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Eintracht ist zurück in der Erfolgsspur

Fußball-Hessenliga Eintracht ist zurück in der Erfolgsspur

Mit dem siebten Auswärtssieg der Saison (4:2 bei RW Darmstadt) zog Stadtallendorf nicht nur an den Südhessen vorbei, sondern beseitigte damit auch die letzten Zweifel am Klassenerhalt in der Fußball-Hessenliga.

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Stadtallendorfs Innenverteidiger und Torschütze zum 3:2, Sebastian Przybyszewski (rechts), behauptet sich im Kopfballduell gegen Darmstadts David Ankido. Foto: Marcello Di Cicco

Darmstadt. Bis der erste Dreier nach drei sieglosen Partien in Folge eingefahren war, hatten die Gäste im Waldsportpark vor nur etwa 100 Zuschauern ein hartes Stück Arbeit zu verrichten. In einer sehenswerten Partie verlängerte Ahmet Marankoz eine Freistoßflanke von Jurij Gros per Kopf zur Gästeführung ins lange Eck (12.). „Wir haben gut begonnen, nach dem 1:0 aber zu viel hergeschenkt“, monierte TSV-Coach Dragan Sicaja, dessen Elf die Platzherren zunehmend besser ins Spiel kommen ließ.

Die ab der 20. Minute spielbestimmenden Rot-Weißen waren insbesondere dann gefährlich, wenn sie im Zentrum Platz hatten. Nach schöner Vorarbeit des immer brandgefährlichen Ali Ibrahimaj sorgte Blerton Muca für den inzwischen verdienten Ausgleich (32.). „Danach hätten wir nachlegen müssen, dann spielst du einfach beflügelter auf“, trauerte Darmstadts Trainer Stephan Adam den hochkarätigen Torchancen nach, die Ibrahimaj per Freistoß (43.), Umut Polat (44.) per Kopfball an die Latte und Manuel Do Vale Lopez per Kopf aus kurzer Distanz (45.) vergaben. „Da hat man schon gesehen, dass der Gegner nach vorne eine brutale Qualität hat“, zollte Sicaja der Heimelf Respekt.

Der bessere Start in den zweiten Abschnitt gelang dem TSV. Auf dem rechten Flügel tankte sich Antonyos Celik klasse gegen drei Rot-Weiße durch und bediente den fleißigen Marankoz, der das Leder erst im Sitzen über die Torlinie stocherte und sein Team erneut in Führung brachte (48.). Dass die nun aktiveren Gäste durch Nicolai Lorch (52.) und Fejz Hodaj (53.) zwei gute Tormöglichkeiten ungenutzt ließen, rächte sich nur Minuten später, als Sebastian Przybyszewski im Strafraum eine Flanke aus kurzer Distanz mit der Hand berührte, woraufhin Schiedsrichter Christoph Schröder (Frankfurt) ohne zu Zögern auf den Punkt zeigte - Muca nahm das „Geschenk“ dankend zum 2:2 an (57.). „Wie wir nach den Ausgleichstreffern reagiert haben, war schon sehr gut. Wir sind wie eine Mannschaft aufgetreten - auch wenn wir das ein oder andere Mal im Zentrum nicht so gut standen und uns dadurch in schwierige Situationen gebracht haben“, meinte Sicaja.

Dessen Schützlinge nahmen ab Mitte des zweiten Durchgangs das Heft in die Hand, während Darmstadt zusehends müder wirkte und kaum noch Offensivakzente setzte. Nach einer gefühlvollen Freistoßflanke von Gros krönte Przybyszewski seine starken Leistungen der vergangenen Wochen, indem er aus kurzer Distanz zur dritten Führung der Eintracht einköpfte - und die hatte Bestand. Am Ende eines schönen Konters behielt Robin Traut die Nerven und machte den verdienten Sieg perfekt (85.). „Die Gegentore, die wir in der Schlussphase bekommen haben, waren fatal. Danach gab es kein Aufbäumen mehr. Ballbesitz hatten wir aber auch schon kurz vorher nicht allzu viel gehabt“, monierte Adam.

Inzwischen hat der Hessische Fußball-Verband bestätigt, dass sich aus der Hessenliga nur der 1. FC Eschborn für die kommende Saison der Regionalliga Südwest beworben hat. Insgesamt haben 32 Vereine für die vierthöchste deutsche Spielklasse gemeldet - darunter die hessischen Klubs Kickers Offenbach, KSV Hessen Kassel und KSV Baunatal.

RW Darmstadt – Eintracht Stadtallendorf 2:4 (1:1)

Tore: 0:1 Ahmet Marankoz (12.), 1:1 Blerton Muca (32.), 1:2 Marankoz (48.), 2:2 Muca (57., HEM), 2:3 Sebastian Przybyszewski (74.), 2:4 Robin Traut (85.).

Darmstadt: Vanli – Eifler, Polat, Lohrer, Frisch – Kalbfleisch (75. Klöber), Ankido – Do Vale Lopez (88. Tabuchi Barczak), Muca, Ibrahimaj – Muhl (88. Kollbacher).

Stadtallendorf: Olujic – K. Atas, Przybyszewski, Rasiejewski, Lorch (74. Schudy) – Hodaj (54. S. Atas), Bartheld – Gros, Traut (89. Yesiltepe), Celik – Marankoz.

Schiedsrichter: Christoph Schröder (Frankfurt). Gelbe Karten: Muhl, Lohrer, Kalbfleisch, Ankido / Bartheld. Zuschauer: 100. Beste Spieler: Muca, Ibrahimaj / Marankoz, Celik, Przybyszewski, Gros.

von Marcello Di Cicco

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