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Einbruch kommt im zweiten Viertel

Frauenbasketball, Bundesliga Einbruch kommt im zweiten Viertel

Ohne Punkte kehrten die Marburgerinnen aus dem Nördlinger Ries zurück. Nach einem katastrophalen zweiten Viertel stand am Ende ein deutliches 53:74 zu Buche. Trainer Patrick Unger ist trotz Niederlage optimistisch

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Lisa Koop – hier in der Auswärtspartie gegen NB Oberhausen – avancierte in Nördlingen wie schon gegen die Saarlouis Royals zur Top-Scorerin ihres Teams.

Quelle: Melanie Schneider

Nördlingen. Acht Tage nach dem Sieg gegen den Tabellenzweiten hat es nicht für eine weitere Überraschung gereicht. Marburgs Trainer Patrick Unger will auch angesichts der deutlichen Niederlage beim Viertplatzierten nichts von Schwarzmalerei wissen: „Das war nicht das Spiel, das wir gewinnen müssen. Die Probleme lagen heute in unserer Offensive. Die Defense war insgesamt ganz gut. Außer im zweiten Viertel.“ Das holten sich die TH Wohnbau Angels Donau-Ries mit 21:4.

Unger: „drei extrem gute Spielerinnen"

Wie erwartet, war das Ausländer-Trio die tragende Säule bei den Gastgeberinnen. 55 Punkte steuerten Melissa Jeltema, Nayo Raincock-Ekunwe und Alysha Womack bei. Das hätte gegen die 53 Zähler aller neun Marburgerinnen schon gereicht. Bei denen trafen Lisa Koop und Finja Schaake zweistellig.

Die spätere Dominanz des Teams aus dem schwäbischen Teil Bayerns war in den ersten zehn Minuten noch nicht abzusehen. Ihre guten Vorsätze in der Reboundarbeit setzten die Marburgerinnen zu Beginn sehr gut um. Allein Lisa Koop angelte sich im ersten Viertel sieben Abpraller. Ein Pünktchen Vorsprung retteten die Angels in die erste Pause.

Dann wendete sich das Blatt: Koop bekam in der 16. Minute ihr drittes Foul aufgebrummt und verbrachte den Rest der ersten Halbzeit auf der Bank. Die Marburger Lufthoheit war dahin.

„Viele dumme Fehler, viele schlechte Pässe“

Auch die Nördlinger Verteidigung setzte dem Pharmaserv-Team zu. Fünf zu null Ballverluste im zweiten Viertel ermöglichten dem Gegner immer wieder Schnellangriffe. „In dieser Phase haben wir viele dumme Fehler gemacht, viele schlechte Pässe gespielt“, gestand Unger. Die Angels waren oft nur durch Fouls zu stoppen. Insgesamt holten sie sich 17 Punkte von der Freiwurflinie, Marburg kam dagegen nur auf acht Versuche.

Von außen ging bei Marburg so gut wie gar nichts: ganze drei Treffer von der Dreierlinie. Zwar traf der Gegner genau so selten. Ärgerlich allerdings aus Marburger Sicht: Viele der insgesamt 19 Versuche waren unbedrängt. So konnten sich die Angels darauf beschränken, die BC-Centerinnen in Doppeldeckung zu nehmen. Nach 27 Minuten war die Partie beim 49:24 bereits entschieden.

Jetzt besannen sich die Marburgerinnen auf ihr Kämpferherz. Vor allem Lisa Koop setzte sich nun wieder beherzt durch. Mit einem 15:4-Lauf, den Brittany Wilson mit der Schlusssirene des dritten Durchgangs durch einen Dreier krönte, betrieben die Gäste zunächst Ergebniskosmetik.

Nach einem schönen Solo von Jenny Crowder und drei Freiwurfpunkten von Finja Schaake war der Rückstand viereinhalb Minuten vor Schluss nur noch einstellig (46:55).

Dann trat Nördlingens Raincock-Ekunwe allerdings kurz aufs Gaspedal und erstickte das kleine Fünkchen Hoffnung der BC-Fans auf die große Wende.

„Wir haben auch bei hohem Rückstand nicht die Köpfe hängen lassen, Charakter gezeigt und uns wieder rangekämpft. Diese Einstellung müssen wir in die verbleibenden Spiele mitnehmen. Dann braucht uns nicht bange sein“, gibt sich BC-Coach Unger kämpferisch.

von Marcus Richter

Wohnbau Angels Nördlingen – BC Pharmaserv Marburg 74:53 (17:16, 21:4, 15:19, 21:14).

Nördlingen: Geiselsöder 2 Punkte, Georgieva 8, Högg 2, Jeltema 19/2 Dreier (10 Rebounds, 3 Steals), Klug 3, Parsons 2, Raincock-Ekunwe 20 (15 Reb., 6 Assists, 4 St.), Szittya 2, Tauschek (n.e.), Womack 16/1 (3 Ass., 3 St.).

Marburg: Baker 2 (7 Reb.), Crowder 2, Köppl, Koop 17 (11 Reb.), Masek, Pierce 5/1, Schaake 16/1, Thimm 2, Wilson 9/1.

Schiedsrichter: Aydogdu, Wipfler.

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