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Eintracht fehlt die Durchschlagskraft

Fußball, Hessenliga Eintracht fehlt die Durchschlagskraft

Der Einsatz stimmte, der Ertrag nicht. Auf dem Wehener Halberg machten es sich die Gäste oft selbst schwer und zogen am Ende den Kürzeren.

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Stadtallendorfs Jurij Gros (links) wird von dem Wehener Adam Straith attackiert. Stadtallendorf verlor die Begegnung mit 0:2.Foto: Marcello Di Cicco

Wehen. „Wir haben nicht schlecht gespielt und standen auch ganz gut. Wir können uns in den entscheidenden Situationen aber nicht durchsetzen“, meinte TSV-Coach Dragan Sicaja nach dem gestrigen Gastspiel bei der U23 des Drittligisten. Nur einmal wurde der Übungsleiter lauter als die gut 30 selbsternannten Ultras der Gastgeber, die ihr Team über 90 Minuten verbal nach vorne peitschten.

Als Dennis Lepper im Strafraum gefoult wurde, entschied der Unparteiische Nicklas Rau (Nidderau) nicht auf Strafstoß, sondern auf Freistoß, weil Robin Traut zuvor vor dem 16er gefoult worden war (75.). „Das kann ich nicht verstehen. Der Schiedsrichter sagte mir, dass es kein Foul an Dennis gewesen war“, ärgerte sich Sicaja. Grund zum Ärgern hatten die Stadtallendorfer und das knappe Dutzend mitgereister Anhänger aber auch schon zuvor gehabt.

Am Ende eines flotten und ausgeglichenen ersten Durchgangs, in dem beide Mannschaften nur zu je einer guten Einschussmöglichkeit kamen, weil sich beide Teams im Mittelfeld neutralisierten, entschied der Referee auf Elfmeter, als Traut den omnipräsenten Maik Vetter im Strafraum zu Fall brachte. Marco Christ verwandelte den Strafstoß souverän (40.). „Diese Situation hätten wir vorher bereinigen müssen“, monierte Sicaja, dessen Team es in der ersten Halbzeit verpasste, die wenigen Räume nach vorne zu nutzen, wenn die gut stehende SVWW-Defensive diese öffnete.

Dass Antonio Bianco kurz vor dem Kabinengang zunächst am Innenpfosten (43.) und anschließend an TSV-Torwart Dusan Olujic scheiterte (44.), ärgerte den scheidenden SVWW-Übungsleiter Thomas Brendel: „Wir hätten vor der Pause das 2:0 machen müssen. Ich bin aber stolz auf die Mannschaft für die gespielte Rückrunde.“

Doch der Trainer der Heimmannschaft durfte sich auch glücklich schätzen, dass die Herrenwälder nicht kurz nach dem Wiederanpfiff den Ausgleich markierten, als ein zu schwacher Flachschuss des im 16er freistehenden Valon Ademi SVWW-Keeper Raphael Laux zur Beute fiel (49.). „Wenn ich den reinmache, hätten wir das Spiel gewonnen. Wir waren nämlich besser als der Gegner“, ärgerte sich Ademi. Die Eintracht übernahm in der Folge gegen sich zurückziehende Platzherren das Kommando; außer einem Freistoßhammer von Ariel Szymanski, den Laux gerade noch über die Latte lenkte (76.), kam der Gast aber zu keinen zwingenden Torchancen mehr.

Wohl auch deshalb, weil der nur 13 Minuten zuvor eingewechselte Ahmet Marankoz in der 70. Minute nach einem Foul zunächst Gelb und nur Sekunden später Gelb-Rot sah, weil er sich beim Unparteiischen zu sehr über dessen Entscheidung echauffierte. „Wir dürfen uns nichts vormachen: Die Jungs haben über die gesamten Serie genug dafür getan, dass wir bei den Schiedsrichtern bekannt sind“, brachte Sicaja Verständnis für diese Entscheidung des Unparteiischen auf.

Als die in der zweiten Hälfte engagiertere Eintracht in den Schlussminuten noch mal alles nach vorne warf, nutzten die Gastgeber einen Konter, um den Sack zuzumachen. Vom rechten Flügel bediente Bianco den mitgelaufenen und kurz zuvor eingewechselten Nils Balder, der freistehend für den 2:0-Endstand sorgte (90. + 1).

von Marcello Di Cicco

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