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Erfolgsjahr soll kein Zufall sein

Volleyball, Regionalliga-Vorschau Erfolgsjahr soll kein Zufall sein

In der vergangenen Saison erreichten die Männer des TV und die Frauen der Volleys jeweils großartige Platzierungen in den Regionalligen Südwest. Eine Mannschaft hat laut ihrem Trainergespann die Chance auf den Aufstieg.

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Mirka Holthausen, die hier angreift, kämpfte sich mit den Biedenkopf-Wetter Volleys bei Meister TV Jahn Kassel nach 0:2-Satzrückstand in den Tiebreak.

Quelle: Michael Hoffsteter

Biedenkopf. TV BIEDENKOPF

Bei der ersten Mannschaft des TV Biedenkopf war und ist das Eingespieltsein eine wichtige Zutat für das Erfolgsrezept. „Wir haben einen festen Stamm von Spielern, die seit vielen Jahren zusammenspielen“, erklärt Trainer Wolfhard Glodde, er weiß aber auch: „Wir werden in dieser Saison keinen Gegner mehr überraschen, weil die uns jetzt kennen.“ Man sei von der ein oder anderen Mannschaft vielleicht unterschätzt worden. Das werde dieses Jahr nicht mehr der Fall sein. Umstellen will der Coach sein Spielsystem allerdings nicht. „Wir sind, wer wir sind und werden das Rad nicht neu erfinden“, erklärt er.

Eine weitere Schwierigkeit könnte der dezimierte Kader sein. Hatte Glodde in der vergangenen Spielzeit noch aus einem Pool von zwölf Spielern schöpfen können, kann er sich in der kommenden Saison nur auf zehn Akteure verlassen. „Da mache ich mir ein wenig Sorgen. Wir sind dadurch natürlich nicht so gut gegen Verletzungsausfälle geschützt“, meint der Übungsleiter.

Glodde gibt keinen bestimmten Platz als Ziel aus

Auch wenn er der Meinung ist, dass die bevorstehende Saison schwieriger wird als die vorangegangene, ist Glodde insgesamt guter Dinge und glaubt, dass seine Mannschaft eine erfolgreiche Runde spielen kann. Einen bestimmten Tabellenplatz habe er nicht anvisiert. Im Kampf um die Spitzenplätze sieht er insbesondere die TG Rüsselsheim III als Favoriten an. Am 17. September wartet ein Turnier in Heidelberg als letzter Test. Sieben Tage später wird es in der Liga ernst. Dann bestreitet Biedenkopf das erste Saisonspiel zuhause gegen den TV Feldkirchen.

BIEDENKOPF-WETTER VOLLEYS

Es war fast beispiellos, was die Volleys in der vergangenen Rückrunde leisteten. Mit einer starken Leistung und Siegen am laufenden Band rollten die Frauen das Feld der Regionalliga Südwest von hinten auf und wurden Dritte. An der Spitze der Mannschaft steht Spielführerin Mirka Holthausen, die von sich sagt, gegenüber den Schiedsrichtern „die größte Klappe“ zu haben. Und was, wenn mal Zickereien im eigenen Team aufkommen? „Es gibt keine“, sagt Holthausen hüstelnd und lacht. Wenn es mal dicke Luft gibt, dann ist sie als Führungsspielerin zur Stelle und glättet die Wogen. Die Messlatte für sich und ihre Teamkameradinnen legt sie hoch: „Ich denke, dass wir das Potenzial haben, ganz oben zu stehen.“

So sieht es auch Alisha Kie­nast, die nach einjähriger Australienreise ins Team zurückgekehrt ist. „Ein Jahr lang konnte ich machen, was ich wollte und jetzt kommt wieder Disziplin und Trainingsfleiß in mein Leben“, sagt sie. Allerdings sei die Reintegration in die Mannschaft sehr leicht gewesen. Das führt Kienast auf die „großartige Stimmung“ im Team zurück.

Dem pflichtet Mayla Autzen bei. „Wir hatten noch nie so eine gute Mannschaftsstimmung wie jetzt“, versichert sie. Die Tochter von Thomas Autzen, der mit Volkmar Hauf das Trainerduo bildet, ist mit 17 Jahren die jüngste Spielerin im Kader.

Zuversicht nach Kunkler-Rückkehr

Laut Hauf sei die Stimmung im Team ein entscheidender Faktor für den Erfolg, aber der Übungsleiter weiß auch, dass sich gute Stimmung aus Erfolgen speist. Am besten schon im ersten Saisonspiel am 24. September beim SV Steinwenden.

Haufs Zuversicht, dass das Team einen weiteren Schritt nach vorne machen kann, basiert auch auf der Rückkehr von Pauline Kunkler. Die Mittelblockerin, die in der Jugend des TV Biedenkopf ausgebildet worden war, spielte zuletzt drei Jahre beim Erstligisten VC Berlin und ist zurück an alter Wirkungsstätte. Kunkler bringt Spielerfahrung und Qualität mit.

Autzen sieht großes Entwicklungspotenzial. „Wir sind in Sachen Technik, Athletik und Spielintelligenz gut aufgestellt“, meint er. Mit einer Schwäche rückt Hauf dann aber doch raus: „Manchmal haben die Spielerinnen Probleme, über die gesamte Trainingsdauer aufmerksam zu sein.“

von Benjamin Kaiser

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