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Eintracht wird für großes Engagement belohnt

Fußball-Hessenliga Eintracht wird für großes Engagement belohnt

Auch ohne Laurin Vogt und Dominik Völk sicherte sich eine starke Eintracht aus Stadtallendorf den ersten Heimsieg des Jahres.

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Stadtallendorfs Del-Angelo Williams (links, gegen Sahin Erman Tasgin) erzielte gegen Seligenstadt zwei Tore. Foto: Hoffsteter

Quelle: Michael Hoffsteter

Stadtallendorf. 6 der vergangenen 7 Spiele gewonnen, verlustpunktfrei im Jahr 2015, binnen 7 Spieltagen von Platz 13 auf Platz 7 geklettert - und nun das: 4:1 gegen ein Team, das TSV-Coach Dragan Sicaja zu den spielstärksten der Liga zählt. Bei der Eintracht läuft es mittlerweile richtig rund.

„Wir sind gut drauf, haben uns gefunden, arbeiten gut als Team, das ist unsere Stärke. Hier nimmt sich keiner raus. So werden wir weiter unsere Punkte holen. Da habe ich gar keine Angst“, erklärte TSV-Mittelfeldspieler Kevin Bartheld, warum es seit geraumer Zeit kaum Gründe zum Meckern gibt.

Warum der Gast die knapp 130 Kilometer weite Rückreise ohne Zählbares im Gepäck antreten musste, wusste Sportfreunde-Trainer Klaus Reusing: „Bei unserem Gegentor vor der Halbzeit und in ein, zwei Zweikämpfen hat man gemerkt, dass Stadtallendorf mehr investiert hat und mehr wollte.“ Zu sehen bekamen die gut 250 Zuschauer rings um den Kunstrasen im Herrenwaldstadion ein sehenswertes Spiel auf technisch hohem Niveau, in dem die Gäste in einer ausgeglichenen Anfangsphase ihre erste gute Torchance nutzten, als Tim Franz nach einer Flanke vom rechten Flügel per Kopf zur Führung traf (20.).

Gegen sehr kompakt auftretende, tief stehende und auf Konter lauernde Sportfreunde hatte die Heimelf zwar fortan mehr Ballbesitz, schaffte es aber kaum, sich zwingende Torchancen zu erarbeiten. Erst nach einer Kopfballvorlage des starken Ariel Szymanski sorgte Del-Angelo Williams mit dem Pausenpfiff des gut leitenden Unparteiischen Timo Wlodarczak (Bebra) per Dropkick für den Ausgleich (45.).

Nach dem Seitenwechsel bot sich das gleiche Bild: Seligenstadt stand tief, die Eintracht gab den Ton an. „Der Trainer hat zu uns gesagt: ‚Die haben mehr Angst vor uns als wir vor denen‘“, plauderte Bartheld mit einem Schmunzeln aus dem Nähkästchen. „Wir haben uns Respekt erarbeitet, schließlich haben wir sechs der letzten sieben Spiele gewonnen. Und gegen Steinbach war es auch keine normale Niederlage“, wusste Sicaja, warum die Gäste so defensiv agierten - was Reusing auch so geplant hatte, wie er verriet: „Wir wollten Stadtallendorf ein bisschen locken und dann schnell nach vorne spielen. Das hat teilweise geklappt. Insgesamt waren wir zu wenig zwingend nach vorne.“

Nach einer Flanke des kampfstarken Kevin Schudy spitzelte Williams das Leder zum 2:1 über die Torlinie (74.), ehe Bart­held 120 Sekunden später mit einem gut platzierten Flachschuss aus gut 18 Metern auf 3:1 erhöhte.

„Wir haben jetzt die Souveränität, Ruhe zu bewahren, wenn wir mal in Rückstand geraten. Je länger das Spiel gedauert hat, desto laufstärker und präsenter waren wir in den Zweikämpfen. Wir haben den Gegner zu Fehlern gezwungen und auch in den richtigen Momenten die Tore gemacht“, war sich Sicaja mit seinem Trainerkollegen einig, dass der Sieg in Ordnung ging. Die Gäste, die auf Toptorjäger Peter Sprung verzichten mussten, der sich im Abschlusstraining eine Zerrung zugezogen hatte, warfen in der Schlussphase alles in die Waagschale - jedoch vergebens. Mit der Picke schloss der eingewechselte Ceyhun Dinler einen Konter zum 4:1-Endstand aus Sicht der im zweiten Abschnitt besseren Platzherren ab (86.). „Jetzt haben wir gezeigt, dass wir gegen jede Mannschaft mithalten können“, freute sich der TSV-Coach, der Neuzugang Michel Groß in der Schlussphase noch die ersten Pflichtspiel-Sekunden im Eintracht-Trikot gönnte, während der erstmals spielberechtigte Neuzugang Naoki Mori auf der Ersatzbank Platz nahm.

Tore: 0:1 Tim Franz (20.), 1:1, 2:1 Del-Angelo Williams (45., 74.), 3:1 Kevin Bartheld (76.), 4:1 Ceyhun Dinler (86.). Stadtallendorf: Säglitz - Atas, Vidakovics, Guzu (68. Dinler), Wellner - Arifi - Schudy, Bartheld, Szymanski, Ademi (90. Groß) - Williams (80. Erben). Seligenstadt: Jordanic - Prümm, Hertrich, Richter, Ransom (63. Kopp) - Tasgin (76. Di Natale) - Leis, Väth, Hofmann, Stefani (82. Hoffmann) - Franz. Schiedsrichter: Timo Wlodarczak (Bebra). Gelbe Karten: Vidakovics / Franz, Kopp, Leis. Zuschauer: 250. Beste Spieler: Arifi, Szymanski, Williams, Vidakovics / Ransom, Hofmann.

von Marcello Di Cicco

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