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Eintracht eröffnet mit 1:0-Erfolg den Dreikampf

Fußball, Hessenliga Eintracht eröffnet mit 1:0-Erfolg den Dreikampf

Eintracht Stadtallendorf hat die Patzer der direkten Konkurrenten genutzt und mit einem historischen 1:0 (1:0)-Erfolg gegen den SV Wiesbaden die Spannung in der Hessenliga erhöht

Wiesbaden. Der erste Sieg der Stadtallendorfer Eintracht gegen den SV Wiesbaden seit dem 10. November 2007 war ein wichtiger. Einer, der aus dem Zweikampf an der Tabellenspitze endgültig einen Dreikampf macht. Denn während die Eintracht im Helmut-Schön-Sportpark den 16. Dreier einfuhr, ließen Liga-Primus Watzenborn-Steinberg (0:3 gegen Eschborn) und der nun mit der Eintracht punktgleiche Tabellenzweite Rot-Weiß Frankfurt (1:1 gegen Vellmar) erneut Federn. Damit trennen die Ostkreisler nur noch drei Zähler vom Spitzenplatz.

Schnelle Führung durch Vogt

Dafür bedanken, dass das Titelrennen sechs Spieltage vor Schluss spannender denn je ist, durften sich die Herrenwälder bei Laurin Vogt, der bereits nach sechs Minuten das Tor des Tages erzielte. Von Jascha Döringer mit einem Flachpass in die Spitze schön in Szene gesetzt, behielt der Rechtsaußen allein vor SVW-Keeper Pero Miletic die Nerven. „Es war ein hartes Stück Arbeit, aber wir standen gut, jeder hat für den anderen gearbeitet“, sah Stadtallendorfs Masih Saighani einen verdienten Sieger.

Erstmals seit dem Restrunden-Auftakt in Oberrad rückte der afghanische Nationalspieler in die Startelf, in der er den gesperrten Kapitän Kevin Vidakovics ersetzte - in der Innenverteidigung, wo Saighani neben Dominik Völk nichts anbrennen ließ. „Vor allem was die Defensive betrifft, war das eine ganz gute Leistung“, meinte Völk, der wusste, dass Ersatzkeeper Florian Säglitz großen Anteil daran hatte, dass aus den drei Punkten kurz vor Schluss nicht nur einer wurde. Als der eingewechselte Dejan Djordjevic an der Strafraumgrenze abzog, kratzte der für den krankheitsbedingt angeschlagenen Manuel Bachmeier zwischen die Pfosten gerückte Säglitz den Ball mit einer Glanzparade aus dem Torwinkel (79.).

In einem torchancenarmen Spiel war es SVW-Goalgetter Younes Bahssou, der zuvor eine Unsicherheit des TSV-Torwartes nicht genutzt hatte: Als Säglitz einen Aufsetzer von Toni Reljic vor die Füße von Bahssou abwehrte, schoss der aus kurzer Distanz freistehend über das Tor (65.). „Heute war nicht Schönheit, sondern Produktivität gefragt - und wir haben rechtzeitig das Tor gemacht“, erkannte Dragan Sicaja. Neben der „Riesenqualität“ des Gegners sah der Eintracht-Trainer die lange Anfahrt in die Landeshauptstadt und die Tatsachen, dass seine Elf erstmals in diesem Jahr ein Punktspiel auf einem Rasenplatz bestritt und vorher kaum auf jenem Geläuf trainiert hatte, als Faktoren dafür an, dass der TSV diesmal nicht den gewohnten Vollgas-Fußball bot, sondern mehr reagierte - vor allem nach der Pause.

„Wiesbaden hatte da auf eine Dreierkette umgestellt und dadurch personell etwas Übergewicht im Mittelfeld“, erklärte Völk, warum die Gastgeber in einer Partie, die über weite Strecken dahinplätscherte, mehr Spielanteile hatten. „Es war eine unglückliche Niederlage“, befand Wiesbadens Coach Djuradj Vasic, „aber wir haben es auch verpasst, drei Großchancen nutzen.“

Einen Grund, sich zu ärgern, gab es für Sicaja und Co. nach einem fairen Spiel doch noch: die Gelb-Rote Karte für Erdinc Solak (85.). Als sich der Stürmer gegen drei Gegenspieler an der Strafraumgrenze im Liegen durchtankte, stützte er sich am Boden ab und nahm den Ball mit der Hand mit. Schiedsrichter Kai Vonderschmidt (Mühlheim) stellte den Angreifer daraufhin vom Platz.

„Der Schiedsrichter hat gut gepfiffen. Mit etwas Fingerspitzengefühl hätte er in dieser Szene aber nicht Gelb-Rot gezeigt“, haderte Sicaja, dem der Ausfall Solaks im Topspiel am Mittwoch (19 Uhr) zu Hause gegen Frankfurt schmerzt, denn „er ist immer für eine Aktion gut“. „Aber wir haben es heute auch geschafft, Kevin Vidakovics zu ersetzen.“

Tor: Laurin Vogt (6.).

Wiesbaden: Miletic - Seidelmann, Pajic, Kopilas, Schwall - Hübner, Muca - Franke (7. Broghammer, 46. Gündüz), Baldes (71. Djordjevic) - Reljic, Bahssou.

Stadtallendorf: Säglitz - Dinler, Völk, Saighani, Besel - Pllana - Döringer (62. Ademi), Bartheld (88. Schudy), Arifi, Vogt (77. Williams) - Solak.

Schiedsrichter: Kai Vonderschmidt (Mühlheim). Gelb-Rote Karte: Erdinc Solak (85., Stadtallendorf). Gelbe Karten: Arifi / Hübner. Zuschauer: 150. Beste Spieler: Völk, Sai­ghani / Hübner.

von Marcello Di Cicco

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