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Eintracht bleibt zu Hause eine Macht

Fußball, Hessenliga Eintracht bleibt zu Hause eine Macht

Zum dritten Mal in Folge strich Stadtallendorf zu Hause einen Dreier ein. Gegen Griesheim siegten die Herrenwälder verdient, hatten allerdings ein hartes Stück Arbeit zu verrichten.

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Artistisch: Kevin Vidakovics schießt aufs Griesheimer Tor. Gästespieler Fabian Walter (rechts) kann nur staunend zusehen.Foto:Michael Hoffsteter

Quelle: Michael Hoffsteter

Stadtallendorf. Als Schiedsrichter Manuel Winkler (Bad Arolsen) ein gelb-würdiges Foulspiel des Griesheimers Dominique Jourdan zu Beginn der zweiten Hälfte nicht ahndete, war dies einer der wenigen Momente, in denen der SC-Verteidiger im Glück war. Schließlich hatte er bereits die Gelbe Karte gesehen. Es sollte jedoch nichts daran ändern, dass der 22-Jährige am Samstag vor gut 300 Zuschauern der Pechvogel schlechthin war.

Nicht einmal 180 Sekunden waren gespielt, da bugsierte Jourdan das Leder nach einer Hereingabe des fleißigen Del-Angelo Williams bei einem Klärungsversuch in die eigenen Maschen. In der 57. Minute beendete Winkler mit einer Roten Karte die Partie für den Griesheimer, nachdem dieser im Strafraum Laurin Vogt regelwidrig von den Beinen geholt hatte.

„Unterm Strich hat uns die Rote Karte mit dem Elfmeter komplett aus dem Spiel gebracht. Das ist uns schon zum dritten Mal innerhalb von sieben Spielen passiert. Da müssen wir schleunigst den Hebel ansetzen“, haderte Viktoria-Coach Angelo Barletta, dessen Team nach gut zweiminütiger, heftiger Diskussion mit dem Referee zusehen musste, wie Ariel Szymanski den fälligen, zweiten Strafstoß des Spiels sicher zum 3:2 verwandelte (59.), um die Eintracht endgültig auf die Siegerstraße zu bringen.

Denn nur fünf Minuten später köpfte Williams nach maßgeschneiderter Flanke von Oliver Richardt zum 4:2 ein (65.), das hochverdient war, für das die Eintracht allerdings viel investieren musste. „Wir müssen noch etwas abgezockter werden“, wusste Williams.

Denn trotz drückender Überlegenheit im ersten Durchgang, in dem die Gäste nach dem Rückstand konsterniert wirkten und kaum etwas Produktives zustande brachten, verpasste es die in allen Belangen bessere und spielfreudig auftretende Heimelf nachzulegen.

Ceyhun Dinler mit einem sehenswerten Freistoß (14.), der vor der Pause starke Felix Erben, der nach gutem Antritt per Heber nur den Pfosten traf (22.), sowie Kevin Vidakovics aus der Drehung (31.) boten sich sehr gute Tormöglichkeiten.

„Wir hatten keine Spannung. Die ersten 25 Minuten haben wir komplett rumgeeiert, komplett verschlafen. Da hätte Stadtallendorf gut und gerne 2:0 führen müssen“, wusste Barletta, dessen Elf nur wenige Male durch Einzelaktionen über rechts gefährlich war und durch einen Elfmeter zum schmeichelhaften Ausgleich kam (43.).

Eine Ko-Produktion von den erstmals in dieser Saison in der Offensive zusammenspielenden Erben und Williams führte mit dem Pausenpfiff zum 2:1 (45. + 1). „Durch Felix hatte ich etwas mehr Entlastung, etwas mehr Power nach vorne. Das kam mir gelegen. Er ist eher der Brecher-Stürmer, ich hingegen bin eher der spielende Stürmer“, analysierte Williams.

Die mit Wiederbeginn mit einer komplett anderen Einstellung auftretenden Gäste nutzten eine Unachtsamkeit der Eintracht auf dem rechten Flügel, um erneut zum Ausgleich zu kommen (48.). „Wir bringen den Gegner durch banale Dinge zurück ins Spiel, haben dadurch ein Gegentor zu viel bekommen. Das sind Dinge, die wir noch lernen und durchmachen müssen. Da fehlt die Routine noch“, meinte Sicaja.

„Aber mit welcher Leidenschaft und mit welchem Tempo die Mannschaft Fußball gespielt hat, war absolut in Ordnung. Wir kommen immer ein Stückchen weiter. Ich will dem Gegner nicht wehtun, aber wir waren eine Klasse besser.“

Tore: 1:0 Dominique Jourdan (3., ET), 1:1 Dominik Lewis (43., FEM), 2:1 Del-Angelo Williams (45. + 1), 2:2 Kevin Jung (48.), 3:2 Ariel Szymanski (59., FEM), 4:2 Williams (65.). Stadtallendorf: Jäckel - Völk, Vidakovics, Richardt - Bartheld - Atas, Dinler (60. Arifi), Szymanski (75. Schudy), Vogt (60. Ademi) - Williams - Erben. Griesheim: Vanli - Hinterschied, Greindl, Jourdan, Walter - Brehm (87. Karras), Starck, Schwarz, Demir - Lewis (58. Stork), Jung (58. Herper). Schiedsrichter: Manuel Winkler (Bad Arolsen). Zuschauer: 300. Rote Karte: Dominique Jourdan (57., Notbremse, Griesheim). Gelbe Karten: Vidakovics, Szymanski / Walter, Jourdan, Demir, Starck, Schwarz. Beste Spieler: Williams, Bartheld, Vidakovics, Erben / Greindl, Starck.

von Marcello Di Cicco

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