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Für die Dolphins geht es um die Playoffs

Basketball-Bundesliga Frauen: Halle - BC Marburg Für die Dolphins geht es um die Playoffs

Der BC Pharmaserv Marburg peilt am Samstag (18 Uhr) bei den Halle Lions den dritten Auswärtssieg der Bundesliga-Saison an. Es wäre mit Blick auf die Playoffs ein wichtiger.

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Lisa Koop (rechts, gegen Kayla Tetschlag von den Saarlouis Royals) agiert derzeit mit großem Selbstbewusstsein. Die Centerspielerin wird auch in Halle eine wichtige Rolle für die Blue Dolphins spielen. Ebenso Birte Thimm (links).

Quelle: Miriam Prüßner

Marburg. Bislang gelangen den Blue Dolphins in der Fremde erst zwei Siege - gegen Schlusslicht Bad Aibling und beim Abstiegskandidaten Rhein-Main Baskets. „Wir werden versuchen, das Spiel eng und den Score tief zu halten“, sagt BC-Trainer Patrick Unger vor der Partie bei den Halle Lions. „Es wird schwer, aber wir wollen noch mindestens ein Spiel auswärts klauen. In Halle können wir einen großen Schritt Richtung Playoffs machen.“ Auch Mannschaftskapitänin Birte Thimm meint: „Es wäre schön, wenn wir denen einen reindrücken könnten.“ Zumal bei einem Sieg mit fünf Punkten Unterschied auch der direkte Vergleich für Marburg spräche.

Doch die Lions sind derzeit gut in Form. Der 66:52-Erfolg bei den Rhein-Main Baskets war der dritte Sieg in Serie für den Tabellensechsten, der noch Ambitionen hat, den vierten Platz zu erreichen, um in der ersten Playoff-Runde Heimrecht zu haben.

Unger: Im Hinspiel selbst das Leben schwer gemacht

In Tiffany Porter-Talbert und der ehemaligen WNBA-Spielerin Jasmine James sorgen zwei Amerikanerinnen auf den Außenpositionen ständig für Gefahr. „Aber auch das deutsche Kollektiv hat einen ziemlichen Lauf“, weiß Unger. Das Augenmerk liegt aber vor allem darauf, die Kreise von Porter-Talbert einzuengen. „Mit ihr steht und fällt das Spiel von Halle“, sagt Unger.

In der Hinrunde waren die Blue Dolphins nah dran an einem Sieg, unterlagen aber knapp mit 61:65. „Das war ganz bitter. Da haben wir sauviel daneben gelegt und uns das Leben selbst schwer gemacht“, sagt Unger nach eingehender Videoanalyse.

Doch die Marburgerinnen haben sich nach der Winterpause deutlich gesteigert. Allen voran Lisa Koop ist im neuen Jahr kaum wiederzuerkennen. Beim 69:53-Sieg über NB Oberhausen steuerte die Centerspielerin 12 Punkte bei und sammelte überragende 14 Rebounds ein. „Lisa spielt eine krasse Rückrunde“, meint auch ihr Trainer. Sie profitiere vom Individualtraining mit Frank Arnold. Außerdem gelte, so Unger: „Wenn‘s einmal läuft, hat man Selbstbewusstsein. Man merkt, dass die anderen Spielerinnen sie suchen.“

„Wir brauchen das Kollektiv“

Auf Koop wird es auch in Halle ankommen. „Bei den Rebounds müssen wir hart arbeiten“, sagt Unger, „da hat Halle Vorteile gegenüber allen anderen Mannschaften“.

Einzelne Spielerinnen werden laut Unger aber die Partie nicht entscheiden. „Wir brauchen das Kollektiv“, meint der BC-Coach, der sich zuletzt in der Offensive auf Finja Schaake, Tonisha Baker, Alissa Pierce und auch Birte Thimm, „die ein super Spiel gegen Oberhausen gemacht hat“ (Unger), verlassen konnte.

Zufrieden zur Kenntnis genommen hat der Trainer, dass seine Schützlinge beim Sieg gegen Oberhausen weniger Ballverluste produzierten als der Gegner. Ein seltener Wert in dieser Saison. „Wir hatten zumindest gefühlt zum ersten Mal weniger Turnovers“, sagte Unger direkt nach Spielende.

Nach dem freien Rosenmontag haben die Blue Dolphins die Vorbereitung auf das Spiel in Halle aufgenommen. Zeit, die vielen Verletzungen und Wehwehchen auszukurieren, blieb nicht. „Da muss man auf die Zähne beißen“, sagt Unger.

  • Bundesliga Frauen: Chemnitz - Rhein-Main Baskets (Sa., 16.30 Uhr), Herne - Bad Aibling, Halle - Marburg (beide Sa., 18 Uhr), Oberhausen - Wasserburg (Sa., 19 Uhr), Freiburg - Rotenburg/Scheeßel (Sa., 19.30 Uhr), Donau-Ries - Saarlouis (So., 16 Uhr).

von Holger Schmidt

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