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FV Breidenbach gibt sich keine Blöße

Pokalfinale FV Breidenbach gibt sich keine Blöße

Auch diesmal ist die Sensation ausgeblieben: Favorit FV Breidenbach gab bei seiner 32. Final-Teilnahme den Takt vor und besiegte den sich teuer verkaufenden A-Ligisten aus Breidenstein mit 4:1.

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Bejubelte den 30. Kreispokal-Sieg des Vereins: das Team des FV Breidenbach.

Quelle: Michael Hoffsteter

Breidenbach. Es war zwar keine „Gala“ der Breidenbacher und auch keine Fußball-Demonstration des Rekordgewinners und Verbandsligisten. Dennoch: Nach dem 8:0-Final-Erfolg im Vorjahr über Frohnhausen gelang den „Blauen“ der Pokalsieg erneut souverän. Während beim FVB nach zuletzt Pleiten, Pech und Pannen in der Verbandsliga Mitte der runde 30. „Pott-Sieg“ zu Buche steht, musste auch der tapfer kämpfende A-Ligist nach 101 Jahren und der ersten Finalteilnahme passen, sammelte aber dennoch viele Sympathie- und Pluspunkte.

„Wir sind absolut zufrieden. Wir haben gekämpft, haben uns gut geschlagen, standen hinten sehr gut und wollten lange Zeit die Null halten. Spielerisch kam der Favorit nicht so zur Geltung, das hatten wir uns erhofft“, bilanzierte der verletzte Stammspieler Felix Henkel, der den verhinderten TuSpo-Coach Jens Heim an der Seitenlinie vertrat. Sprach‘s, während seine Schützlinge von den zahlreich mitgereisten Fans der „Städter“ euphorisch und zu Recht gefeiert wurden. „Hochachtung und Respekt. Der TuSpo hat seit Jahren dem Rekordgewinner FV Breidenbach wieder einen Gegentreffer zugefügt und war ein würdiger Finalteilnehmer“, lobte der Biedenkopfer Kreisfußballwart Heinz Schmidt (Buchenau), der gemeinsam mit seinem Stellvertreter Herbert Schöck (Frohnhausen) und Harald Scherer von der Krombacher Brauerei die Siegerehrung vornahm. „Es war sicher kein überragendes Spiel von uns und auch viel Stückwerk. Da brauchen wir nicht drüber zu reden. Mund abputzen, und jetzt geht es am Sonntag gegen Kelsterbach, das ist wichtig genug“, gab Steffen Schmitt zu Protokoll. Der Ex-Profi vertrat den aus familiären Gründen ebenfalls fehlenden FVB-Interimstrainer Martin Lokoc lässig auf einem Stuhl sitzend am Seitenrand.

Führungstor aus 20 Metern

Vor 220 Zuschauern war es in der Tat ein zähes Ringen der „Blauen“, die bei „Kaiserwetter“ zwar viele Ballkontakte hatten, aber Zielstrebigkeit und Passgenauigkeit lange Zeit vermissen ließen. In der 14. Minute wurde ein abgefälschter Schuss von Papa Yaw Afriyie eine Beute von Gästetorwart Martin Schiller. Dann strich ein Freistoß von Linksfuß Janick Wagner, der viele Ballkontakte hatte, um Zentimeter am Kasten vorbei. Nach gut 20 Minuten bediente Wagner Torjäger Felix Baum, der zwar aus halblinker Position Schiller versetzte, aber nur das Außennetz traf. Auf der Gästeseite setzte der spielstarke Daniel Gruber immer wieder Nadelstiche, ehe Namensvetter Dennis Gruber nach einer Wagner-Ecke und einem Baum-Kopfball auf der Linie per Kopf klärte (26.). Zwei Minuten später war es dann aber so weit: Der fleißige Philip Michel fasste sich aus gut 20 Metern ein Herz, und sein halbhoher Linksschuss schlug hinter Schiller im Netz ein.

Der zweite Nackenschlag für den TuSpo sechs Minuten nach dem Seitenwechsel: Wieder war Wagner der Vorlagengeber, und nach dem Motto „Wenn du nicht weißt, wohin mit dem Ball, schieß ihn einfach ins Tor“, hämmerte Michael Heinz das Spielgerät exakt in den Giebel. Acht Minuten später: Nach dem gleichen Muster zog diesmal FVB-Mannschaftskapitän Dennis Brandl aus 18 Metern ab - TuSpo-Keeper Schiller sah nicht gut aus. Doch der Underdog bewies eine tolle Moral und wurde dafür belohnt: Yannick Reichpietsch steckte durch auf den gut aufgelegten Daniel Gruber, der FVB-Schlussmann Tobias Dünhaupt verlud (79.). Aber nur zwei Minuten später stellte Julian Kapitza nach einer Ecke des eingewechselten Robin Bögel den alten Abstand wieder her. Bögel aus der Distanz, Johannes Damm, der frei vor Schiller auftauchte, aber scheiterte, sowie Papa Yaw Afriyie ließen weitere gute Möglichkeiten aus und setzten diesmal nicht den finalen Schlusspunkt unter „Fußball der Extraklasse“.

von Herbert Lenz

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