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„Es war ein großer Kampf“

Kreisoberliga-Relegation „Es war ein großer Kampf“

Einen dramatischen Verlauf nahm die entscheidende Partie der Relegation zur Kreisoberliga - mit dem schlechteren Ende für Hartenrod.

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Hartenrods Robin Bangard liegt nach dem Spiel enttäuscht am Boden, während im Hintergrund die Fans der SG Oberes Edertal jubeln.

Quelle: Thorsten Richter

Hartenrod. Hochspannung bis zur bitteren Neige. Hochkochende Emotionen, Wut, Frust und Enttäuschung auf der einen, Freude pur und Erleichterung auf der anderen Seite, und eine aus Sicht der Gastgeber mehr als unglückliche Schiedsrichterentscheidung. Garniert als weitere Zugabe mit sieben gelben Karten, einer „Bismarck-Arena“, die aus allen Nähten platzte, und einem verdienten, von der Entstehung her aber überaus glücklichen Sieger, der nach dem letzten „Relegations-Marathon“ SG Oberes Edertal hieß.

Im letzten Spiel der Relegation zur Kreisoberliga spielten Hartenrod und Edertal.

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Vor gut 900 Zuschauern wurde das „Finale furioso“ seinem Namen gerecht. Gestern blieb der Aufstieg in die Kreisoberliga Nord für die Schützlinge um den überragenden Spielertrainer Jan Müller allerdings ein Wunschtraum. Nach dem 1:0-Hinspielerfolg sicherte sich das Team von Trainer Holger Paulus das Ticket für die Kreisoberliga Nord. „Jetzt ist erst einmal Erleichterung pur angesagt. Wir haben nie mehr an die Leistungen angeknüpft wie vor acht Wochen. Deshalb war es bis zum Schluss ein harter Kampf, und der SV Hartenrod hat richtig gut gegengehalten, Kompliment“, gab SG-Coach Holger Paulus nach 95 nervenaufreibenden Minuten zu Protokoll.

Es lief bereits die Nachspielzeit, und alles deutete auf eine Verlängerung hin, als Dogan Citlak seinen Gegenspieler mit beiden Händen wegdrückte und ungehindert Nicolas Hirt bediente. Der steuerte auf SVH-Schlussmann Jörn Schmidt zu, dieser konnte sich nur mit einem Foulspiel helfen und musste nach dem verwandelten Strafstoß von Citlak das Spielgerät zum zweiten Mal aus dem Netz holen. „Schieber, Schieber “-Rufe begleiteten das Schiedsrichtergespann um Thomas Czada in die Kabine, der aus Sicht der vielen Besucher vorher ein Foul des Gästespielers hätte ahnden müssen.

Hausherren hatten die besseren Möglichkeiten

„Wir dürfen das zweite Tor nicht bekommen, dann gehen wir in die Verlängerung. Klar, war es ein Foul, aber wir müssen besser stehen und das 2:1 verteidigen. Unter dem Strich war es ein toller Kampf, aber für den A…“, erwies sich Jan Müller als fairer und überaus unglücklicher Verlierer.

In der Tat: Die Hausherren begannen zwar überaus nervös, verbuchten aber dann die besseren Möglichkeiten: Ein Heber von Niclas Jung verfehlte sein Ziel (7.). Dann blieb die Pfeife des Unparteiischen nach einem gewonnenen Laufduell von Steffen Schäfer auf der rechten Seite stumm, und nach einem Doppelpass mit Schäfer verpasste Jung knapp (11.). Der SVH legte weiter den Vorwärtsgang ein - und wurde in der 22. Minute auch belohnt. Nach einem „Zauberpass“ von Sukru Kilicarslan düpierte Marvin Achenbach zwei Gegenspieler und ließ Marcus Bettelhäuser keine Abwehrmöglichkeit.

Die Gäste versuchten es immer wieder mit langen Bällen und kamen praktisch aus dem Nichts heraus zum Ausgleichstreffer: Eduard Bartel konnte von rechts ungehindert flanken, und Janik Kroh vollendete zum 1:1-Pausenstand.

Nach dem Wechsel suchten beide Teams die Entscheidung. Ein Freistoß von Pascal Blank verfehlte um Zentimeter sein Ziel, dann brachte Hartenrods Felix Rossmüller das Ding aus kurzer Distanz nicht ins Glück. Und im Gegenzug scheiterte Citlak an SVH-Torwart Jörn Schmidt. Dann vergab auf der Gästeseite Hirt, Jörn Schmidt hielt die Hausherren im Spiel. Doch die Kräfte schwanden immer mehr, und die Uhr tickte zudem gegen die Hausherren. Bis zur 79. Minute, als nach einem Schuss von Rossmüller der Wack-Vertreter Bettelhäuser patzte, und Jan Müller zum vielumjubelten 2:1-Führungstreffer veredelte. Ein Kopfball von Müller verfehlte noch knapp sein Ziel, eh das Schicksal der „Rot-Weißen“ gestern in der Nachspielzeit seinen Lauf nahm.

Statistik

SV Rot-Weiß Hartenrod - SG Oberes Edertal 2:2.

Tore: 1:0 Marvin Achenbach (22.), 1:1 Janik Kroh (42.), 2:1 Jan Müller (79.), 2:2 Dogan Citlak (90. +3., FEM).
Zuschauer: 900.
Schiedsrichter: Thomas Czada (Marburg).
SV Hartenrod: Jörn Schmidt- Kaiser (90.+2) Bangard), Happel (90.+2 Plaum), Müller, Andreas Hinterlang - Achenbach, Kilicarslan Jannik Jung - Schäfer, Mück (55. Rossmüller), Niclas Jung.
SG Oberes Edertal: Bettelhäuser - Pascal Blank (85. Babayigit), Pracht, Paltschuk, Biber - Em, Kroh, Bartel - Blank, Hirt, Citlak.

von Herbert Lenz

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Von Redakteur Bodo Ganswindt

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