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Ende für das Schiedsrichter-Pflichtsoll?

Kreisfußballtag in Cölbe Ende für das Schiedsrichter-Pflichtsoll?

Die Vorarbeit ist gemacht: Beim Kreisfußballtag am Freitag (18.30 Uhr) in der Gemeindehalle Cölbe sollen die personellen Wechsel in den Führungsgremien bestätigt werden. Anträge gibt es insbesondere von den Schiedsrichtern.

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Auf die Gelbe folgt die Rote Karte: Das soll künftig in allen Seniorenligen mit einer Ein-Spiel-Sperre bestraft werden.

Quelle: imago

Cölbe. Kreisfußballwart Peter Schmidt erwartet keinen großen Diskussionsstoff. „Das wird ziemlich reibungslos ablaufen“, geht er von einem ruhigen Verlauf des Kreisfußballtages am Freitag (18.30 Uhr) in der Gemeindehalle Cölbe aus. Denn: Die personellen Wechsel in den jeweiligen Gremien sind bereits im Vorfeld klar und müssen lediglich von den Vereinsvertretern bestätigt werden.

Im Kreisfußballausschuss (KFA) etwa tritt Kurt Arke aus gesundheitlichen Gründen als Pressewart zurück. Arke hatte seit 1993 das Amt inne. Für ihn steht Oliver Herr (FV Cölbe) als Ersatz bereit, der sich auch vermehrt um den stark verbesserungswürdigen Internetauftritt des KFA kümmern möchte. Auch die Schiedsrichter im Kreis sowie der Kreisjugendfußballausschuss haben sich bereits neu aufgestellt (die OP berichtete).

Usinger soll auf Riehl folgen

Personelle Veränderungen soll es ebenfalls im Rechtswesen geben. Der Vorsitzende Bernd Riehl stellt seinen Posten aus zeitlichen Gründen zur Verfügung. Den Vorsitz übernehmen soll nun Rolf Usinger (FV Wehrda). „Bernd hat den Posten angeboten, weil er nur sehr begrenzte Zeit dafür hat. Er will uns als einer von zehn Beisitzern aber erhalten bleiben“, erklärt Schmidt.

Neben den Neuwahlen sowie den obligatorischen Ehrungen stehen auch einige Anträge zur Abstimmung. Darunter auch ein Vorschlag von Schmidt selbst, der bereits 2012 eingebracht worden war. Der Antrag sieht vor, dass alle Schiedsrichter in einen Pool eingeteilt werden, der direkt dem Kreisschiedsrichterausschuss untergeordnet ist. Die Vereine sollen sich zwar finanziell an diesem Pool beteiligen, die Erfüllung des Pflichtsolls fiele dabei aber weg, da die Neuanwerbung von Unparteiischen zukünftig dem Kreisschiedsrichterausschuss selbst obliegt.

„Diesen Antrag auf Kreisebene durchzubekommen, ist nicht das Problem“, sagt Schmidt. „Wir müssen aber sehen, dass das langsam mal nach oben rausgeht.“ Dem Verband liege der Antrag zwar schon seit geraumer Zeit vor, „die verschiedenen Gremien schieben ihn sich aber hin und her“, klagt der Marburger Kreisfußballwart. Nun soll der Druck auf den Verband erhöht werden.

Gelb-Rot soll in allen Seniorenligen Sperre nach sch ziehen

Die meisten Anträge stellt indes die Kreisschiedsrichtervereinigung selbst. „Die Schiedsrichter haben landesweit auf allen Kreisfußballtagen die­selben Anträge gestellt“, erklärt Schmidt. Unter den sechs Vorschlägen der Unparteiischen sind unter anderem die Abschaffung der „Gesichtskontrolle“ bei der Kontrolle der Spielerpässe sowie die Ausweitung der Ein-Spiel-Sperre nach einer Gelb-Roten-Karte auf alle Seniorenligen. Die Referees erhoffen sich dadurch eine Stärkung des Fair-Play-Gedanken.

Komplettiert werden die Abstimmungen von einem Antrag des FV Wehrda zur Meldung von Reservemannschaften in Konkurrenz sowie einer Vorlage der FSG Ebsdorfergrund zum Punktabzug bei Nichterfüllung des Schiedsrichter-Pflichtsolls.

von Tobias Kunz

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