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„Einhörner“ zertrampeln Marburg

Football, GFL „Einhörner“ zertrampeln Marburg

Der Favorit aus Hall gab sich am Samstag im eigenen Stadion gegen die „Söldner“ keine Blöße. Das Spiel war bereits entschieden, als der Halbzeitpfiff ertönte.

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Luca Spindler (Mitte) zeigte in der Partie bei den Schwäbisch Hall Unicorns eine starke Leistung. Foto: Michael Hoffsteter

Quelle: Michael Hoffsteter

Schwäbisch Hall. Nichts war es mit dem Überraschungssieg bei den Schwäbisch Hall Unicorns, dem Maß aller Dinge in der GFL Gruppe Süd. Die „Einhörner“ nahmen von Anfang an die Zügel in die Hand und starteten die Partie im Galopp. Die „Mercs“ hechelten hinterher. Für sie war es eine Lehrstunde.

Ohne dass die Marburger Defensive ein großes Hindernis darstellte, arbeitete sich Halls potente Offensive bei ihren ersten beiden Ballbesitzen übers Feld und schlossen diese mit jeweils sieben Punkten ab. „Wir haben sie zu langen Ballbesitzen gezwungen. Sie mussten hart arbeiten. Aber letztlich konnten wir sie nicht stoppen“, meinte Defensive Coordinator Sam Weiss.

Dabei zeigte Hall-Quarterback Marco Ehrenfried, dass er nicht ganz so behäbig auf den Beinen ist, wie die „Mercs“ angenommen hatten. Mehrmals startete der 2-Meter-Mann durch und verbuchte massiven Raumgewinn. „Beim nächsten Duell werden wir besser darauf vorbereitet sein“, versprach Weiss. Das nächste Spiel der „Söldner“ steigt am 5. Juni gegen die Unicorns.

Neuer US-Importspieler feierte in Hall sein Debüt

Auch Ehrenfrieds kurze Pässe, die seine laufstarken Wide Receiver mit großen Portionen an Yards veredelten, machten den Marburgern der Garaus. Hinzu kam zu schwaches Tackling der Verteidigung.

Da Ehrenfried den Ball meistens schnell loswurde, war es für die „Söldner“ kaum möglich, konstanten Druck auf den Quarterback auszuüben. Allerdings sah auch Marburgs Defensivfront gegen Halls starke Offen­sive Line kaum einen Stich.

Auch Safety Jesse Hogan, der erst am Freitag in Deutschland gelandete US-Importspieler der Mercenaries, konnte die Defensivlöcher nicht schließen. Wer jedoch bereits einen Flug über den Atlantik gemacht hat, wird Hogans Leistung verstehen. Ganz abgesehen davon, dass er bisher kein Training mit den „Söldnern“ absolviert hat. „Er war ein wenig angestaubt. Das ist klar nach so einer langen Reise. Aber er wird auf jeden Fall eine Verstärkung für uns sein“, versicherte Weiss.

Mercenaries machen gegen Halls Reservespieler Punkte

So marschierte Halls Offen­sive auch im zweiten Viertel übers Grün und erhöhte auf 28:0. Zumindest ein Touchdown war den Gästen in Durchgang eins vergönnt.

Einen gelungenen Ballbesitz, bei dem sie manchmal bis zu fünf Passfänger auf dem Feld hatten, schlossen die „Söldner“ zwei Minuten vor dem Pausenpfiff erfolgreich ab. Mercenaries-Quarterback Holt Claiborne erkaufte sich durch seine Mobilität zusätzlich Zeit und warf einen ansehnlichen Touchdown-Pass auf Nachwuchs-Receiver Hendrik Schwarz.

Doch im Stile von Wildpferden traten die „Einhörner“ weiter aus: Eine Minute vor Ende der ersten Hälfte veredelte Joseph Joyner einen zielgenauen Pass von Marco Ehrenfried mit einem langen Touchdown-Lauf, bei dem er mehrere „Söldner“ wie lästige Fliegen abschüttelte und sich in die Endzone tankte - 35:7.

Spätestens zu diesem Zeitpunkt war die Messe gelesen. In Durchgang zwei brachten die „Söldner“ 19 Punkte auf die Anzeigetafel. Allerdings spielte es den Marburgern in der zweiten Hälfte in die Karten, dass die Hausherren aufgrund der äußerst komfortablen Führung ihre Reservespieler zum Zuge kommen ließen. Doch Halls zweite Garnitur hatte seinen Fans nach Wiederanpfiff drei weitere Touchdowns serviert. Spannend wurde es also nicht mehr.

Ein kleines Highlight für die Mercenaries: Mit neun Fängen erreichte Wide Receiver Luca Spindler zum ersten Mal in seiner Spielerlaufbahn die 100-Yards-Marke in einem Spiel.

von Benjamin Kaiser

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