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Für die Mercenaries wird es Sonntag ernst

German Football League Für die Mercenaries wird es Sonntag ernst

Der Auftakt in die GFL soll für die Marburg Mercenaries am Sonntag (16 Uhr) eine erste Standortbestimmung werden - und eine Revanche für die beiden Niederlagen, die es in der Vorsaison gegen die Rhein-Neckar Bandits gab.

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Jimmy Yock (links, verdeckt) wird den Mercenaries wegen eines Handbruchs fehlen. Klaus Afflerbach (rechts) bescheinigte sein Trainer Matthias Dalwig aber große Fortschritte in der Passverteidigung. Foto: Miriam Prüßner

Quelle: Miriam Prüßner

Marburg. „Wir sind noch nicht da, wo wir am Ende der Saison sein wollen“, sagt Marburgs Headcoach Matthias Dalwig, der mit seinem Trainerstab neue Formationen und neue Spielzüge einstudieren ließ. „Aber wir sind jetzt schon variabler als in der vergangenen Saison. Da waren wir zu eindimensional und zu leicht auszurechnen.“ Dass nicht alles rund laufen wird gegen die Bandits, gesteht Dalwig seinen Schützlingen vor dem Heimauftakt im Gaßmann-Stadion zu: „Es wird sicher einige Fehler geben und vielleicht auch kuriose Dinge. Wir müssen uns im Laufe des Spiel darauf einstellen.“

Genauso werden sich die „Söldner“ auf eine neuformierte Bandits-Mannschaft einstellen müssen. „Es kommt darauf an, dass unser Angriff in Tritt kommt und wir unsere Stärken ausspielen“, sagt Dalwig. Die Verteidigung habe zwar Videostudien zum Gegner betrieben. „Es ist aber immer eine Überraschung, was dann wirklich auf dem Platz passiert.“

Als einzige Teams noch ohne Spiel

Beide Mannschaften haben als einzige in der Südgruppe der German Football League noch kein Spiel absolviert. Die Erkenntnisse beruhen also vor allem auf der Analyse des Testspiels der Rhein-Neckar Bandits gegen den Titelfavoriten Braunschweig. „Das haben sie verloren, aber nur knapp“, sagt Dalwig.

Als neuer Quarterback hält Tim Miscovich die Fäden in der Hand. Er wechselte vom Zweitligisten Frankfurt Universe nach Mannheim und soll Marco Ehrenfried ersetzen. Hauptanspielstationen dürften die großen Receiver Stephan Mertsching und Nikolai Henn sei, mit denen die Mercenaries in der Vergangenheit ihre liebe Mühe hatten. So auch bei der 38:42-Niederlage in Marburg, als den Gastgebern eine 38:13-Führung wegschmolz. „Außerdem haben sie mit Danny Washington einen der stärksten Spieler der Liga in ihren Reihen“, analysiert Matthias Dalwig. „Er ist sehr vielseitig, wird als Runningback eingesetzt, kann aber auch verteidigen. Er bereitet überall Kopfzerbrechen.“

Doch die Marburger sind überzeugt, nach einer guten Vorbereitung die offene Rechnung begleichen zu können. „Sergej Schmidt (Defensive Coordinator, Anm. d. Red.) arbeitet unermüdlich daran, die Leute und das System zu verbessern“, sagt Dalwig.

Dalwig hat die Qual der Wahl

Vor allem die Passverteidigung sei im Vorjahr eine Schwachstelle gewesen. „Darauf haben wir in der Vorbereitung unser großes Augenmerk gelegt“, verrät der Cheftrainer. Danijel Katusic und Klaus Afflerbach etwa - in der Vorsaison aus unterklassigen Ligen gekommen - würden nun ein ganz anderes Spielverständnis zeigen. „Das wird besser funktionieren“, ist sich Dalwig sicher.

Personell hat der Coach jedenfalls fast die freie Auswahl. „Ich habe am Sonntag wahrscheinlich das erste Mal das Problem, dass sich nicht alle umziehen dürfen“, sagt Dalwig. 50 Spieler sind pro Partie erlaubt - bei den Mercenaries tummelten sich in etwa so viele beim Training.

Dabei fallen drei wichtige Spieler aus. Chris Köller fehlt wegen eines gebrochenen Beins, er möchte in zwölf Wochen das Training wieder aufnehmen. Bei Jimmy Yock (Handbruch) sieht es dagegen nicht so aus, als würde er in diesem Jahr noch einmal für die Marburger auflaufen können. Center Martin Aab weilt zu einer Sprachreise in den USA, Für Aab spielt Steffen Pöttgen die Bälle Quarterback Micah Brown zu, der in Doppelfunktion auch Offensive Coordinator ist.

von Holger Schmidt

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