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Eintracht vor hoher Auswärtshürde

Fußball-Hessenliga Eintracht vor hoher Auswärtshürde

Mit einem Sieg bei Viktoria Griesheim will die Stadtallendorfer Eintracht den Druck auf Mitaufstiegskonkurrent Rot-Weiß Frankfurt aufrechterhalten.

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Beim 3:0-Sieg im Hinspiel brachte Laurin Vogt die Stadtallendorfer mit diesem gegen Griesheims Torwart René Blessing verwandelten Elfmeter in Führung.

Quelle: Thorsten Richter

Stadtallendorf. Nun steht es also fest: In Eintracht Stadtallendorf, Rot-Weiß Frankfurt, Bayern Alzenau und Borussia Fulda haben vier Hessenligisten für die Regionalliga Südwest gemeldet und kämpfen um den direkten Aufstieg beziehungsweise die Teilnahme an den Aufstiegsspielen (die OP berichtete).

Wie die Regionalliga Südwest GbR mitteilte, haben 34 Vereine beziehungsweise Kapitalgesellschaften ihre Meldeunterlagen bis zum Ablauf der Frist am vergangenen Dienstag eingereicht - neben allen 19 Regionalligisten die Drittligisten Sonnenhof Großaspach (5.), SV Wehen Wiesbaden (15.), FSV Frankfurt (18.) und FSV Mainz 05 II (20.), die Baden-Württemberger Oberligisten SC Freiburg II (1.), FSV Bissingen (2.), TSG Balingen (4.) und Bahlinger SC (6.) sowie die Rheinland-Pfalz/Saar-Oberligisten TSV Schott Mainz (1.), SV Röchlingen Völklingen (2.) und TuS Mechtersheim (4.).

Spätes Frankfurter Bekenntnis verwundert

Dass in Tabellennachbar Rot-Weiß Frankfurt auch der ärgste Konkurrent der Eintracht den Willen zum Aufstieg bekundet, wundert Stadtallendorfs Coach Dragan Sicaja nicht - wie manch anderen Beobachter aber der Zeitpunkt, das Bekenntnis zur Meldung erst kurz vor Ultimo abzugeben: „Jeder kann das machen, wie er will. Wir haben uns für einen anderen Weg entschieden, weil wir mit offenen Karten spielen wollten - unseren Spielern, aber auch unseren Fans gegenüber“, begründet der Trainer des TSV, dessen Rivale Nummer eins ohnehin kein offenes Buch ist.

Hatte Frankfurts Präsident Ottmar Klauß Ende vergangener Woche noch gegenüber der OP erklärt, dass es „vereinsintern noch keine Entscheidung“ über eine Meldung gebe, so räumte Axel Vonderschmitt, Sportlicher Leiter der Rot-Weißen, Anfang dieser Woche ein, dass die Mannschaft schon „seit längerem“ darüber informiert war, dass der Traditionsklub aufsteigen würde.

Es mag aber auch ein Psychotrick sein, den so mancher Eintrachtler schon bei der Trikotposse im Rückspiel sah, als der TSV „Leibchen“ tragen musste, weil die Gastgeber nicht ihre Spielfarben wechseln wollten. Sicaja: „Uns damals so auflaufen zu lassen, habe ich nicht als fair empfunden. Er konnte zwar nichts dafür, ich habe das meinem jungen Trainerkollegen (Daniyel Cimen, Anm. d. Red.) nach dem Spiel aber auch gesagt. Klar ist aber auch: Ein Spiel verliert man nicht wegen der Trikots.“

Konzentration der Eintracht aufs Sportliche

Vielmehr wollen sich die Herrenwälder nun auf das Sportliche konzentrieren - und dies werde schwer genug. „In dieser Liga gibt’s keine Laufkundschaft“, warnt Sicaja. Im Tabellenachten Viktoria Griesheim trifft die Eintracht am Samstag auf eine Mannschaft, von der der Kroate erwartet, möglichst schnell die 40-Punkte-Marke knacken zu wollen. Ein Sieg gegen die Eintracht, und dies wäre der Fall. „Griesheim wird alles versuchen, zumal die noch ein schwieriges Programm haben und zuletzt gegen Ederbergland nur unentschieden gespielt und gegen Steinbach verloren haben“, warnt Sicaja vor der Elf von Trainer Suat Türker.

Das Team des türkischen Ex-Profis hat sich im Stadion am Hegelsberg zudem schon für alle anderen Topteams als Stolperstein erwiesen: Der Hessenmeister von 1981 bezwang dort Alzenau und Fulda, Frankfurt und Hadamar kamen nicht über ein Remis hinaus.

Personell bleibt die Situation für die Gäste vor der etwa 140 Kilometer langen Reise ins Südhessische jedoch gut: Nur der Einsatz von Daniel Vier, der kurz nach seinem Siegtor gegen Vellmar wegen Ober­schenkelbeschwerden vom Platz musste, ist fraglich. Sicaja: „Wir müssen schauen, ob es reicht. Am Dienstag sah es nicht so schlimm aus, wie sein erstes Gefühl war. Wir gehen aber kein Risiko ein. Lieber verzichten wir ein, zwei Spiele auf Dani, bevor er uns den Rest der Saison fehlt, weil er zu früh wieder angefangen hat.“

von Marcello Di Cicco

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