mannschaft, „wir alle hatten uns das so gewünscht. Ich bin richtig stolz auf die Jungs.“

Ganz besonders freute sich Dahlhoff für seinen Torhüter Timo Möller, der im dramatischen Neunmeterschießen einen Schuss des Bauerbachers Elkhalil Sahili parierte. Nachdem danach auf Seiten des Titelverteidigers auch noch Leonard Raishtaj das Tor verfehlte und Clemens Haberzettl für Blau-Gelb verwandelte, war der Titelgewinn perfekt.

Florian Boss (rechts, VfL Dreihausen) gegen Philipp Bamberger (links, FV Bracht). Foto: Florian Gaertner

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Dabei war Timo Möller noch in der regulären Spielzeit ein kurioser Fehler unterlaufen, der überhaupt ins Neunmeterschießen geführt hatte: Die Uhr zeigte noch exakt fünf Sekunden, die Sportfreunde führten durch drei Treffer ihres Torjägers und späteren Torschützenkönigs Haberzettl mit 3:2, und Möller hielt den Ball in seinen Händen. Der bis dato so souveräne Keeper hätte den Ball einfach vor sich hinlegen die restliche Zeit herunterlaufen lassen können, stattdessen schlug er überhastet den Ball über die Mittellinie - und das darf er dem Regelwerk zufolge nicht.

Es gab also noch einmal Freistoß für den SVB. Mischa Trier kam an den Ball, zog aus der Distanz ab. Sein Schuss landete mit dem Ertönen der Schlusssirene abgefälscht im Kasten. Bauerbach tobte, Armin Dahlhoff auch. „Ich habe ihm vor dem Neunmeterschießen gesagt, jetzt muss er diesen Fehler gut machen. Und das hat er getan“, meinte der Coach der Sportfreunde.

FSV Schröck wird Dritter

Die Enttäuschung über diese enge und bittere Niederlage war bei den Bauerbachern danach natürlich immens. Die Finaltreffer von Manuel Brehm, Florent Raishtaj und letztlich Trier hatten nicht gereicht „Für die Zuschauer war es heftig, es war alles drin, unfassbar spannend“, sagte Interimstrainer Aman Asghedom, „ich glaube aber, der verdiente Sieger hätte SV Bauerbach heißen müssen.“ Im Nachhinein fühlte sich der Titelverteidiger in erster Linie mit drei Zeitstrafen ungerechnet behandelt, die Schiedsrichter Marcus Rolbetzki während des Endspiels gegen Bauerbach aussprach.

Den dritten Platz hatte sich zuvor der FSV Schröck gegen den VfL Dreihausen gesichert. Das Duell war direkt im Neunmeterschießen ausgetragen worden - der Verbandsligist siegte mit 4:3. „Dieses Turnier war auch ein Lerneffekt für unsere Spieler. Gerade die jungen konnten ein wenig Erfahrungen sammeln“, sagte der Schröcker Trainer Markus Kubonik in der Hoffnung, seine Mannschaft könne einiges für die Rückrunde in der Liga mitnehmen. „Es hat sich in der Halle widergespiegelt, dass wir in der Defensivbewegung nach Ballverlusten arbeiten müssen.“

In der Vorschlussrunde hatte der FSV gegen Bauerbach mit 0:2 verloren. Die Treffer erzielten Florent Raishtaj und Neuzugang Pascal Köhler. Noch souveräner gestaltete parallel Blau-Gelb Marburg sein Halbfinale gegen den VfL Dreihausen.

Das Team von Joachim Kraus, das über das gesamte Turnier hinweg einen äußerst positiven Eindruck hinterließ, musste sich der offensiven Durchschlagskraft der Sportfreunde geschlagen geben. Rick Winhauer, Clemens Haberzettl, Daniel Bepperling und Daniel Hacker besorgten den deutlichen 4:0-Endstand.

von Yanik Schick

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