Volltextsuche über das Angebot:

28 ° / 17 ° Regenschauer

Navigation:
Eintracht brennt Offensivfeuerwerk ab

Fußball, Hessenliga Eintracht brennt Offensivfeuerwerk ab

Del-Angelo Williams und Dominik Völk mit Doppelpacks und Ceyhun Dinler per Jokertor sorgten für den 5:1-Sieg Stadtallendorfs gegen die Spvgg Oberrad. Damit festigt die Eintracht Platz sechs.

Voriger Artikel
U17 lässt Slowakei keine Chance
Nächster Artikel
Schröck verpasst knapp Überraschung

Nicht zu halten: Del-Angelo Williams (rechts, gegen Oemer Dursun) trifft fulminant zum 2:0. Foto: Thorsten Richter

Quelle: Thorsten Richter

Stadtallendorf. Mannschaft der Stunde, Heimmacht - es gibt derzeit einige Begriffe, mit der sich die Stadtallendorfer Eintracht schmücken kann. Seit Samstag darf sie sich sogar Torfabrik der Liga nennen, denn mit 52 Buden hat kein anderes Team öfter getroffen als die Herrenwälder.

Angesichts des Offensivfeuer­werks, das die Gastgeber auf dem Kunstrasen vor etwa 200 Zuschauern abbrannten, zeigte sich auch Gäste-Trainer Mustafa Fil beeindruckt: „Ich habe eine überragende Stadtallendorfer Mannschaft gesehen. Sie hat sehr gut gespielt, allerdings haben wir es ihr auch sehr einfach gemacht. Wir hatten heute kein Hessenliga-Niveau. Einstellung und Laufbereitschaft haben gefehlt, und auch die zweiten Bälle haben wir nicht bekommen.“

Bereits nach einer Viertelstunde lagen die Frankfurter mit 0:2 zurück. Zunächst versenkte der bienenfleißige Del-Angelo Williams eine Flanke von Dominik Völk per Kopf (9.), ehe der Stürmer mit einem trockenen Schuss vom linken Strafraumeck sein Torekonto auf zehn erhöhte (15.), damit mit dem bis dato besten TSV-Torschützen, Laurin Vogt, gleichzog und das Rennen um die teaminterne Torjägerkrone so wieder spannend machte.

„Darüber haben wir auch schon gesprochen. Ich glaube aber, Laurin hat sich damit abgefunden, dass ich die Torjägerkrone hole“, scherzte Williams nach der 5:1-Gala.

Von Mitte des ersten Abschnitts bis zur Pause war der Eintracht allerdings nur selten zum Lachen zumute - und das, obwohl sie klar den Ton angab. Nachdem Emre Kadimli nach einem unnötigen Ballverlust des ansonsten fehlerfreien Kevin Vidakovics auf 1:2 verkürzt hatte (27.), verpassten es Valon Ademi (33., 36.), Oliver Richardt (41.) und Laurin Vogt (45.) mit teils hochkarätigen Möglichkeiten, für eine komfortablere Pausenführung zu sorgen.

Eintracht-Coach Dragan Sicaja gestand, dass er sich in dieser Phase etwas Sorgen machte, dass die Partie noch kippen könnte: „Wenn du aus solch einer Überlegenheit statt mit 4:0 zu führen das 1:2 kassierst, beginnst du nachzudenken. Ich war in der Halbzeit geladen und habe mich gefragt: ‚Dragan, was sagt du den Jungs jetzt? Du beruhigst jetzt die Situation.‘“

Zur Beruhigung trug kurz nach dem Wiederanpfiff auch Dominik Völk bei. Von Ademi bedient, schob der 25-Jährige zunächst mit seinem schwächeren rechten Fuß ein (49.), ehe er 16 Minuten später per Flachschuss ins lange Eck für die Vorentscheidung sorgte (65.).

„Wir haben Dampf gemacht, und das hat sich am Ende im Ergebnis widergespiegelt“, resümierte Völk, der wenige Tage zuvor seinen Vertrag beim TSV um ein Jahr verlängert hatte (die OP berichtete).

„Die Entwicklung der Mannschaft ist durchweg positiv. Zudem ist die Mannschaft charakterlich top, und ich fühle mich wohl hier. Deshalb gab es keinen Grund, etwas anderes zu machen“, verriet Völk gegenüber der OP, dass ihm auch Anfragen anderer Klubs vorlagen.

Eine schnelle Ballstafette über Williams und den erneut lauf- und zweikampfstarken Ball­eroberer Muhamet Arifi schloss der kurz zuvor eingewechselte Ceyhun Dinler zum 5:1 ab (81.). Der Jokertorschütze (84.) und Ademi (86.) versäumten es gegen in der Defensive sehr anfällige Gäste, den Endstand noch deutlicher ausfallen zu lassen.

„Ich habe zur Mannschaft gesagt: ‚Wenn wir das Tempo so hochhalten, kann Oberrad nicht mit uns mithalten‘. Man hatte immer das Gefühl, dass wir zwei Gänge schneller schalten“, schlug Sicaja mit seinem Lob in dieselbe Kerbe wie Doppeltorschütze Williams: „Wir waren spritziger, zweikampfstärker - und wir waren auch die Mannschaft, die spielen wollte. Oberrad hat ja nur mit langen Bällen agiert.“

Tore: 1:0, 2:0 Del-Angelo Williams (9., 15.), 2:1 Emre Kadimli (27.), 3:1, 4:1 Dominik Völk (49., 65.), 5:1 Ceyhun Dinler (81.).

Stadtallendorf: Säglitz - Wellner, Vidakovics, Szymanski, Richardt - Arifi, Bartheld (87. Schudy) - Ademi, Völk, Vogt (72. Dinler) - Williams (82. Mori).

Oberrad: Peter - Dursun, Worcester, Harmanci, Drexel (80. Djordjevic) - Erdogan, Kadimli - Abendroth, Köksal, Schiffmann - Fiege (60. Barisic).

Schiedsrichter: Jan Lübberstedt (Neuhof). Zuschauer: 200. Gelb-Rote Karte: George Worcester (85., Oberrad). Gelbe Karten: Ademi, Dinler / Drexel. Beste Spieler: Williams, Arifi, Vidakovics, Szymanski / Kadimli.

von Marcello Di Cicco

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Lokalsport
../dpa-ServiceLine-images/large/urn-newsml-dpa-com-20090101-170707-99-155169_large_4_3.jpg
Fotostrecke: Wie werde ich Sounddesigner/in?