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Lokalsport Die nächsten magischen Momente
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10:43 22.02.2019
 Die Party-Wochen von Eintracht Frankfurt in der Europa League gehen auch dank Doppeltorschütze Sebastien Haller (Bildmitte) weiter (Foto: Uwe Anspach).
Frankfurt

„Das sind die magischen Momente, die wir in Frankfurt habe. Ich genieße es wie die Jungs. Es war ein wunderschöner Abend“, schwärmte Eintracht-Sportvorstand Fredi Bobic nach dem 4:1 (2:0) gegen Donezk. Auch Torhüter Kevin Trapp war hin und weg: „Sensationell. Es war unfassbar.“ Sebastian Rode fügte hinzu: „Wir mussten viel laufen, viel verteidigen. Jeder in der Region hat auf das Spiel hingefiebert. Es hat geknistert mit der Atmosphäre. Es war ein geiler Abend.“

Nach dem 2:2 im Hinspiel beim ukrainischen Meister trafen gestern Abend Jovic (23.), zweimal Haller (27./Handelfmeter und 80.) sowie Ante Rebic (88.) für die Eintracht. Nach dem Anschlusstor durch Junior Moraes (63.) musste Frankfurt bei zwei Lattentreffern von Marlos (70.) und Taison (79.) zittern, ehe der Achtelfinal-Einzug gefeiert werden durfte. Nun hofft der Fußball-Bundesligist bei der heutigen Auslosung auf ein attraktives Los.

"Schon beeindruckend"

Vorausgegangen war eine taktisch clevere Leistung der Mannschaft von Trainer Adi Hütter. Kein Hurra-Stil, sondern sehr geduldig und kompakt in der Defensive agierte die Eintracht, um dann im Spiel nach vorn über schnell vorgetragene Konter die eigenen Qualitäten auszuspielen. „Mit 4:1 Donezk auszuschalten, ist schon beeindruckend. Wir haben nicht gegen irgendwen gespielt, sondern gegen eine absolute Top-Mannschaft“, sagte Hütter.

Die Marschroute ging voll auf. Gleich der erste vielversprechende Angriff brachte die Führung. Rechtsverteidiger Danny da Costa war über außen frei durch und fand bei seiner Flanke Torjäger Jovic, der sich die Chance nicht nehmen ließ. Und es kam noch besser für die Hessen. Nur vier Minuten später erhöhte Haller per Elfmeter auf 2:0. Zuvor hatte Mykola Matwijenko einen Schuss von Rode mit der Hand abgewehrt.

Der Spielverlauf spielte der Eintracht in die Karten. Die technisch hochveranlagten Gäste übernahmen nun die Spielkontrolle, fanden aber lange Zeit kein Durchkommen. Doch nach dem Anschlusstor durch Moraes kam Spannung auf. Plötzlich wurden Erinnerungen an den K.o. vor fünf Jahren gegen den FC Porto (3:3 nach 2:2 im Hinspiel) wach. Es begann das große Zittern. Doch Haller sorgte mit dem dritten Frankfurter Treffer nach einem feinen Konter für Beruhigung, ehe Rebic alles klarmachte.

Eintracht Frankfurt: Trapp - Abraham, Hinteregger, N‘Dicka - Hasebe - da Costa, Rode (73. Willems), Kostic - Gacinovic (90.+1 de Guzmán) - Haller, Jovic (71. Rebic).
Schachtjor Donezk: Pjatow - Butko (66. Bolbat), Chotscholawa, Matviyenko, Ismaily - Kowalenko (80. Kayode), Alan Patrick - Marlos, Taison, Solomon (46. Maycon) - Junior Moraes.
Schiedsrichter: Antonio Mateu Lahoz (Spanien). Zuschauer: 47 000 (ausverkauft).
Tore: 1:0 Jovic (23.), 2:0 Haller (27./Handelfmeter), 2:1 Junior Moraes (64.), 3:1 Haller (80.), 4:1 Rebic (88.).
Gelbe Karten: Abraham, Rode, Haller / Matviyenko, Junior Moraes.
Beste Spieler: da Costa, Haller / Marlos.

  • Zwischenrunde, Rückspiele (Hinspielergebnisse in Klammern): SSC Neapel* - FC Zürich 2:0 (3:1), FC Villarreal* - Sporting Lissabon 1:1 (1:0), FC Arsenal* - BATE Borissow 3:0 (0:1), FC Valencia* - Celtic Glasgow 1:0 (2:0), Dinamo Zagreb* - Viktoria Pilsen 3:0 (1:2), RB Salzburg* - FC Brügge 4:0 (1:2), Zenit St. Petersburg* - Fenerbahce Istanbul 3:1 (0:1), FC Chelsea* - Malmö FF 3:0 (2:1), Inter Mailand* - Rapid Wien 4:0 (1:0), Benfica Lissabon* - Galatasaray Istanbul 0:0 (2:1), Betis Sevilla - Stade Rennes* 1:3 (3:3), KRC Genk - Slavia Prag* 1:4 (0:0), Dynamo Kiew* - Olympiakos Piräus 1:0 (2:2), FC Sevilla* - Lazio Rom 2:0 (1:0).
    * = eine Runde weiter

von Eric Dobias
und Stefan Tabeling