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Eine starke Halbzeit reicht zum klaren Sieg

Basketball-Bundesliga Eine starke Halbzeit reicht zum klaren Sieg

Zweiter Saisonsieg für den BC Pharmaserv Marburg. Die Hessinnen gewannen am Freitagabend ihr Bundesligaspiel bei den SV Halle Lions ungefährdet mit 74:61 (48:23). Schon diesen Sonntag, 16 Uhr, folgt das nächste Heimspiel.

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Marburgs Trainer Patrick Unger war mit dem Spiel seiner Schützlinge in Halle 20 Minuten lang sehr zufrieden. Danach sah er viele Fehler.

Quelle: Nadine Weigel

Halle/Saale. Mehrfach machte sich Verwunderung breit in der Halle. In der ersten Halbzeit bei den Zuschauern. Die rieben sich nämlich verwundert die Augen. Die Einheimischen entsetzt. Die Gäste-Fans entzückt.

Eine solche Dominanz hat ein BC-Team in einem Pflichtspiel schon lange nicht mehr aufs Parkett gebracht. Im dritten Viertel allerdings übernahmen die Gastgeberinnen das Kommando. Wieder sehr zur Verwunderung der rund 500 Zuschauer.

Nach der Partie waren schließlich auch die beiden Trainer ein wenig ratlos. Halles Coach René Spandauw erklärte: „Ich habe meinen Spielerinnen in der Halbzeitpause genau das gleiche gesagt, wie schon vor dem Spiel. Doch in der ersten Halbzeit haben wir davon nichts umgesetzt. Im dritten Viertel schon.“ Das sei wohl der Unerfahrenheit seiner Schützlinge geschuldet, sagte der Niederländer. Und sein Gegenüber, Patrick Unger, wunderte sich: „Bisher war das dritte Viertel immer unser stärkstes. Diesmal war es das schwächste.“

Marburg wirbelt Halles Abwehr durcheinander

Dass es am Ende für seine Mannschaft dennoch zu einem klaren Auswärtssieg reichte, lag eben am starken Marburger Auftritt in den ersten 20 Minuten. Eine starke BC-Verteidigung ließ die Gastgeberinnen nicht zur Entfaltung kommen. Schlechte Abschlüsse oder Ballverluste des SVH waren die Folge. Die Rebound-Hoheit des BC tat ihr übriges.

Die Marburgerinnen liefen einen erfolgreichen Fastbreak nach dem anderen. Und wenn es einmal nicht schnell ging, passten die Gäste geduldig, bis eine Spielerin frei unter dem Korb stand. Die Folge: viele sehenswert herausgespielte Treffer. 14 Assists – also direkte Korbvorlagen – in der ersten Halbzeit zeugen von der mannschaftsdienlichen Spielweise des Pharmaserv-Teams.

Mit einem 14:0-Lauf zwischen der 10. und 14. Minute zogen die Lahnstädterinnen vorentscheidend auf 36:14 davon. „Halle war sehr gut auf unser Spiel vorbereitet. Aber wir haben offensiv immer eine Antwort gefunden. Und wir haben ihre Schlüsselspielerinnen gut aus dem Spiel genommen“, freute sich Patrick Unger über die tollen ersten 20 Minuten.

Sonntag gehts gegen Maggie Skuballa

Er habe zwar in der Kabine davor gewarnt, die Zügel locker zu lassen, sagte der 32-Jährige, doch „irgendwie waren wir nicht mehr mit dem Kopf da“. Halle holte Punkt um Punkt auf. Gut für den BC: Der Vorsprung (50:23) war so groß, dass man selbst nach einer 10:0-Serie der „Löwinnen“ Mitte des dritten Abschnitts noch komfortabel führte.

Und außer Aliaksandra Tarasava (26 Punkte) hatten das Team aus Sachsen-Anhalt im Angriff niemanden, der wirklich Gefahr ausstrahlte. Marburg dagegen war offensiv erneut sehr breit aufgestellt: Tonisha Baker, Stephanie Lee und Katlyn Yohn trafen zweistellig.

Das könnte auch in der dritten Partie helfen. Schon diesen Sonntag, 4. Oktober, empfängt das Pharmaserv-Team um 16 Uhr in der Gaßmann-Halle die Avides Hurricanes Rotenburg/Scheeßel. Für die BC-Fans gibt es ein Wiedersehen mit der Neu-Rotenburgerin Maggie Skuballa. Nach ihrem Auftaktsieg vor einer Woche, verloren die Norddeutschen am Freitagabend bei den TH Wohnbau Angels Donau-Ries mit 68:78.

von Marcus Richter

 
Statistik

SV Halle Lions – BC Pharmaserv Marburg 61:74.

Viertel: 14:24, 9:24, 24:13, 14:13.

Halle: Büschel, Ederaine 6 Punkte, Engeln 2 (7 Rebounds), Hartmann 8/2 Dreier, Hebecker 8, Henningsen 3/1, Kenyon 8 (6 Reb.), Müller, J.Schinkel, L.Schinkel, Tarasava 26/3 (3 Assists), Yancheva.

Marburg: Baker 18/1 (6 Reb.), Benet 1 (6 Reb., 7 Ass.), Gaudermann 2, Greunke 9/1 (9 Reb., 3 Blocks), Köppl, Lee 16/2 (6 Reb.), Rodefeld 3, Schaake 8, Thimm 4, Winterhoff, Yohn 13/2.

Schiedsrichter: Straube, Rogic. Zuschauer: 500.

 
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