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„Es war ein Ritt auf der Rasierklinge“

Fußball, Verbandsliga Mitte „Es war ein Ritt auf der Rasierklinge“

Im ersten Restrundenspiel hörten die „Blauen“ so auf, wie sie das letzte Heimspiel in 2014 ­beendet hatten: Mit einem tollen Erfolgserlebnis im Derby gegen den ehemaligen Hessenligisten FSV ­Braunfels

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Janick Wagner (FV 09 Breidenbach, rechts) gegen David Seibel (FSV Braunfels, links). Foto: Miriam Prüßner

Quelle: Miriam Prüßner

Breidenbach. Der Pleite am Braunfelser Stadion „Schlossblick“ folgte die grandiose Wiedergutmachung auf Kunstrasen im Breidenbacher Gunterstal-Stadion. Revanche mit exakt dem gleichen Ergebnis für die Hinspielniederlage geglückt und den Kontakt zum Spitzen-Trio gehalten: Das Team aus dem Perftal schwimmt nach einer grandiosen Schlussphase weiter auf einer Erfolgswelle.

„Hochachtung vor der Mannschaft. Was sie abgespult hat, das macht richtig Bock mit den Jungs zu spielen. Erst recht, wenn sie deinen eigenen Fehler mit diesem Resultat ausbügeln. In der zweiten Halbzeit war es ein Ritt auf der Rasierklinge und ein hochverdienter Sieg“, strahlte FVB-Abwehr-Chef und Spielertrainer Steffen Schmitt bei einbrechender Dunkelheit und Temperaturen knapp oberhalb des Gefrierpunkts.

Und ausgerechnet dem Ex-Profi aus Eibelshausen war in der 42. Minute ein folgenschwerer Patzer unterlaufen: In seinen viel zu kurzen Rückpass spitzelte Maurice Assmann. FVB-Keeper Tobias Dünhaupt versuchte zu retten, was zu retten war, doch die Nummer 14 der Gäste schob den Ball ins leere Breidenbacher Tor.

Sekunden später: Erneut leistete sich der FVB-Defensivverbund einen Blackout, wieder kam Assmann in eine gute Schussposition, doch diesmal blieb Dünhaupt der Sieger und verhinderte somit eine ­Vorentscheidung zugunsten der Gäste.

Diese hätte allerdings den Spielverlauf auf den Kopf gestellt. Denn die Hausherren begannen sehr druckvoll, und alleine Steffen Schmitt per Kopf in der vierten Minute und Toptorjäger Felix Baum hätten die „Blauen“ in Führung bringen müssen.

Am Chancenplus der Gastgeber änderte sich auch im zweiten Akt nichts. Doch Baum (48., 59.) und der quirlige, aber manchmal zu verspielte Papa Yaw Afriyie, (er absolviert bei einem italienischen Zweit-Ligisten ein Probetraining) versiebten einige hochkarätige Einschussmöglichkeiten.

„Schade, es war mindestens ein Punkt für meine tapfer kämpfende Mannschaft drin, doch der Sonntagsschuss hat das Ding gedreht“, haderte hinterher FSV-Trainer Thorsten Dinkel und sprach die Szene in der 77. Minute an. Mit einem herrlichen „Sonntagsschlenzer am Samstag“ aus gut 25 Metern und nach Zuspiel des laufstarken Nikola Novakow egalisierte der 18-jährige Okay Yildirim zum hochverdienten 1:1-Ausgleichstreffer und setzte damit den Startschuss für eine denkwürdige und furiose Schlussphase, welche die gut 120 Zuschauer trotz der bitterkalten Temperaturen unter den Flutlichtmasten strahlen ließ.

Nach einer Wagner-Ecke schraubte sich in der 86. Minute der bärenstarke „Allrounder“ Johannes Damm am höchsten und ließ mit seinem platzierten Kopfball dem langen FSV-Keeper Jens Rock keine Abwehrmöglichkeit.

Den Schlusspunkt setzte - wieder einmal und nach zuvor vielen vergeblichen Versuchen - der 25-jährige FVB-Torgarant Felix Baum mit seinem 22. Saisontreffer per Strafstoß, der an ihm selbst verschuldet worden war.

Tore: 0:1 Maurice Assmann (42.), 1:1 Okay Yildirim (77.), 2:1 Johannes Damm (86.), 3:1 Felix Baum (90., FEM).

Breidenbach: Tobias Dünhaupt - Brandl, Schmitt, Damm, Novakov - Wagner, Heinz, Reiprich (80. Plum) - Baum (90. +1. Hinterlang), Papa Yaw Afriyie (89. Robin Dünhaupt).

Braunfels: Rock - Brück, Schmidt, Heblik, Potapov - Jung, Schug (85. Schäfer), Schaffarz, Usic - Seibel (46. Hartmann), Assmann.

Schiedsrichter: Sebastian Klein (Amöneburg). Zuschauer: 120. Gelbe Karten: Brandl, Afriyie - Schmidt, Jung, Schaffarz. Beste Spieler: Tobias Dünhaupt, Brandl, Damm, Baum, Yildirim, Novakov / Brück, Schmidt, Jung.

von Herbert Lenz

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