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FSV Schröck beweist große Moral

Fußball, Verbandsliga Mitte FSV Schröck beweist große Moral

Dank eines Doppelschlags in den letzten fünf Minuten hat der FSV Schröck gegen den FC Eddersheim noch ein 3:3-Remis geholt.

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Schröcks Takafumi Yazawa (links) bedrängt den Eddersheimer Ivan Rebic, der den Ball aber geschickt abschirmt. Foto: Nadine Weigel

Quelle: Nadine Weigel

Schröck. So wirklich freuen wollte sich gestern nach dem Schlusspfiff keiner der Schröcker Verantwortlichen. Zwar hatte die Mannschaft von Trainer Markus Kubonik nach einer turbulenten Schlussphase noch einen Punkt gerettet. Gegen überraschend schwache Gäste wäre aber durchaus mehr möglich gewesen. „Ich denke schon, dass der Punkt wichtig für die Moral ist. Allerdings hat Eddersheim auch gezeigt, dass sie in der Defensive nicht unverwundbar sind“, sagte FSV-Kapitän Lukas Greb nach dem Schlusspfiff.

Das Spiel am Elisabethbrunnen war geprägt von individuellen Fehlern. Erst nach der glücklichen Führung für die Gäste, die nach einem abgefälschten Schuss durch Marius Bornwasser in Führung gingen (5.), wachte der FSV Schröck auf und presste früher. Nach dem Ballgewinn vom in der Anfangsphase sehr agilen Linksverteidiger Daniel Wolf kam der Ball zu Roman Herdt. Der Mittelfeldspieler zog in Richtung Strafraum und schoss bedrängt von zwei Gegenspielern aus 16 Metern mit der Picke unplatziert aufs Tor - FC-Torhüter David Tempel legte sich den Ball mehr oder weniger selbst ins Netz (17.) „Den Ball lutscht dir ein E-Jugend-Torwart raus“, befand ein sichtlich angesäuerter Andreas Schreier nach dem Spiel.

Nach dem Ausgleich konnte Eddersheims Trainer aber wieder jubeln. Die Gäste zogen noch vor der Pause auf 3:1 davon. Zuerst setzte sich Bornwasser nach einer Flanke von Rechtsverteidiger Dario Küper gegen beide Schröcker Innenverteidiger durch und traf per Kopf (19.), dann profitierte der baumlange Hüne von einem Patzer des Schröcker Schlussmannes Patrick Schein, der eine weitere Flanke von Küper nur nach vorne abwehren konnte.

„Diese individuellen Fehler kannst du dir auf diesem Niveau nicht Woche für Woche erlauben“, sagte FSV-Coach Kubonik, der eine „fehlende Spannung über 90 Minuten“ bemängelte. „Die Mannschaft hat sich aber nicht hängen lassen, sich gegenseitig positiv unterstützt und ist durch den Willen zum Punkt gekommen“, lobte „Kubo“.

Bis zum Anschlusstreffer mussten sich die 120 Zuschauer allerdings noch etwas gedulden. Schröck hatte zwar im zweiten Durchgang deutlich mehr vom Spiel, erarbeitete sich aber zu wenig klare Tormöglichkeiten. Die Gäste ließen ihrerseits gute Konterchancen fahrlässig liegen. „Wir haben nicht ansatzweise den Willen wie die Schröcker auf den Platz gebracht“, monierte FC-Trainer Schreier: „Das sind Dinge, die kannst du nicht trainieren.“

Und in der Tat steckte der FSV auch bis weit in die Schlussphase nicht auf. Nach einer abgewehrten Ecke flankte Kapitän Greb den Ball nochmal scharf in den Strafraum, wo er nach einer verunglückten Abwehraktion, bei der sich gleich drei Eddersheimer Spieler gegenseitig behinderten, dem eingewechselten Hasan Sener vor die Füße fiel, der zum 2:3 einschob (85.).

Den Schlusspunkt setzte wiederum Matthias Pape, der von der Strafraumgrenze aus abzog und halb links ins Tor traf. „Auch den hätte man halten können“, sagte Schreier.

Tore: 0:1 Marius Bornwasser (5.), 1:1 Roman Herdt (17.), 1:2 Bornwasser (19.), 1:3 Bornwasser (28.), 2:3 Hasan Sener (85.), 3:3 Matthias Pape (88.). FSV Schröck: Schein - Greb, Klein, Keskin (46. Kraus), Wolf - Rechner, Schäfer (90. +1 Breitenmoser), Yazawa - Willershausen (72. Sener), Pape, Herdt. FC Eddersheim: Tempel - Küper, Dietz, Hommel, Rottenau - Buljubasic, Akbulut (66. Freymann), Lindner, Bianco - Bornwasser, Rebic (72. Gemmer). Schiedsrichter: Losinski (Immenhausen). Zuschauer: 120. Gelbe Karten: Willershausen / Rottenau. Beste Spieler: Rechner, Herdt / Bornwasser, Küper.

von Tobias Kunz

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