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Erksdorfs Schicksal entscheidet sich auswärts

Fußball, Kreisoberliga-Zwischenbilanz Erksdorfs Schicksal entscheidet sich auswärts

Eigentlich wurde der TSV Erksdorf vor der Saison hoch gehandelt. Allerdings blieb die Mannschaft hinter den Erwartungen zurück und steckt mitten im Abstiegskampf der Kreisoberliga.

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Der Erksdorfer Markus Harder ist wieder fit und für die Restrunde eine Alternative. Foto: Thorsten Richter

Quelle: Thorsten Richter

Marburg. Erksdorf. Bei den Ostkreislern hatte sich das Personal-Karussell zum Saisonbeginn kräftig gedreht, zehn Spieler gingen, neun Akteure wurden neu verpflichtet. In der Vorbereitungszeit musste das Trainer-Team um Christian Rettig und Steffen Banf eine völlig neue Mannschaft aufbauen, die von den Namen her gut besetzt ist. Immerhin kamen von den Neuzugängen zwei vom Gruppenligisten FSV Schröck und gleich sechs vom Gruppenliga-Absteiger Stadtallendorf II.

Nach einem 2:2 im Auftaktspiel gegen Röddenau sorgte die Mannschaft mit einem 5:0-Kantersieg bei der FSG Südkreis am zweiten Spieltag für einen wahren Paukenschlag. Doch nur drei Tage später wurden die Erksdorfer nach einer 2:4-Heimniederlage gegen den FSV Cappel auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt. Es folgten vier weitere Niederlagen. Nach dem 1:3 gegen Aufsteiger SC Gladenbach fand sich die Elf auf dem letzten Tabellenplatz wieder.

Mit dem zweiten Auswärtssieg der Saison bei der SG Eder gab man acht Tage später die rote Laterne wieder ab. Aber dass der Mannschaft in dieser Phase einfach die Konstanz fehlte, zeigte sie nur eine Woche später beim 0:2 gegen den SV Eckels-hausen vor heimischer Kulisse. Nach einer knappen 1:2-Niederlage in Biedenkopf und einem 2:2 im Lokalderby gegen Stadtallendorf II gab es beim 1:6 zu Hause gegen den Aufsteiger VfL Dreihausen den absoluten Tiefpunkt der Saison.

Nach dieser Pleite fand Spielertrainer Christian Rettig deutliche Worte und forderte für die nächsten Spiele eine ganz andere Einstellung seiner Mannschaft. Aufstehen oder liegen bleiben? „Das war vor dem Derby in Großseelheim die Frage“, erinnert sich Rettig noch an die kritische Situation.

Die Mannschaft hatte die Zeichen der Zeit offensichtlich erkannt und kehrte mit einem 1:0-Sieg aus Großseelheim zurück. Im Gegensatz zu den zuvor gewonnenen Auswärtssiegen gab es diesmal im nächsten Heimspiel keinen Rückfall und mit zwei Erfolgen gegen die SG Rosenthal/Roda und Schlusslicht SG Fronhausen konnte sich das Team auf den zwölften Tabellenplatz verbessern.

In den letzten drei Spielen im Jahr 2013 gab es dann allerdings zwei Remis gegen Türk Breidenbach und in Beltershausen sowie auf dem Kunstrasenplatz in Stadtallendorf eine 1:2-Niederlage gegen den Aufsteiger aus Cölbe. Der Tabellenvierzehnte ist mit nur neun Punkten die viertschwächste Heimelf der Kreisoberliga. Allerdings traf man zu Hause - mit Ausnahme des VfL Biedenkopf - auch auf die acht ersten Mannschaften in der Tabelle.

Die Zwischenbilanz sieht ernüchternd aus. Die „Ostkreisler“ hatten sich einige Punkte mehr erhofft. „Mit der sportlichen Situation haben wir uns das alles ein bisschen anders vorgestellt“, sagt Rettig, der sich nach den Verstärkungen zu Saisonbeginn eine bessere Platzierung ausgerechnet hatte.

In der Rückrunde kann der TSV nur noch viermal zu Hause antreten und muss daher versuchen, alle Heimspiele für sich zu entscheiden. Von den neun Auswärtsspielen finden fünf bei direkten Konkurrenten (Röddenau, Cappel, Eckelshausen, Fronhausen und Rosenthal/Roda) im Abstiegskampf statt. Dazu sind die Erksdorfer am letzten Spieltag spielfrei und können nicht mehr in das Geschehen eingreifen.

Durch die beiden Winterneuzugänge Marco di Palma und Anil Ir sowie die Rückkehr der Langzeitverletzten Steffen Sommer, Cristopher Kroll und Markus Harder hat sich der Kader quantitativ und qualitativ verbessert und den Konkurrenzkampf im Team neu belebt.

„Wir haben noch 13 Spiele, in denen wir noch mindestens 25 Punkte holen müssen. Vor allem auswärts müssen wir etwas reißen, um in der Liga zu bleiben“, fordert Rettig. Die ersten zwei Spiele der Restrunde in Röddenau und Cappel werden Aufschluss darüber geben, wohin der TSV-Zug im Jahr 2014 fährt.

Bilanz: Platz 14 mit 19 Punkten, 5 Siege, 4 Remis, 10 Niederlagen.

Beste Torschützen: Fabio Monaco (15), Christian Hooß (8).

Höchster Heimsieg: 7:1 gegen SG Fronhausen; höchste Heimniederlage: 1:6 gegen VfL Dreihausen; höchster Auswärtssieg: 5:0 bei der FSG Südkreis; höchste Auswärtsniederlage: 1:4 beim FV Cölbe.

Neuzugänge: Marco di Palma (TSV Mengsberg), Anil Ir (SV Nieder-Ofleiden).

Abgänge: Benjamin Wilbur (SV Großseelheim), Christian Müller (RSV Kleinseelheim), Paul Bulach, Dirk Schmidt und Patrick Kraft (alle Ziel unbekannt).

Auftaktprogramm: TSV Röddenau (A), FSV Cappel (A).

von Lothar Reeber

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