Volltextsuche über das Angebot:

23 ° / 12 ° wolkig

Navigation:
„Er ist der kompletteste Spieler der Liga“

Fußball, Verbandsliga Mitte „Er ist der kompletteste Spieler der Liga“

Erst die Hochzeitsfeier in München, dann der Vierer-Pack gegen die „Multi-Kulti-Truppe“ aus dem Frankfurter Stadtteil: Felix Baum war gestern der „Super-Mann des Tages“.

Voriger Artikel
Mengsbergs letztes Aufgebot glücklos
Nächster Artikel
Bauerbach verteidigt Titel

Breidenbachs Felix Baum (rechts) spielt den Ball vor Unterliederbachs Hicham Mimi.Foto: Andreas Schmidt

Quelle: Andreas Schmidt

Breidenbach. Mit einem 4:1-Erfolg über den VfB fuhren die „Blauen“ im dritten Heimspiel in Serie den zweiten „Dreier“ ein und bleiben in der Erfolgsspur. „Das ist unser Tag“. Der Hit von Super-Star Helene Fischer dröhnte eine Stunde vor dem Anpfiff durch die Lautsprecherboxen. Nach 90 Spielminuten war der gestrige Sonntag ein Tag wie gemalt für Felix Baum, der erst zwei Stunden vor Spielbeginn aus München kommend am Spielort eingetroffen war - und nachher im Mittelpunkt stand.

„Als 50-Jähriger habe ich heute mitbekommen, was es heißt, wenn man eine Lebensversicherung hat. Er ist in meinen Augen nicht nur der kompletteste Spieler der Liga, sondern auch der torgefährlichste“ , verteilte FVB-Coach Torsten Opitz ein Sonderlob an den „Mann des Tages“.

Baum gab das Lob an die Mannschaft weiter. „Kompliment, es war eine super Mannschaftsleistung. Wir hätten heute sogar noch zwei Treffer mehr machen müssen“, sagte der 24-jährige Torjäger.

Dabei mussten die Hausherren bei idealen äußeren Bedingungen eine Umstellung in der Anfangsformation vornehmen: Für den verletzten Josip Katic rückte Johannes Damm in die Vierer-Abwehrkette und zeigte eine überragende Leistung.

„Trotz des klaren Sieges müssen wir uns vorwerfen lassen, dass wir über zwei Drittel der Partie keinen richtigen Zug in unser Spiel bekommen haben. Insgesamt haben wir unsere Linie nicht finden können, letztendlich den Gegner aber beherrscht“, fand Coach Opitz noch ein Haar in der Suppe.

Dabei hatten die gut 150 Besucher schon nach sieben Minuten Grund zum Torjubel: Spezialist Janick Wagner schlug einen von unzähligen Freistößen aus dem Halbfeld in den Strafraum. Nach einem verunglückten Kopfballversuch eines Gästeabwehrspielers war VfB-Keeper Daniel Knapschinski von der Sonne geblendet, Felix Baum dagegen hellwach und köpfte zur Führung ein. Vier Minuten später setzte sich Salman Azougagh auf der rechten Seite durch. Der starke Dalmeida stand völlig frei, doch FVB-Keeper Tobias Dünhaupt tauchte ins richtige Eck. In der 19. Minute zischte ein Wagner-Freistoß an Freund und Feind vorbei, aber auch am langen Pfosten.

In der Folge ließen die Gastgeber den Zug nach vorne gänzlich vermissen, zu schwerfällig war zudem auch das Umschaltspiel von Defensive auf Offensive. Und so kam, was kommen musste - allerdings aus dem Nichts heraus: Ein langer Ball segelte in den Strafraum, Dünhaupt und Steffen Schmitt, der per Kopf klärte, waren sich in diese Situation uneins, und als „lachender Dritter“ egalisierte Dalmeida mit einem herrlichen Heber zum 1:1.

Doch was wäre Breidenbach ohne „Super-Felix“? Nach einer Wagner-Ecke wuchtete er den Ball per Kopf mit dem Pausenpfiff in die Maschen.

Es dauerte dann bis zur 64. Minute, ehe wieder etwas Aufregendes passierte: Nach einem klaren Foul an Nikola Novakov blieb die Pfeife des inkonsequenten Unparteiischen Krämer aus Frankfurt stumm, ehe der fleißige, aber in manchen Situationen zu eigensinnige Papa Yaw Afriyie den Ball übers Tor drosch. Nach einem herrlichen Solo scheiterte dann Baum an Knapschinski. Doch mit dem Schlusspfiff blieb Baum gegen den VfB-Keeper zum vierten Mal der große Sieger.

Tore: 1:0 Felix Baum (7.), 1:1 Dalmeida (38.), 2:1, 3:1, 4:1 Baum (45., 63., 90.).

Breidenbach: Dünhaupt - Brandl, Pfeiffer (81. Plum), Schmitt, Damm - Novakov (81. Hinterlang), Heinz, Wagner (68. Michel), Reiprich - Afriyie, Baum.

Unterliederbach: Knapschinski - Elourdani, Rimavicius, Mimi, Walter - Bentaayate (79. Hakim Azougagh), Kalyoncu, Antinac (70. Molongua) - Salman Azougagh (74. Davidovic), Sieniawski - Dalmaida.

Schiedsrichter: Aaron Krämer (Frankfurt).

Zuschauer: 160. Gelbe Karten: Schmitt, Reiprich - Rimavicius, Mimi.

Gelb-Rote Karte: Hicham Mimi wegen Meckerns (60.) Beste Spieler: Dünhaupt, Pfeiffer, Schmitt, Damm, Baum / Walter, Dalmeida, Salman Azougagh.

von Herbert Lenz

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Lokalsport
../dpa-ServiceLine-images/large/urn-newsml-dpa-com-20090101-170707-99-155169_large_4_3.jpg
Fotostrecke: Wie werde ich Sounddesigner/in?