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Eintracht strebt nach Wiedergutmachung

Fußball, Hessenliga Eintracht strebt nach Wiedergutmachung

Ausgerechnet gegen den SV Rot-Weiß Hadamar will der TSV Eintracht Stadtallendorf morgen (14.30 Uhr) seinen enttäuschenden Auftritt in Südhessen vergessen machen.

Stadtallendorf. Nach der 1:3-Niederlage bei Rot-Weiß Darmstadt ist das heimische Aushängeschild vollends in der Krise angekommen. „Jetzt sind wir in dem Fahrwasser, in das wir nicht wollten. Man muss aber ehrlich sagen: Es ist kein Zufall, dass wir dort sind“, weiß TSV-Coach Dragan Sicaja, das spätestens mit der jüngsten Pleite der Abstiegskampf eingeläutet wurde.

Zu viel Aufwand muss seine Mannschaft seit geraumer Zeit betreiben, um ein Tor zu schießen; zu einfach hatten es die Gegner immer wieder, Tore zu erzielen - der Ausfall des auch noch gegen Hadamar Rot-gesperrten Kapitäns und Abwehrchefs Kevin Vidakovics tut sein übriges. Aber: „Es gibt eine Chance, diesen Auftritt gegen das Spitzenteam aus Hadamar geradezurücken“, schreibt die Eintracht im Nachgang zu der Partie in der südhessischen Großstadt auf ihrer Homepage. Dazu dürfte allerdings eine erhebliche Steigerung in allen Mannschaftsteilen vonnöten sein.

Zwar hat Hadamar als Steinbach-Verfolger-Nummer-eins bislang nur drei Treffer mehr erzielt als die Herrenwälder, dafür in 15 Partien aber nur ein Drittel (10) der Gegentore kassiert. Die letzte Niederlage der Mannen von SV-Trainer Walter Reitz liegt bereits etwas mehr als zwei Monate zurück, als der Ligazweite auswärts dem FSC Lohfelden mit 0:1 unterlag.

Sicaja: „Last auf mehrere Schultern verteilen“

„Auf dem zweiten Platz steht man nicht umsonst. Diese Mannschaft spielt über Jahre zusammen, hat Hessen- und Regionalliga-erfahrene Spieler und einen überragenden Keeper“, sagt Sicaja über die Reitz-Schützlinge, deren 4:0-Heimerfolg über Aufsteiger Oberrad er vor drei Wochen verfolgt hat und daher weiß, dass der Gegner äußerst kompakt verteidigt. „Dieses Spiel kommt uns zugute, da wir gegen diesen Gegner nicht von vorneherein unter Druck stehen“, meint Sicaja, der von seiner Elf fordert, einen „klaren Kopf“ zu behalten.

„In dieser Situation fehlt uns sicher der ein oder andere erfahrene Spieler. Wir müssen deshalb die Last auf mehrere Schultern verteilen. Spieler wie Ariel Szymanski oder Dominik Völk müssen nun Verantwortung übernehmen“, fordert der Coach, der noch um den Einsatz von Innenverteidiger Raul Guzu bangt. Der Ersatzkapitän konnte unter der Woche aufgrund eines grippalen Infekts nicht trainieren. „Wir müssen abwarten, in welcher körperlichen Verfassung er ist“, sagt Sicaja, der von seinen Schützlingen Tugenden einfordert, die zuletzt gefehlt haben - „Leidenschaft, Mut und den Ball fordern“, zählt der A-Lizenz-Inhaber auf.

Hessenliga: FC Bayern Alzenau - 1. FC Schwalmstadt, TSV Lehnerz - Rot-Weiß Darmstadt, Eintracht Stadtallendorf - Rot-Weiß Hadamar, OSC Vellmar - SV Wehen Wiesbaden II, SV Wiesbaden - FSC Lohfelden, SpVgg Oberrad - Buchonia Flieden, SC Viktoria Griesheim - FC Ederbergland (alle Sa., 14.30 Uhr).

von Marcello Di Cicco

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