Volltextsuche über das Angebot:

23 ° / 12 ° Regenschauer

Navigation:
Fünf Minuten fehlen Mengsberg zum Punkt

Fußball-Verbandsliga Nord Fünf Minuten fehlen Mengsberg zum Punkt

Eine gute Defensivleistung bot der personell gebeutelte TSV Mengsberg gegen den Hünfelder SV, der erst in der Schlussphase den 2:0 (0:0)-Arbeitssieg unter Dach und Fach brachte.

Voriger Artikel
Fußball sehen durch Mannis Augen
Nächster Artikel
Stadtallendorf erhält Lehrstunde in Sachen Effizienz

Mengsberg und Hünfeld schenkten sich in einem kampfbetonten Spiel nichts. Hier schirmt TSV-Spieler Dennis Dorfschäfer (rechts) den Ball gegen Marius Link ab. Foto: Michael Hoffsteter

Quelle: Michael Hoffsteter

Mengsberg. „Du betreibst einen Riesenaufwand, reißt dir die ganze Woche den Allerwertesten auf und kriegst dann doch nichts“, war nicht nur Mengsbergs Übungsleiter Mario Selzer nach der Partie niedergeschlagen. Auch viele seiner Schützlinge sanken nach dem Abpfiff von Schiedsrichter Wissam Awada (Kassel), der viel laufen ließ und deshalb mit nur drei Gelben Karten auskam, erst einmal auf das Grün nieder und schnauften enttäuscht durch.

„Wir haben uns gut gehalten. Hinten standen wir kompakt und haben nichts zugelassen. Es war eine Szene, in der wir nicht hundertprozentig aufgepasst haben. Und schon war’s passiert.“ Mit diesen Worten schilderte Mengsbergs David Fitzke, der bis dahin mit der „Behelfs-Viererkette“ des TSV einen guten Job erledigt hatte, die entscheidende Situation, als Robert Simon einen Pass in die Gasse aufnahm, Keeper Lars Berger umkurvte und den Angriff erfolgreich abschloss (85.).

Das erlösende 1:0 feierten anschließend die Spieler, Ersatzspieler und Verantwortlichen des „kleinen HSV“ gemeinsam frenetisch an der Eckfahne. „Wenn man auf diesem kleinen Platz nicht gleich am Anfang ein Tor schießt, ist es klar, dass es schwer wird. Ein Kompliment an die Mengsberger. Sie haben körperlich richtig gut dagegengehalten. Gegen solche Mannschaften tun wir uns meist richtig schwer“, atmete Hünfelds Trainer Dominik Weber auf.

„Man kann den Jungs keinen Vorwurf machen. Jeder läuft bis zum Ende; das ist vom Feinsten. Aber spielerisch fehlt halt noch einiges“, wusste Mengsbergs Daniel Hainmüller. Der zurückgezogene TSV verpasste es ein ums andere Mal, seine guten Kontermöglichkeiten zu nutzen. „Ein, zwei Situationen musst du besser ausspielen. Dann machst du das 1:0, und wer das 1:0 macht, der gewinnt das Spiel“, meinte Hainmüller.

Und fast wären es die Engelhainer gewesen, die vorgelegt hätten. Nach ausgeglichenem Beginn übernahmen die Gäste zusehends das Kommando, wären aber dennoch fast in Rückstand geraten. Nach einem schönen Solo hämmerte Marcel Reitz, der nach der frühzeitigen Auswechslung des nach einer harten Attacke am Fuß verletzten Philipp Kloske in die Offensive rückte, aus 22 Metern das Leder an die Latte (28.). Nur zehn Minuten später vergab Christoph Neidhardt die beste Torchance für die Gäste, als er mutterseelenallein auf Berger zustürmte, den Ball rechts am Torwart vorbeilegte, aus spitzem Winkel aber nur den Außenpfosten traf.

Nach der Pause machte Hünfeld weiter Druck, ließ aber ab Mitte des zweiten Durchgangs etwas nach und bot den Platzherren Räume fürs Kontern, aber: „Schade ist, dass wir die Möglichkeiten, die man vorne nutzen kann, um aufs Tor zu schießen oder um sich eine richtige Torchance herauszuarbeiten, nicht ausspielen. Das ist ein Riesenproblem, das ich schon lange bemängele“, haderte Selzer, dessen Team eine Minute vor dem offiziellen Ende durch den freigespielten Ferhat Yildiz das 0:2 kassierte (89.).

Tore: 0:1 Robert Simon (85.), 0:2 Ferhat Yildiz (89.).

Mengsberg: Berger - Fischer, Krähling, Fitzke, Dingel - Schmidt, Hainmüller - Reitz, Dorfschäfer - Kloske (21. Sanzone) - Fydrych (82. Sekmen). Hünfeld: Gutberlet - Schilling, Link (52. Yildiz), Witzel, Krenzer - Gensler, Alles - Simon, Krieger (81. Hohmann), Budenz (63. Hampl) - Neidhardt.

Schiedsrichter: Wissam Awada (Kassel). Gelbe Karten: Hainmüller / Witzel, Simon. Zuschauer: 100. Beste Spieler: Reitz, Fitzke, Dingel / Gensler, Yildiz, Simon.

von Marcello Di Cicco

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Lokalsport
../dpa-ServiceLine-images/large/urn-newsml-dpa-com-20090101-170707-99-155169_large_4_3.jpg
Fotostrecke: Wie werde ich Sounddesigner/in?