Volltextsuche über das Angebot:

17 ° / 1 ° wolkig

Navigation:
Eintracht verkürzt Abstand zum Primus

Fußball, Hessenliga Eintracht verkürzt Abstand zum Primus

Dank eines verdienten 3:1 (2:0)-Erfolgs in Flieden und der 0:1-Niederlage von Rot-Weiß Frankfurt in Griesheim trennen Eintracht Stadtallendorf nun nur noch zwei Punkte vom Spitzenreiter

Voriger Artikel
Blau-Gelb ist Deutscher Meister
Nächster Artikel
„Dietmar, Lebbe gehd weider“

Stadtallendorfs Jascha Döringer (rechts) nimmt im Zweikampf dem Fliedener Sascha Rumpeltes den Ball ab. Döringer erzielte in der 46. Minute das 3:0.Foto: Marcello Di Cicco

Flieden. Es waren noch keine 20 Sekunden in der zweiten Halbzeit gespielt, da platzte Fliedens Übungsleiter Meik Voll schon der Kragen. „Das darf doch wohl nicht wahr sein“, schrie der Buchonia-Coach verzweifelt, kurz nachdem Jascha Döringer nach einer flachen Hereingabe vom linken Flügel von Valon Ademi auf 3:0 erhöht hatte (46.).

„Das war der Genickschuss. Wir können aber schon mit unserer ersten Halbzeit absolut nicht zufrieden sein. Da waren wir total verängstigt“, haderte Voll, der das Fehlen einiger Stammkräfte - darunter Torjäger Fabian Schaub (Muskelfaserriss) - nicht als Ausrede gelten lassen wollte, denn: „Es sind immer noch elf Mann da, die ihre Leistung abrufen müssen.“ Doch genau diese Anfangself ließ sich schon früh von zweikampfstärkeren Herrenwäldern den Schneid abkaufen.

Bereits nach sechs Minuten flankte der für den verletzten Kenan Atas auf die linke Abwehrseite gerutschte Michel Groß, Natnael Tega verlängerte das Leder am kurzen Pfosten per Kopf ins lange Eck zur Gästeführung und ließ SV-Keeper Jonas Ritzel alles andere als gut aussehen. In der Folge sahen die etwa 200 Zuschauer eine faire Partie - allerdings auf nur mäßigem spielerischem Niveau. Während die Heimelf oft gedankliche Schnelligkeit vermissen ließ, bereiteten die Gäste dem SV Probleme mit langen Bällen in die Spitze, wo Eintracht-Trainer Dragan Sicaja in Del-Angelo Williams und Natnael Tega erstmals in dieser Saison ein Sturmduo aufbot.

„Das war auch richtig. Wir haben den Gegner vorn immer beschäftigt“, bereute der TSV-Coach seine personelle Umstellung nicht - und auch nicht die Art und Weise, wie er spielen ließ. „Eigentlich wollte ich nicht mit langen Bällen spielen. Auf diesem stumpfen Platz ist es aber nicht einfach, flach zu spielen. Und wir dürfen auch nie vergessen, wo wir herkommen“, gab Sicaja zu bedenken, dass auch die personelle Lage seines jungen Teams zu dem Taktikwechsel beitrug.

Nachdem der im Strafraum sträflich allein gelassene Dominik Völk einen Eckball per Direktabnahme zum 2:0 verwandelt hatte (29.), verpasste Julian Ankert nur knapp den Anschlusstreffer für stets bemühte Gastgeber: Seinen flachen Aufsetzer lenkte TSV-Keeper Manuel Bachmeier geradeso noch über sich an die Latte (41.). „Im Vergleich zu den vergangenen Spielen waren wir aggressiver, wir haben nicht aufgehört, nach vorne zu spielen, und auch die mannschaftliche Geschlossenheit hat gestimmt“, lobte Stadtallendorfs Michel Groß.

Doch auch nach dem frühen Schock im chancenarmen zweiten Durchgang steckte Flieden nicht auf - im Gegenteil: Mit beschränkten spielerischen Mitteln kämpfte die Voll-Elf um den Anschlusstreffer, den sich die Osthessen eine halbe Stunde vor dem regulären Ende verdienten: Von Höhe der Strafraumgrenze fackelte Gabriel Müller, der auffälligste SV-Spieler im ersten Abschnitt, das Leder aus halbrechter Position in die Tormaschen (60.).

„Als Ufuk Yildirim kurz danach für Ariel Szymanski kam, war kurz etwas Unruhe in unserem Spiel, weil es ungewohnt ist, dass Ufuk als Innenverteidiger spielt - immerhin war es sein erstes Mal in der Hessenliga. Wir haben ihn dann mitgerissen, sodass er sich gefangen hat. Der Sieg war aber nie gefährdet“, meinte Groß, der mit seinen Teamkameraden in der Folge beim weitgehend souverän leitenden Unparteiische Nicklas Rau (Nidderau) vergeblich zwei Strafstöße einforderte (71., 83.), aber auch etwas Glück hatte, dass Rau nicht auf den Punkt zeigte, als Kevin Vidakovics den Ball und Ankert im 16er traf (78.).

Tore: 0:1 Natnael Tega (6.), 0:2 Dominik Völk (29.), 0:3 Jascha Döringer (46.), 1:3 Gabriel Müller (60.).

Flieden: Ritzel - Kovacevic, Hohmann, Drews, Betz - Müller, Rumpeltes, Götze (46. Broschke), Osman - Ankert, Gies (66. Habakzah).

Stadtallendorf: Bachmeier - Groß, Vidakovics, Szymanski (64. Yildirim), Richardt - Arifi, Völk - Döringer, Ademi - Williams (55. Vogt), Tega (85. Dinler).

Schiedsrichter: Nicklas Rau (Nidderau). Gelb: Rumpeltes, Drews, Müller / Völk, Arifi, Dinler. Zuschauer: 200. Beste Spieler: Müller, Ankert / Vidakovics, Groß, Arifi, Tega.

von Marcello Di Cicco

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Lokalsport
De Höhner in der Stadthalle

Kultband „Höhner“ machte Marburg vor 470 begeisterten Fans im Erwin-Piscator-Haus zum Kölner Stadtteil