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Lokalsport Eintracht hat noch Luft nach oben
Sport Lokalsport Eintracht hat noch Luft nach oben
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08:32 11.07.2018
Stadtallendorfs Jascha Döringer (rechts) scheitert an SCW-Keeper Fabian Grutza. Kurz nach der Pause erzielte Döringer aber noch den 3:2-Siegtreffer für die Herrenwälder. Quelle: Marcello Di Cicco
Stadtallendorf

„Es wird eine harte Woche für uns“, stellte Stadtallendorfs Muhamet Arifi nach dem vierten Sieg im fünften Testspiel fest und hatte dabei bereits das von morgen bis Sonntag andauernde Trainingslager im thüringischen Weißensee im Hinterkopf. „Aber diese Woche wird uns guttun und uns mehr zusammenschweißen. Wir werden ackern ohne Ende, denn in Dreieich wartet ein Aufsteiger am ersten Spieltag, der uns keinen Zentimeter schenken wird“, schob der „Sechser“ hinterher.

Im Stadtallendorfer Dauerregen war vor gut 150 Zuschauern wahrlich nicht alles schlecht – allerdings auch nicht alles Gold, was glänzte. „In einigen Situationen waren wir zu naiv. Wir haben Bälle verloren, die du nicht verlieren darfst. So hat der Gegner das Spiel gedreht“, monierte Sicaja, dessen Team gut begann und in Führung ging, als Zugang Felix Nolte (Sicaja: „Der Junge weiß, wo die Kiste steht“) eine Flanke von Ceyhun Dinler per Direktabnahme versenkte (8.).

Munteres Durchwechseln während der Partie

In der Folge machte sich die Eintracht allerdings selbst das Leben schwer gegen mit einer Fünfer-Abwehrkette verteidigende Gäste, statt durch Laurin Vogt (19.) und Kevin Vidakovics (20.) zu erhöhen. Mert Ciraci erlief über rechts einen Ball, den die Gastgeber schon im Toraus wähnten. Die Hereingabe verwandelte der mitgelaufene Dennis Hinz.

„Wir hatten vorher tausendmal angesprochen, dass – wenn der Ball über eine Seite läuft – ein Außenverteidiger die Lücke am zweiten Pfosten sofort schließen muss, um so vor dem eigenen Tor besser zu stehen als der Gegner. Wir haben in der vergangenen Runde so viele Gegentore nach solchen Situationen bekommen und heute wieder eines. Das tut schon ein bisschen weh“, räumte Sicaja ein, der mit seinen Schützlingen im Trainingslager deshalb auch verstärkt im taktischen Bereich noch einiges verbessern will.

Stadtallendorf - Waldgirmes 3:2 (2:2)

Tore: 1:0 Felix Nolte (8.), 1:1 Dennis Hinz (26.), 1:2 Kouami Dalmeida (40.), 2:2 Erdinc Solak (42., FEM), 3:2 Jascha Döringer (47.).
TSV Eintracht Stadtallendorf: Vincek (46. Olujic) – Gaudermann (46. Schütze), Sawaneh, Vidakovics (46. Vier), Dinler (46. Heuser) – Döringer (61. Schott), Baltic (61. Ademi),
Abdel-Ghani (46. Arifi), Vogt (61. Wolf) – Solak (61. Appel Prestes da Silva) – Nolte (46. Geljic).
SC Waldgirmes: Grutza – Ciraci, Strack, Schmidt (46. Siegel), Fries, Öztürk (46. Höhn) – T. Duran, Schneider (46. E. Duran), Golafra (46. Azizi), Hinz – Dalmeida (46. Hartmann).
Schiedsrichter: Tim Waldinger (Schwabendorf).

Auch beim zweiten Gegentor agierte die Eintracht zu nachlässig, ja gar fahrlässig, und stand nach einem Ballverlust im Mittelfeld nicht gerade sattelfest (40.). „Da dürfen wir den Ball nicht verlieren – vor allem, wenn man keinen Druck hat“, sagte Sicaja, der munter durchwechselte. Im neuen Innenverteidiger Alieu Sawaneh, der bis auf einen verpatzten Rückpass (70.) eine ordentliche Partie ablieferte, spielte nur ein TSVler über die gesamten 90 Minuten.

Großseelheimer Torjäger gibt seine Visitenkarte ab

Ein 29-minütiges Gastspiel im TSV-Trikot gab auch Guilherme Appel Prestes da Silva, der als Probespieler auflief. Der Brasilianer sorgte in der vergangenen Saison mit 52 Toren für den SV Großseelheim für Furore in der Kreisliga A Marburg.

Der Trainingsrückstand des gerade erst aus Brasilien zurückgekehrten Stürmers sei aber zu groß, weshalb er laut Sicaja keine Option für den Kader sei. „Dass es keinen Sinn machen würde, wusste ich aber schon vorher. Wenn er will, kann er bei uns in der zweiten Mannschaft spielen“, sagte Sicaja.

von Marcello Di Cicco