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Eine Saison der Superlative

FC Angelburg Eine Saison der Superlative

Happy-End am letzten Samstag: Der FC Angelburg entscheidet das "Herzschlag-Finale" in der Kreisliga B Biedenkopf gegen die "Unaufsteigbaren" des FV Wiesenbach souverän mit 4:0 für sich.

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Am Samstag, 28. Mai, war der Jubel grenzenlos: Der FC Angelburg wurde Meister der Kreisliga B Biedenkopf.

Quelle: Michael Hoffsteter

Angelburg. Es war Feiern bis zum Abwinken angesagt, so als gäbe es kein morgen mehr. Samstag, 28. Mai, 17.18 Uhr: Mit einer „4:0-Gala“ im „Endspiel“ der Kreisliga B Biedenkopf gegen den Verfolger aus dem Boxbachtal Wiesenbach ist der Aufstieg in die Kreisliga A Biedenkopf perfekt.

Fußballer aus den beiden Stammvereinen SSV „Möwe“ Frechenhausen und dem FSV „Schwarz-Weiß“ Gönnern, die Vereinsverantwortlichen, Trainer und Fans liegen sich in den Armen - und tragen den „Aufstiegs-Coach und Ur-Gönnerschen“ Ralf Schneider auf den Schultern. Dieser hatte „seinen“ FCA im September 2014 übernommen.

Die eigene Zielvorgabe hat der FC Angelburg an diesem Samstag im Mai perfekt umgesetzt. Es war ein Saison der Superlative: Mit 118 „Buden“ die meisten Treffer erzielt, mit 27 die wenigsten Gegentore kassiert, mit dem 28-jährigen Mesut Güven (34 Tore) den erfolgreichsten Torschützen präsentiert, und Platz eins in der Fairness-Tabelle belegt - und die Reserve wurde ebenso Meister (mit 14 Siegen und zwei Remis). Mehr geht nicht. „Die individuellen Fähigkeiten waren zu gut“, fasst Ralf Schneider die Super-Saison zusammen.

Der 52-jährige Elektroniker, der gemeinsam mit Co- und Spielertrainer Dennis Heck das sportliche Sagen hat, installierte die Vierer-Abwehrkette mit Hannes Sänger, Jonas Becker, Dennis Schlender und Jakob Sänger, brachte viel Flexibilität mit Dennis Heck, Michael Kurt Becker, Flo Althaus und Nico Silbermann ins Mittelfeld und konnte sich in der Offensive auf die drei „Knipser“ Mesut Güven (34 Tore), Joannis Arabatzis (18, er kam in der Winterpause von Oranien Frohnhausen) und Kadrush Rreba (15) verlassen.

Ein Durchhänger im Frühjahr

Dahinter war Keeper Ben Becker eine „Bank“, denn in 30 Partien kassierte der FCA nur fünf Mal mehr als ein Gegentor. Doch es war nicht alles Gold, was glänzte: Das Auftakt-Match zu Hause gegen den VfB Lohra wurde mit 0:1 verloren, und zwischen Februar und April hatte das Team einen Durchhänger.

„Das, was wir uns spielerisch zuvor erarbeitet hatten, blieb plötzlich völlig auf der Strecke“, so Ralf Schneider. Als die Partie am viertletzten Spieltag bei der SG Silberg/Eisenhausen II mit 1:2 verloren ging, wurde es noch einmal eng. Doch der spätere Meister nahm in den letzten drei Begegnungen noch einmal Fahrt auf, investierte alles, erzielte 17:1 Tore (davon alleine 12 von Joannis Arabatzis) und machte beim Showdown gegen den FV Wiesenbach schließlich sein Meisterstück.

Das Aufstiegs-Team bleibt zusammen - und somit kann das homogene Trainer-Duo Schneider/Heck in der Saison 2016/2017 auf eine eingespielte Mannschaft bauen. Hinzu kommen vier Neuverpflichtungen, die die Qualität im Team noch einmal erhöhen sollen: Nach zwei Jahren kehrt Benjamin Graf vom A-Liga-Konkurrenten SSV „Auf der Heide“ Bottenhorn ins Gansbachtal zurück. Der 21-jährige Bican Karapinar kommt vom FV Breidenbach II und soll der Offensive noch mehr Durchschlagskraft geben. Mehmet Coscun kommt von Türk Ataspor Wetzlar, und der 18-jährige Schlussmann Lukas Graf rückt aus der eigenen Jugend auf.

Ob mit dem altbewährten und erfolgreichen System 4-4-2 oder einer Systemveränderung - „für uns geht es erst einmal um den Klassenerhalt“, sind sich die beiden Trainer Schneider und Heck auch hier einig.

von Herbert Lenz

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