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Frühe Gegentore rauben die Hoffnung

Fußball, Verbandsliga Mitte Frühe Gegentore rauben die Hoffnung

Neues Jahr, altes Leid - gegen Gießen gerieten die ersatzgeschwächten SF BG Marburg beim 0:5 wie schon im Hinspiel unter die Räder.

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Jan Eberling (vorne) von den SF/BG Marburg klärt vor dem Gießener Kristian Gaudermann. Die Marburger kassierten zum Restrundenauftakt eine hohe Niederlage.

Quelle: Thorsten Richter

Marburg. Gestern, 16 Uhr, Sportplatz am Zwetschenweg. Ein eiskalter Wind pfeift den knapp 180 Zuschauern um die Ohren. Gerade einmal eine halbe Stunde ist zwischen Spitzenteam VfB Gießen und Kellerkind SF BG Marburg gespielt, da steht es schon 3:0 für die Gäste.

„Die frühe Führung hat uns in die Karten gespielt - ähnlich wie im Hinspiel“, stellte VfB-Trainer Daniyel Bulut fest. Damals, am vierten Spieltag, hatte der VfB beim 4:0-Erfolg 31 Minuten für eine 3:0-Führung benötigt, diesmal waren es nur 24.

Mit einem Strafstoß fing alles an: Nachdem Daniel Bepperling einen halbhohen Flankenball im linken Strafraumeck an die Hand bekommen hatte, zeigte der Unparteiische Maximilian Rüger (Petersberg) auf den Punkt - eine vertretbare Entscheidung (10.).

„Danach fangen wir vier Gegentore, bei denen sich einige im Abwehrverhalten zu naiv verhalten. Dann reicht es gegen solch einen Gegner nicht“, monierte SF/BG-Trainer Andreas Sinkel nach seiner missglückten Heimpremiere. Auch SF/BG-Kapitän Jean-Michel Kleemann klagte über die weitere Entwicklung, die die Partie nahm: „Unglücklich ist, dass wir als Abstiegskandidat mit zwei, drei Pässen von einem Aufstiegskandidaten ausgekontert werden. Das hat Gießen stark gemacht.“

Zunächst hatte sich der starke Kuoami Dalmeida über rechts durchgesetzt und Maximilian Oberschelp bedient, der auf 2:0 erhöhte (17.), ehe der nach einem Fehlpass der Gastgeber blitzschnell in die Spitze geschickte Dalmeida Sturmpartner Brian Mukasa in Szene setzte, der zum 3:0 einschob (24.).

Wenig später reagierte Sinkel, in dem er André Berger für Rick Winhauer einwechselte. Winhauer hatte - aufgrund des personellen Engpasses - erstmals bis dahin zusammen mit dem japanischen Neuzugang Naoki Mori, ehemaliger Spieler des TSV Eintracht Stadtallendorf, in Moris erstem Spiel für die Blau-Gelben die „Behelfs-Innenverteidigung“ gebildet. Wenngleich Mukasa und Dalmeida das Abwehrzentrum früh immer wieder vor Probleme stellten, gab Trainer Sinkel zu bedenken: „Letztlich kann man die Gegentore vorher vermeiden, indem man das Spiel unterbricht.“

„Wichtig war, dass wir uns nicht haben hängenlassen - so wie es teilweise in der Hinrunde war“, sah Kleemann positive Ansätze. In der Folge gab Gießen zwar den Ton an, ließ den Ball schön laufen und war aggressiver in den Zweikämpfen. Die Heimelf ließ aber nichts unversucht. Nach vorne sorgte aber meist nur der schnelle Clemens Haberzettl mit seinen Antritten für Gefahr.

„3:0 war ein gefährliches Ergebnis. Solch einem Gegner muss man dann erst mal die Kampfeskraft entziehen. Deswegen war ich bei diesem Spielstand eine Viertelstunde nicht zufrieden. Der Gegner hatte zwar keine Chancen, wir waren aber etwas zu lässig“, sagte Bulut, dessen Elf bis Mitte der zweiten Hälfte zwei Gänge zurückschaltete und den SF BG das Zepter überließ.

Gute Torraumszenen verbuchten aber weiter nur die Gäste, die durch Dalmeida (76.) und Kevin Kaguah (80.) noch zweimal das Tor und durch Oberschelp einmal die Latte trafen (86.).

Stenogramm

Tore: 0:1 Hendrik Dechert (10., HEM), 0:2 Maximilian Oberschelp (17.), 0:3 Brian Mukasa (24.), 0:4 Kuoami Dalmeida (76.), 0:5 Kevin Kaguah (80.). Marburg: Möller - Eberling, Mori, Winhauer (27. Berger), Bepperling - Kleemann, Lauer - Ortmüller (75. Kuschnir), Haberzettl - Shintani, Herberg. Gießen: Olujic - Proske, Erben, Kaguah, Riske - Vural - Oberschelp, Gaudermann (76. Freese), Dechert (79. Traut) - Mukasa (71. Günther), Dalmeida. Schiedsrichter: Maximilian Rüger (Petersberg). Gelbe Karten: Eberling, Kleemann / Vural, Dechert, Gaudermann, Olujic. Zuschauer: 180. Beste Spieler: Lauer, Haberzettl / Dalmeida, Oberschelp, Gaudermann, Dechert.

von Marcello Di Cicco

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