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Eintracht hält Kontakt zur Spitze

Hessenliga Eintracht hält Kontakt zur Spitze

Nach dem vierten Sieg im fünften Spiel ist Eintracht Stadtallendorf mit 13 Punkten der erste Verfolger von Primus Rot-Weiß Frankfurt.

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Stadtallendorfs Kevin Vidakovics (rechts) kämpft gegen Oberrads Emre Kadimli (Mitte) um den Ballbesitz.

Quelle: Nadine Weigel

Stadtallendorf. Kapitän Kevin Vidakovics war nicht der einzige Stadtallendorfer Spieler, der nach dem nie gefährdeten zweiten Heimsieg etwas angefressen in Richtung Kabinentrakt trottete. Trotz einer drückenden spielerischen Überlegenheit und eines klaren Chancenplus war es ein kleiner Fleck auf der ansonsten weißen TSV-Weste, der die Stimmung drückte: das späte Gegentor zum 5:1-Endstand (87.).

Ärger über das Gegentor

„Der Trainer hat zu uns in der Halbzeitpause gesagt, dass es das Wichtigste ist, dass wir zu null spielen. Und so wie das Spiel verlief, hätten wir kein Gegentor bekommen dürfen. Es war ärgerlich, dass wir es uns mehr oder weniger selbst reingemacht haben“, sagte TSV-Youngster Jascha Döringer. Feta Suljic setzte im 16er gegen zwei Stadtallendorfer nach. Beim Versuch, die Situation mit einem Befreiungsschlag zu bereinigen, prallte das Leder gegen Vidakovics und von da aus in die Tormaschen (87.).

„Das Gegentor ärgert mich. Man muss Profi bleiben bis zum Schluss. In solchen Spielen lernt man das. Aber wir haben viele Dinge so gut gemacht, dass diese nicht durch das Gegentor getrübt werden sollen. Wenn wir etwas Gas gegeben haben, kam der Gegner nicht mit“, zeigte sich Eintracht-Chefcoach Dragan Sicaja insgesamt zufrieden. Und das durfte er auch sein.

(Bilder von diesem und anderen Fußballspielen finden Sie hier)

Eintracht Stadtallendorf II FV Cölbe li.Cölbe Nr.9 Henrik Gleisner, re.Stadt.Nr.6 Julian Schratz : Foto / Michael Hoffsteter

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Bereits knapp 40 Minuten vor dem Abpfiff hätte sich der TSV-Übungsleiter entspannt zurücklehnen können. Denn Innenverteidiger Vidakovics, der zwei Tore selbst erzielte und eines vorbereitete, nickte den Ball nach einer Ecke von Kevin Bartheld mit dem Kopf zunächst zum 3:0 ein (48.), der von Del-Angelo Williams vom rechten Flügel im Zentrum bediente Döringer erhöhte kurz nach dem Wiederanpfiff auf 4:0 (52.) – und das gegen Gäste, die es in dieser Form schwer haben dürften, die Spielklasse zu halten.

„Vor der Saison haben uns sechs Stammspieler verlassen, heute haben fünf Mann gefehlt, und der Altersdurchschnitt lag heute bei 19, 20 Jahren. Ich würde gern zuversichtlich sein, wir stecken auch nicht die Köpfe in den Sand, aber wir wissen: Die Gegner werden nicht schwächer“, wusste auch Spvgg-Coach Mustafa Fil, dass noch viel Arbeit auf ihn wartet.

Von Beginn an drängten die in allen Belangen besseren Gastgeber die Elf aus dem Frankfurter Stadtteil in die eigene Hälfte. Nach schöner Balleroberung bediente Muhamet Arifi Vidakovics, der das Leder diagonal zu Laurin Vogt chippte, der zum 1:0 traf (27.). Hatten unnötige Fehlpässe zuvor noch eine effizientere Ausbeute verhindert, so fehlte der tonangebenden Eintracht nach der Führung etwas Cleverness beim Ausspielen der Angriffe.

Breiter Kader – mehr Substanz

Erst nachdem Del-Angelo Williams den Ball im Liegen artistisch aus zehn Metern an die Latte geschossen hatte, verwandelte Vidakovics den Abpraller im Nachschuss zur verdienten 2:0-Pausenführung (44.). Im zweiten Abschnitt baute die weiter mit einer Fünfer-Abwehrkette verteidigende Fil-Elf zusehends körperlich ab.

„Die mannschaftliche Geschlossenheit stimmt einfach. Einer gibt für den anderen Gas, das hat man auch heute gesehen – besonders auf der Sechser-Position. Da bügelt einer die Fehler des anderen aus. Außerdem haben wir einen breiteren Kader und mehr Substanz von hinten heraus, sodass wir Spiele über die Bühne bringen
können“, erklärt Döringer den aktuellen Höhenflug der Stadtallendorfer Eintracht.

Tore & co
1:0 Laurin Vogt (27.), 2:0, 3:0 Kevin Vidakovics (44., 48.), 4:0 Jascha Döringer (52.), 5:0 Del-Angelo Williams (82.), 5:1 Eigentor Vidakovics (87.).
Stadtallendorf: Bachmeier – Atas (46. Groß), Vidakovics, Szymanski, Richardt – Arifi, Bartheld – Döringer (63. Dinler), Völk, Vogt (80. Ademi) – Williams.
Oberrad: Bibleka – Drexel, Sallan, Vasilev, Bickel, Davulcu (57. Becker) – Haaker, Kadimli (62. Wolf), Suljic, Park – Atzberger (53. Shazad).
Schiedsrichter: Abdelkader Boulghalegh (Haßloch). Gelbe Karten: Arifi / Kadimli. Zuschauer: 250.
Beste Spieler: Vidakovics, Richardt, Williams, Bartheld / Bickel.

von Marcello Di Cicco

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