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Lokalsport Vidakovics mahnt zu Wachsamkeit
Sport Lokalsport Vidakovics mahnt zu Wachsamkeit
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11:49 19.02.2018
Nach einem halben Jahr Verletzungspause steht Ex-Profi Daniel Vier (links, gegen Völklingens Rouven Weber) am Samstag gegen den FSV Frankfurt wieder im Kader. Quelle: Thorsten Richter
Stadtallendorf

„Es war ein guter Test – aus vielerlei Hinsicht“, zieht Stadtallendorfs Kapitän Kevin 
Vidakovics nach dem 4:3 unter der Woche gegen West-Regionalligist TuS Erndtebrück ein positives Fazit. Schließlich wisse man nach der nun sechswöchigen Vorbereitung, dass man gegen Gegner der gleichen Spielklasse mithalten könne.

„Wir stehen voll im Saft, es kann losgehen“, sagt der TSV-Spielführer, der daran erinnert, dass sein Team noch etwas gutzumachen habe, schließlich unterlagen die Herrenwälder – nach frühem 0:2-Rückstand – im Hinspiel mit 1:2. „Diesmal müssen wir von Beginn an wachsam sein. Etwas Zählbares sollten wir schon mitnehmen“, fordert der Innenverteidiger angesichts der Tatsache, dass man auf einen direkten Konkurrenten in der Tabelle treffe – der zudem mit Rückenwind in sein erstes Heimspiel des Jahres geht.

Mit 4:0 gewannen die Bornheimer zuletzt gegen die TuS Koblenz, die sich daraufhin von Coach Petrik Sander trennte. „Die Platzbedingungen in Koblenz waren nicht überragend, unsere Leistung war aber in Ordnung“, blickt FSV-Trainer Alexander Conrad zurück, der sich bei der Eintracht an „viele Spieler“ erinnert, „die am Ball eine gewisse Ruhe“ haben. „Del-Angelo Williams ist ein guter Stürmer, und auch auf den Außen sind sie gut besetzt. Dazu kommt in Vidakovics ein Spieler, der hinten klare Ansagen macht.“

„Suma“ noch auf der Kippe

Apropos Führungsspieler: Wie Stadtallendorfs Trainer Dragan Sicaja verrät, wird Routinier Daniel Vier erstmals seit seiner Verletzung im vergangenen August in Freiburg wieder im Kader stehen. Der 35-Jährige kam gegen Erndtebrück in den letzten 25 Minuten zu einem Einsatz. „Bei einer Persönlichkeit wie Dani ist schon die Anwesenheit wichtig. Allein dadurch werden andere Spieler ein paar Zentimeter größer“, begründet der TSV-Trainer, der „viele gute“, aber auch „einige schlechte“ Punkte im Testspiel ausmachte.

„Es ist unser erstes Spiel. Da verlangt niemand, dass wir außergewöhnliche Dinge machen“, mahnt Sicaja, dessen Team als erstes ein Gastspiel in der Arena abhält, die seit dem 9. Februar offiziell „PSD Bank Arena“ heißt. Neben dem langzeitverletzten Steven Preuß, der immerhin schon wieder Lauftraining absolviert, könnte Wessam Abdel-Ghani ausfallen. „Suma“ fiel zuletzt mit Fieber aus. „Bei ihm müssen wir schauen, ob es reicht“, sagt Sicaja. Seinem Gegenüber Alexander Conrad fehlt einzig der Kameruner Innenverteidiger Nestor Djengoue, der eine Gelb-Rot-Sperre absitzen muss. „Ansonsten sind alle dabei“, sagt Conrad.

Reduzierung auf 18 Teams

Die gute personelle Situation führt naturgemäß zu einem erhöhten Konkurrenzkampf bei den Herrenwäldern, denn: „Jetzt sind wir auf jeder Position doppelt besetzt. In der Hinrunde war die Innenverteidigung noch das Sorgenkind, doch selbst da wir wir momentan überbesetzt“, stellt Vidakovics angesichts der Rückkehr von Dominik Völk und Daniel Vier fest. „Des einen Freud‘ wird von Mal zu Mal des anderen Leid sein“, weiß der „Capitano“.

Conrad hofft derweil, „dass es am Ende der Saison für uns langt“. „Wir drücken auf jeden Fall den Teilnehmern der Aufstiegsspiele die Daumen“, sagt der 51-Jährige, der zudem hofft, dass die Liga nicht auf 18 Teams reduziert wird. Grundsätzlich sei dies aber geplant, teilte Sascha Döther, Geschäftsführer der Regionalliga Südwest GbR, auf OP-Anfrage mit. Denn die Südwest-Staffel sei eigentlich eine 18er-Liga.

Ausnahmefälle könne es dennoch geben: etwa wenn Zweitligist 1. FC Kaiserslautern in die 3. Liga absteigt, dort aber keine Lizenz erhielte. „Dann müssten wir die Liga gegebenenfalls aufstocken“, sagt Döther. Ähnlich trug es sich vergangenen Sommer mit dem TSV 1860 München in der Regionalliga Bayern zu.

  • Nächste Spiele: Mainz 05 II - Waldhof Mannheim (heute, 20.30 Uhr), SV Völklingen - Kickers Offenbach, Stuttgarter Kickers - 1. FC Saarbrücken, FSV Frankfurt - Eintracht Stadtallendorf, Wormatia Worms - TuS Koblenz, SSV Ulm - TSV Steinbach, Hessen Kassel - 1899 Hoffenheim II, SV Elversberg - Schott Mainz (alle Sa., 14 Uhr), SC Freiburg II - VfB Stuttgart II (So., 14 Uhr).

von Marcello Di Cicco