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Lokalsport Florian Greguletz nach Kreuzbandriss wieder auf dem Damm
Sport Lokalsport Florian Greguletz nach Kreuzbandriss wieder auf dem Damm
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10:00 06.10.2018
Christoph Purbs (Wehrda, rechts) gegen Marian Sita (links) und Torwart Florian Greguletz (Hatzbach). Quelle: Thorsten Richter
Hatzbach

Er hat keine Sekunde daran gedacht, seine Fußballerlaufbahn zu beenden. Doch Torwart Florian Greguletz gibt zu, dass seine Leidenszeit ihm sehr zugesetzt hat. Am 16. April 2016 unterbrach eine schwerwiegende Verletzung seinen sportlichen Weg für lange Zeit.

Als er für den damaligen Gruppenligisten VfB Marburg auflief, verletzte er sich am Knie. „Innenband, Außenband, Miniskus, Knorpel. Alles auf einen Schlag“, beschreibt der 22-Jährige seine Verletzung. Eine lange Leidenszeit begann. „Die Reha nach dem Kreuzbandriss war ziemlich beschwerlich“, berichtet Greguletz.

Psychische und physische Unterstützung erfuhr er während seiner Zwangspause von ihm nahestehenden Menschen. „Freunde und Familie sind in so einer Phase sehr wichtig. Ob das jetzt das Aufmuntern oder auch das von Arzt zu Arzt ist“, unterstreicht Greguletz. Mehrere Mediziner rieten ihm nach dem Kreuzbandriss, den Sport an den Nagel zu hängen. „Das war für mich nie ein Thema“, sagt der 22-Jährige mit Nachdruck. Er habe sich in den Fußball verliebt. Diese Schönheit wollte er nicht einfach ziehen lassen.

Sein Tipp: "Immer dran bleiben"

Für Athleten, die die gleiche schwere Verletzung erleiden, hat Greguletz einen Ratschlag: „Immer dran bleiben und nicht aufgeben! Außerdem muss man Geduld haben und nicht zu früh mit dem Fußballspielen anfangen.“

Auch er habe ab und an vor sich selbst und seiner Gier, möglichst schnell wieder auf dem Platz zu stehen, geschützt werden müssen. Zumal er gegen den psychischen Effekt einer so schweren Verletzung ankämpfen musste. „Wenn man so lange nicht spielt und dann wieder einsteigt, ist im Kopf immer diese Angst, dass wieder etwas passiert“, sagt Greguletz.

Erst in der vergangenen Saison fasste er wieder Fuß. Nicht mehr beim VfB, sondern beim Kreisoberligisten SSV Hatzbach, für den er auch in dieser Saison spielt. „Als ich wieder mit Fußball angefangen habe, haben mich Freunde bei dem Verein gefragt, ob ich nicht mit ihnen zusammen spielen möchte“, erinnert sich Greguletz.

Mit dem SSV läuft es in dieser Saison bisher solide. Derzeit steht Rang fünf zu Buche. Es könnte sogar eine noch bessere Platzierung sein, wenn der SSV nicht dazu neige, unerwartet Spiele zu verlieren. Beispielsweise am Tag der Deutschen Einheit gegen den TSV Kirchhain.

Doch auf der anderen Seite schöpft die Mannschaft auch ihr Potenzial aus. So auch beim 1:0 gegen den unangefochtenen Spitzenreiter SG Lahnfels. In dieser Partie brachte Greguletz die Lahnfelser zur Verzweiflung. Mit mehreren Glanzparaden hielt er seine Weste beim Topspiel blütenweiß und war der Siegesgarant.

„Wir haben auf jeden Fall das Potenzial in der Mannschaft, um oben dran zu bleiben und mindestens unter den besten fünf Mannschaften zu sein“, ist sich der Torwart sicher.

von Benjamin Kaiser