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Emotionaler Leader Baker bleibt an Bord

BC Marburg treibt Personalplanung voran Emotionaler Leader Baker bleibt an Bord

Der BC Pharmaserv ­Marburg hat die Kaderplanungen für die nächste Bundesliga-Saison vorangetrieben. Zwei Verträge mit Spielerinnen wurden verlängert, drei nicht.

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Tonisha Baker (links) bleibt den Blue Dolphins erhalten. Trainer Patrick Unger hält große Stücke auf die Aufbauspielerin. Foto: Thorsten Richter

Quelle: Thorsten Richter

Marburg. Die Blue Dolphins sicherten sich weiterhin die Dienste von Tonisha Baker und Finja Schaake. Nicht mehr im BC-Trikot auflaufen werden in der nächsten Spielzeit dagegen - wie die OP berichtete - Lisa Koop, Alissa Pierce und Brittany Wilson.

Die 22-jährige deutsche Nationalspielerin Finja Schaake (11,8 Punkte) und die 24-jährige US-Amerikanerin Tonisha Baker (10,0) waren in der vorigen Bundesliga-Spielzeit die erfolgreichsten Punktesammlerinnen für das Pharmaserv-Team. „Finja und ,Bake‘ haben beide den Vorteil, dass sie mich jetzt schon länger kennen und somit einen Kern des Teams bilden können“, baut BC-Trainer Patrick Unger auf das Duo. Er selbst hatte bereits vor wenigen Wochen seinen Vertrag um zwei Jahre verlängert.

„Wir freuen uns sehr, dass Finja bleibt“, sagt der 32-Jährige, „in den vergangenen drei Jahren hat sie sich unglaublich gut entwickelt. Obwohl sie in der vorigen Saison auch einige Ups and Downs hatte, ist sie sehr wichtig für uns. Gemeinsam wollen wir den nächsten Schritt machen und Konstanz sowie ihre Führungspersönlichkeit weiter entwickeln. Wir hoffen, dass uns das gelingt.“

Unger: Bei Baker steht das Team im Vordergrund

Die Flügelspielerin sagt selbst: „Ich freue mich, dass ich eine weitere Saison für meine Geburtsstadt Marburg spielen werde. Die passende Kombination aus Studium, Familie und Basketball haben letztendlich den Ausschlag gegeben. Ich hoffe, dass wir mit den Fans und Verantwortlichen im Rücken eine erfolgreiche Saison spielen werden.“

Tonisha Baker sei für den Verein „eine sehr wichtige Verpflichtung“ gewesen, sagt Unger. „Wir haben schon einmal den Fehler gemacht und haben sie gehen lassen. Das wollten wir dieses Mal unbedingt vermeiden. ,Bake‘ passt perfekt zum von uns angestrebten Stil von harter Defense und schnellem Spiel. Außerdem ist sie unser Energizer und emotionaler Leader gewesen. Sie hasst es zu verlieren und stellt die Interessen des Teams in den Vordergrund. Das sind die Charaktere, die wir in der nächsten Saison dringend brauchen.“

Verlassen wird die Dolphins dagegen Lisa Koop. Die 29-Jährige kehrte vor der Saison nach zweijähriger Unterbrechung zurück in ihre Geburtsstadt. Für ihren Stammverein holte sie in der abgelaufenen Saison 8,6 Punkte und 6,9 Rebounds. Ihr letzter Auftritt war ihre 200. Bundesliga-Partie für die Lahnstädterinnen. „Lisa hat sich die Saison wirklich durchgefightet. Es lief sportlich bei ihr immer mal wieder nicht so gut, aber sie kam immer wieder zurück“, sagt Coach Unger. „Am Ende haben wir uns so entschieden, da wir weg von dem klassischen Brett-Center kommen und unseren Spielstil somit auch gerne etwas ändern wollen.“

Baker erhält Vorzug vor Pierce und Wilson

Auch Alissa Pierce (28 Jahre) kam nach zwei Jahren zurück nach Marburg. Hier erzielte sie 8,2 Punkte. Unger sagt: „Sie ist nach der Trennung von Reaves auf der Aufbau-Position eingesprungen und hat sich dort von Spiel zu Spiel steigern können. Allerdings ist sie kein etatmäßiger Point Guard und meiner Meinung nach nicht ganz so intensiv wie ,Bake‘ auf der amerikanischen Guard-Position.“

Die 25-jährige Brittany Wilson kam erst während der Hinrunde zum BC und sammelte in 14 Liga- und Playoff-Spielen 8,8 Punkte. „Es war schön, dass wir sie verpflichten konnten. Obwohl sie eine sehr gute Spielerin ist, haben wir uns auf den amerikanischen Positionen für ,Bake‘ entschieden“, kommentierte Unger.

von Marcus Richter

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