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Lokalsport Nathalie Pohl siegt in Israel
Sport Lokalsport Nathalie Pohl siegt in Israel
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00:18 03.02.2019
Nathalie Pohl posiert nach ihrem Sieg in Israel mit dem Pokal des „Red Sea SwimCups“. Quelle: Privatfoto
Eilat

Die hessische Schwimmerin Nathalie Pohl bestritt beim „Red Sea SwimCup“, einem internationalen Freiwasser-Event im Roten Meer, ihren ersten Wettkampf des Jahres. Auf 7,5 malerischen Streckenkilometern direkt am Strand des an der Südspitze Israels gelegenen Ferienorts Eilat sicherte sich die 24-Jährige in der ­Kategorie Frauen den ersten Rang – mit einer herausragenden Zeit von 1 Stunde und 46 Minuten.

Die Teilnahme am weltweit einzigen Freiwasserschwimmen, das in der Winterzeit auf der Nordhalbkugel stattfindet, hat sich für Nathalie Pohl damit mehr als gelohnt: „Ich bin sehr glücklich, zum Jahresauftakt vor einer solch traumhaften Kulisse mein Bestes gegeben und am Ende ein tolles Gesamtergebnis erzielt zu haben“, freute sich die Marburgerin.

Auch in diesem Jahr wird sich die Ausnahmeathletin wieder zahlreichen Herausforderungen stellen. Unter anderem stehen weitere Etappen der „Ocean’s Seven“ an, den sieben weltweit bedeutendsten Distanzen im Freiwasser. Im Jahr 2017 durchschwamm Pohl in 9:09:35 Stunden den 33 Kilometer langen Catalina-Kanal an der kalifornischen Küste bei Los Angeles.

Trägt den Titel "Triple Crown of Open Water Swimming"

Als 21-Jährige hatte sie zuvor in 11:10:00 Stunden den Ärmelkanal (34 Kilometer von Dover nach Cap Gris Nez) gemeistert. Als erste der sieben Etappen war sie die Straße von Gibraltar geschwommen. Für die 15 Kilometer zwischen dem südspanischen Tarifa und Ceuta in Marokko hatte sie 2:53 Stunden benötigt – das bedeutete Weltrekord bei den Frauen.

Die weiteren Strecken der „Ocean‘s Seven“ sind die Cookstraße (Neuseeland/26 km), der Nordkanal zwischen Irland und Schottland (34 km), der Kaiwi-Kanal (Hawaii/44 km) sowie die Tsugaru-Straße zwischen den japanischen Inseln Honshu und Hokkaido (20 km).

Im vergangenen Jahr hatte Nathalie Pohl als drittschnellste Europäerin und erste Deutsche den rund 46 Kilometer langen „20 Bridges Swim“ in New York gemeistert (8:12:37 Stunden). Seitdem darf sie sich mit der „Triple Crown of Open Water Swimming“ schmücken. Diesen Titel tragen nur die wenigen Extremschwimmer, die den ­Ärmelkanal, den Katalina-Kanal­ und den Rundkurs um Manhattan erfolgreich hinter sich ­gebracht haben.